Austragungsort: Millerntor-Stadion
Spielplan

15 Spiele ungeschlagen, über 90 % Passquote und mehr…

Vorberichte

Am 11. Spieltag dieser Saison schickt uns der Spielplan zum FC St. Pauli. Bevor die Mannschaft von Christian Eichner morgen ab 13:00 Uhr am Millerntor um Punkte kämpft, präsentieren wir euch in der Fakten-11 die Zahlen zum Spiel!

KSC-Auswärtstrikot mit der Rückennummer 11.

1 Eigengewächs steht im Zweitliga-Kader des FC St. Pauli. Der braun-weiße Rechtsverteidiger Luca Günther spielt bereits seit 2017 am Millerntor und stieg zu Saisonbeginn aus der U23 in die Profimannschaft auf. Günther wartet allerdings noch auf das Debüt bei seinem Jugendclub. Im Vergleich mit den Kiezkickern stehen bei unserem KSC mit Max Weiß, Eren Öztürk, Efe-Kaan Sihlaroglu, Tim Rossmann sowie den Rückkehrern Daniel Brosinski, Jerôme Gondorf und Lars Stindl sieben Eigengewächse im Kader der Profi-Mannschaft

2,26 Punkte holte der FCSP seit dem Amtsantritt von Fabian Hürzeler im Schnitt. Damit rangiert der Fußballlehrer aktuell auf Rang eins der erfolgreichsten Zweitligatrainer.

3 Spieler aus dem braun-weißen Kader sind älter als ihr Cheftrainer. Mit gerade einmal 30 Jahren ist Hürzeler der jüngste Coach in den drei höchsten deutschen Spielklassen.

11 Flanken mehr schlug Marvin Wanitzek (32) als sein St. Paulianer Pendant Manolos Saliakas (21). Die beiden Feinfüße sind in ihren Clubs die Spieler mit den meisten Hereingaben in der aktuellen Saison.

13 °C sagen die Wetterberichte für den Anstoß um 13:00 Uhr voraus. Für den Vormittag wird zudem leichter Regen prognostiziert, dieser soll sich aber bereits wieder verzogen haben, wenn unsere Jungs am Millerntor gegen den Ball treten. Für alle Mitfahrenden gilt: Schal anziehen!

15 Ligaspiele sind die Kiezkicker bereits ungeschlagen. Die letzte Niederlage kassierte St. Pauli in der Vorsaison gegen den Stadtrivalen HSV in einem knappen 4:3. Aber alles hat bekanntlich ein Ende, der morgige Samstag würde uns dafür ganz gut passen.

78 Spiele absolvierten Marcel Beifus und Igor Matanovic zusammengerechnet für den FC St. Pauli. Unser Defensivmann kam dabei auf 22 Pflichtspieleinsätze, während Igor 56x das braun-weiße Trikot trug. Seit dieser Saison laufen die beiden Ex-Kiezkicker aber in unseren Farben auf. Steht ihnen schließlich auch am besten!

94,92 % von Marcel Franke und 94,38 % von Hauke Wahl sind die beste, bzw. drittbeste Passquote der Liga. Die beiden Innenverteidiger bewiesen sich in der laufenden Spielzeit als sehr sichere Zuspieler. Somit kann sich sowohl unser KSC als auch St. Pauli in der Defensive auf klare Pässe verlassen.

244 Sprints brachte der laufstarke St. Paulianer Elias Saad in dieser Saison bereits auf den Platz. Unser sprintstärkster Akteur Fabian Schleusener ist ihm mit 233 schnellen Läufen jedoch dicht auf den Fersen.

1.684 Karlsruher*innen unterstützen unseren Club morgen beim Auswärtsspiel in der Hansestadt. Wir freuen uns sehr über diese grandiose Unterstützung!

2010 wurde das Millerntor zu St. Pauli als „tierfreundlichstes Fußballstadion“ ausgezeichnet. Bei dem Preis der Tierrechtsorganisation PETA werden Faktoren, wie die Auswahl an vegetarischen und veganen Essensmöglichkeiten bewertet.  

Volker Ippig – von der Hafenstraße zur Vereinsikone

Vorberichte

Volker Ippig - Ein Name, der vielleicht nicht jedem bekannt ist, beim FC St. Pauli aber eine ganz besondere Bedeutung hat. Ippig war in den 80er-Jahren Teil des Kiezbebens, der zweiten Geburt des FC St. Pauli. Was genau den Torhüter auszeichnete und welche Stellung er in dieser ereignisreichen Zeit einnahm, erfahrt ihr bei „Gegner im Detail“.

Die Anfänge des Kiezclubs

Obwohl der FC St. Pauli offiziell im Jahr 1910 gegründet wurde, reicht die Geschichte des Vereins bereits in das Jahr 1907 zurück. Damals begannen die Mitglieder des Hamburg-St. Pauli Turnvereins mit dem Fußballspielen, doch erst drei Jahre später traten sie dem Norddeutschen Fußball-Verband bei. 1924 kam es zur Trennung vom Turnverein und der Gründung des FC St. Pauli. Mit dem Kiezclub, wie wir ihn mittlerweile kennen, hatte dieser damals aber noch nicht viel zu tun. Es dauerte eine lange Zeit, knapp 70 Jahre, bis die Braun-Weißen ihre heute noch einzigartige Identität fanden.

Erst in den 80er-Jahren kam es zum großen Umbruch, dem Kiezbeben oder auch der zweiten Geburt des FC St. Pauli. Der Verein wurde zu dem, was ihn heute ausmacht. Genau zu dieser Zeit begann auch Volker Ippig seine Fußballkarriere. Knapp 11 Jahre lang war der mittlerweile 60-Jährige mit kleineren Unterbrechungen bei den Braun-Weißen aktiv. Bevor wir auf die Karriere des Torhüters schauen, stellt sich jedoch die Frage, wie er überhaupt zum FC St. Pauli kam.

Ippigs Weg zum Millerntor

Volker Ippig wurde 1963 in Eutin, Schleswig-Holstein geboren. Seine Kindheit verbrachte er im nahegelegenen Lensahn und kickte beim ortsansässigen Fußballverein. Als Achtzehnjähriger kam er im Jahr 1981 zum FC St. Pauli. Sein erstes halbes Jahr war für den Torhüter alles andere als leicht, er musste dreimal die Woche eineinhalb Stunden zum Training fahren. Nachdem der damalige Vize-Präsident Otto Paulick das sechs Monate lang geduldet hatte, stellte er dem Torhüter ein Ultimatum: Entweder er zieht nach Hamburg und konzentriert sich auf den Fußball oder er bleibt in Lensahn und kickt weiter dort. Für Ippig ging es damit vom Land in die Großstadt. Ein Jahr lang kam das aufstrebende Torhütertalent bei Familie Paulick unter und lernte in Hamburg auch die Welt außerhalb des Fußballs kennen. Die neu gewonnene Freiheit brachte ihn damals zur aufkeimenden Punk-Bewegung und so trat er seine Spiele stets mit Irokesenfrisur an, die ihm schnell die Aufmerksamkeit der Presse bescherte. Unter dem Ruf des Punks hat er nie gelitten, im Gegenteil versuchte er durch die Aufmerksamkeit neue Motivation zu schöpfen. Ippig erlebte in seiner Anfangszeit auf dem Kiez viele Fußballhighlights. Das erste Mal vor einem ausverkauften Millerntor spielte er 1981. Der FC St. Pauli trat in einem Testspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft um Rummenigge, Briegel, Breitner und Co. an. Zwar verlor die Mannschaft mit 6:0, das Spiel blieb ihm jedoch immer in bester Erinnerung.

Ein Praktikum, Nicaragua und die Hafenstraße

Nachdem Volker Ippig sein Abitur abschloss, entschied er sich dazu, die Schuhe für eine gewisse Zeit an den Nagel zu hängen. Mit Anfang 20 startete er ein Praktikum in einem Kindergarten für behinderte Kinder, ehe er für sechs Monate als Aufbauhelfer nach Nicaragua ging. Im Hintergrund war er sich zu dieser Zeit bereits über eine Rückkehr zum Fußball mit dem FC St. Pauli einig. Wieder in Hamburg angekommen, wohnte der Torhüter den Sommer über in der besetzten Hafenstraße. Damals gab es in der Hafenstraße einige leere, sanierungsbedürftige Häuser, in denen sich vor allem Studenten und Autonome ansiedelten. Ippig hielt auch in dieser Zeit sein gewonnenes Image als etwas anderer Fußballer aufrecht. Trotz des Trubels um seine Person gelang dem FC. St Pauli im Sommer 1984 der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Volker Ippig hatte nach seinen Erlebnissen in Mittelamerika eine schwierige Zeit, da er die zwei kennengelernten Welten Nicaragua und Deutschland nicht vereinen konnte und so kam es aufgrund von kleineren Streitigkeiten und grundsätzlich unterschiedlichen Lebenseinstellungen zum Rauswurf des Torhüters.

Symbolfigur der Fans

Nach zwei Jahren ohne Profifußball kam er 1986 wieder ans Millerntor zurück und wurde besonders von den Fans herzlich empfangen, denn auch die Fankultur unterzog sich einem immer größeren Wandel. Die heutigen Werte des FC St. Pauli, zu denen Toleranz, Respekt, Gleichberechtigung und Offenheit gehören, wurden immer stärker von den Anhängern in den Verein getragen. Zu diesem Bild passte Volker Ippig mit seiner Hafenstraßen-Vergangenheit und als bekennender Linker perfekt, sodass er zur Projektionsfläche der Fans wurde. In dieser Rolle fühlte er sich sichtlich wohl, denn immer wieder begrüßte er die Fankurve mit erhobener Arbeiterfaust als Zeichen für Solidarität, Stärke und Widerstand.

1988 erreichte Volker Ippig mit seiner Mannschaft den Aufstieg in die Bundesliga und der FC St. Pauli weckte immer mehr mediales Interesse. Deshalb kam es im November zum ikonischen Sportstudio-Interview, in dem der etwas andere Profifußballer bei Moderator Bernd Heller zu Gast war. Viel erfuhren die Zuschauenden an diesem Tag nicht von dem jungen Mann, was wohl vor allem daran lag, dass Bernd Heller mit Volker Ippig nicht den typischen Interviewgast und Berufssportler vor sich hatte. Erneut trafen zwei Welten aufeinander.

1992 musste es der wohl prägendste Torhüter des FC St. Pauli seine Karriere aufgrund einer Schulterverletzung beenden. Seitdem sind die Kiezkicker die meisten Zeit in Liga zwei unterwegs. Momentan ist der Verein sogar an der Spitze der Tabelle. Volker Ippig hingegen arbeitet mittlerweile im Hafen und hat nicht mehr viel mit Fußball am Hut. Lediglich seinen Töchtern schaut er bei Spielen immer noch gerne zu. Was ihm jedoch keiner nehmen kann, ist die prägende Rolle, die er für den Verein und die Fans eingenommen hat.

"Meine Mannschaft schätzt diese Spiele!"

Vorberichte

Wir fahren in den Norden! Nach dem 3:0-Heimsieg gegen den Schalke 04 geht es für unsere Blau-Weißen in die Hansestadt zum FC St. Pauli. Gemeinsam mit unserem Coach Christian Eichner blicken wir auf die KSC-Woche und den kommenden Gegner. 

Christian Eichner bei der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli.

Das Spiel 

„Du alte Gangsterbraut, jetzt bin ich wieder da!“ Dieses Zitat stammt nicht von unserem Cheftrainer, bezieht sich in gewisser Weise aber dennoch auf unseren kommenden Gegner. Urheber der Aussage ist nämlich der Wahl-Hamburger Udo Lindenberg, der in seinem gleichnamigen Song die Reeperbahn auf St. Pauli besingt. Nur einen Katzensprung von den hiesigen Etablissements erstreckt sich die Heimstätte unseres kommenden Gegners – das Millerntorstadion. Dort gastierten wir zum letzten Mal am 34. Spieltag der Vorsaison, damals endete die Partie in einem 1:1-Remis.  

Der Übungsleiter unseres KSC erwartet am kommenden Samstag ähnlich starke Kiezkicker, wie im vergangenen Frühjahr. „In diesem Kalenderjahr ist St. Pauli wahrscheinlich die beste Mannschaft der Liga.“ Die beeindruckende Ungeschlagen-Serie von 15 Zweitliga-Spielen unterstreicht die bärenstarke Form der Hürzeler-Elf. Eichner merkt an, dass „St. Pauli sehr klare Abläufe in ihrem Spiel hat und auf dem Feld stets einen klaren Plan verfolgt“. 

Am letzten Sonntag haben wir zu Hause gegen Schalke aber gezeigt, dass wir uns spielerisch nicht verstecken müssen. Eine dominante Offensivleistung gepaart mit einem sicheren Abwehrverhalten bescherte der Fächerstadt einen wichtigen Dreier gegen den Tabellennachbarn. Im Gegensatz zum S04 wird Ligaprimus St. Pauli aufgrund ihrer letzten Ergebnisse allerdings mit einer anderen Haltung in die Partie gehen, doch Eichner ist vorbereitet: „Wir werden wieder mehr auf der letzten Linie gefordert sein. Aber meine Mannschaft schätzt diese Spiele! Nach dem Heimsieg fahren wir jetzt mit einer anderen Psychologie nach Hamburg.“ 

Begleitet werden sie dabei von 1.700 Karlsruher*innen, die im Hamburger Stadtteil für eine gute Stimmung sorgen werden. Vielen Dank für diesen Support und großen Respekt an alle Auswärtsfahrenden! 

KSC-Personal 

Nachdem wir uns in der Vorwoche bereits mit Christoph Kobald über seine Rückkehr ins Mannschaftstraining freuen durften, ist diesmal Eren Öztürk an der Reihe. Unser Youngstar konnte seine Kniebeschwerden überwinden und absolviert nun wieder die Einheiten in der großen Runde. Neben den Langzeitverletzten Efe-Kaan Sihlaroglu und Daniel O’Shaughnessy müssen wir zunächst weiterhin auf Tim Rossmann verzichten. 

Ein Fragezeichen steht aktuell noch hinter dem Einsatz von Jerôme Gondorf. Unser Kapitän muss bei dem heutigen Nachmittagstraining leider krankheitsbedingt aussetzen. „Die Chancen sind im Moment 50/50, ob JeGo morgen mit im Zug sitzt.“, informiert Eichner über den Status unserer Nummer acht.  

Die Lage in Liga 2 

Noch sieben Spiele im Kalenderjahr 2023! Den Anfang in die finalen Wochen machen morgen Abend die Duelle SpVgg Greuther Fürth (14.) – VfL Osnabrück (17.) und Eintracht Braunschweig (18.) – Fortuna Düsseldorf (5.). Einen Tag später trifft zur Mittagszeit Schalke 04 (16.) auf Hannover 96 (4.), die Berliner Hertha (11.) empfängt den SC Paderborn (8.) und unsere Blau-Weißen gastieren am Millerntor. Das Abendspiel bestreiten ab 20:30 Uhr dann der 1. FC Kaiserslautern (6.) auf dem Betzenberg gegen den HSV (2.). Zu guter Letzt wird der Schnapszahl-Spieltag am Sonntag ab 13:30 Uhr von den drei Partien Holstein Kiel (3.) – 1. FC Nürnberg (9.), 1. FC Magdeburg (10.) – SV Elversberg (7.) und SV Wehen Wiesbaden (13.) – Hansa Rostock (15.) abgerundet. 

Bittere Pleite auf dem Kiez

Spielberichte

Unser KSC muss gegen den FC St. Pauli eine knappe Niederlage hinnehmen. Trotz einem über lange Zeit gutem Spiel verlieren die Jungs aufgrund zwei später Gegentreffer.

Leon Jensen im Zweikampf.

Am vergangenen Sonntag glänzte unser KSC gegen den FC Schalke 04. Die Blau-Weißen feierten ein Fußballfest auf heimischen Rasen und besiegten die Gelsenkirchener verdient mit einem 3:0. Knapp eine Woche später gastierten unsere Fächerstädter beim FC St. Pauli. Im Spielbericht gibt es die Partie zum Nachlesen.

Christian Eichners Taktik

Christian Eichners Startelf vom letzten Wochenende hat in der Partie gegen den FC Schalke 04 voll und ganz überzeugt. An diesem Sonntag gab es deshalb nur einen Wechsel im Anfangsaufgebot. Krankheitsbedingt fiel Jerôme Gondorf aus, Leon Jensen übernahm seine Position.

Das Spiel in der Zusammenfassung

Die Ausgangslage der beiden Vereine war vor Spielbeginn sehr unterschiedlich. Während der FC St. Pauli vor dem elften Spieltag zwar von der Tabellenspitze grüßte, erzielte die Mannschaft in ihrer letzten Partie gegen den SC Paderborn nur ein 2:2-Unentschieden. Unser KSC hingegen hatte einen 3:0-Erfolg im Rücken, die Tabellensituation war jedoch nicht zufriedenstellend. Ein spannendes Spiel war zu erwarten.

Ein ruhiger Start auf dem Kiez

Ähnlich regnerisch-trüb wie das Wetter, war auch die Anfangsphase des Spiels. Beide Mannschaften gingen ruhig und abwartend in die Partie. In der sechsten Minute gab es dann den ersten Abschluss von St. Pauli. Aufgrund eines Fehlers von Sebastian Jung kam Oladapo Afolayan an den Ball, Patrick Drewes parierte jedoch gekonnt. Unsere Jungs gaben in der achten Minute sofort eine Antwort auf diesen Angriff. Paul Nebel bekam die Kugel kurz vor dem gegnerischen Strafraum vor die Füße und legte auf den lauernden Fabian Schleusener ab, doch Torhüter Nikola Vasilj parierte den Schuss unserer Nummer 24. Obwohl weitere Highlights in der Anfangsviertelstunde ausblieben, sprach die Statistik für unsere Blau-Weißen: 58% Ballbesitz und 66% gewonnene Zweikämpfe konnten sich sehen lassen.

Führungstreffer trotz braun-weißer Überlegenheit

In der 19.Spielminute kam Oladapo Afolayan an das runde Leder und schloss aus 25 Metern ab. Der Ball segelte jedoch rechts über das Tor. Knappe drei Minuten später wurden die Kiezkicker erneut agefährlich: Oladapo Afolayan zog über die linke Seite nach vorn, spielte den Ball zurück zu Lars Ritzka, der eine Flanke auf den zweiten Pfosten brachte. Dort köpfte Connor Metcalfe jedoch über den Kasten (22.). Daraufhin ein Konter unserer Eiche-Elf: Fabian Schleusener lief über links ein und legte den Ball quer, leider war er seinen Mitspielern um einige Meter voraus, sodass keiner unserer Jungs an den Ball kam (25.).

Erst in der 33. Spielminute wurde es wieder brenzlig als Marcel Hartel seinen Mitspieler Connor Metcalfe bediente, der den Ball wiederum Jackson Irvine zukommen ließ. Den Schuss des Australiers klärte Patrick Drewes mit dem Fuß und hatte die Kugel im Nachfassen sicher. Die Kiezkicker wurden immer dominanter, auch defensiv war das Durchkommen für unsere Fächerstädter zunehmend schwerer. Nach 37 Minuten kam Oladapo Afolayan kurz vor dem Sechzehner dann erneut zum Abschluss, der aber ungefährlich blieb. Die braun-weiße Überlegenheit hielt jedoch nicht lange, denn kurz vor Pausenpfiff kam es zum Führungstreffer unseres KSC. Lars Stindl setzte Fabian Schleusener gekonnt in Szene, der die Kugel dann wiederum flach ins Zentrum spielte. Dort bekam Kiezkicker Hauke Wahl den Ball vor die Füße, wehrte jedoch genau in Richtung von Igor Matanovic ab. Dieser zögerte keine Sekunde und brachte das Runde ins Eckige. (43.). Der Deutsch-Kroate traf somit im zweiten Pflichtspiel in Folge, hielt sich aufgrund seiner langen Vergangenheit in St. Pauli beim Jubel mit der Mannschaft jedoch zurück. Die Erleichterung war unserer Nummer Neun, sowie dem ganzen Team trotzdem ins Gesicht geschrieben. Mit diesem Erfolgserlebnis ging es in die Kabine.

Unser KSC setzt auf Verteidigung

Wieder auf dem Feld kam es in der 50. Spielminute zur ersten Aufregung der zweiten Halbzeit: der neu eingewechselte Elias Saad wurde von Connor Metcalfe bedient, seinen Schuss wehrte Marcel Franke jedoch sehenswert ab. Die Kiezkicker versuchten in Folge das Spiel ruhig aufzubauen und ließen den Ball langsam durch die eigenen Reihen laufen, sodass Vorstöße ausblieben. Erst in der 63. Spielminute folgte der nächste Abschluss durch Saad, für unsere Nummer 23 zwischen den Pfosten war dieser Versuch aber kein Problem. Highlights blieben auch in der zweiten Halbzeit Mangelware, ein Tackling von Leon Jensen im Mittelfeld brachte uns in der 68. Spielminute jedoch die Balleroberung und damit eine Konterchance. Marvin Wanitzek nahm die Kugel auf und passte Stindl zu, dem diese daraufhin jedoch versprang. In der 72. Spielminute dann die vorerst größte Chance der Kiezkicker: Danel Sinani zog direkt vor dem Kasten ab, doch der Ball rollte knapp am rechten Pfosten vorbei.

Später K.O. sorgt für Niederlage

Bis zur Schlussviertelstunde gab es keinen nennenswerten Vorstoß unserer Blau-Weißen, die vor allem auf eine stabile Verteidigung setzten. Und dann passierte das, was sich vorher schon angedeutet hatte: die Kiezkicker glichen aus. Connor Metcalfe bediente Johannes Eggestein, der sehenswert ins linke Eck einnetzte (80.). Die letzten fünf Spielminuten waren aufregend und unübersichtlich. Immer wieder kam der FC St. Pauli in den Sechzehner, doch Patrick Drewes zeigte sein Können. Gleich drei Paraden hintereinander packte unser Schlussmann aus. Doch in der 93. Spielminute kam es trotz der leidenschaftlichen Defensivarbeit unserer Jungs zum bitteren 2:1 durch Philipp Treu, der die Kugel nach einer Ecke halbhoch im Kasten unterbrachte.

Fazit & Ausblick

Das Spiel gegen den FC St. Pauli begann ruhig und abwartend. Beide Mannschaften mussten erst in die Partei finden, doch vor allem der Gegner wurde mit der Zeit immer stärker. Trotzdem schossen unsere Blau-Weißen den Führungstreffer und verteidigten kämpferisch das eigene Tor. Zehn Minuten vor Schluss glänzte Johannes Eggestein mit einer Einzelaktion und bescherte den Kiezkickern den Ausgleich. Die turbulente Schlussphase spielten unsere Jungs anfangs souverän, doch ein Abschluss vom eingewechselten Philipp Treu fand das Tor und brachte dem Gegner die späte 2:1-Führung. Obwohl unsere Fächerstädter ein gutes Spiel ablieferten, konnten sie sich nicht belohnen. Am kommenden Sonntag erwarten unsere Blau-Weißen den SC Paderborn im BBBank Wildpark.

Aufstellung

KSC: Drewes – Herold, Franke, Bormuth, Jung (73. Thiede) – Jensen (79. Burnic), Wanitzek, Stindl (90.Beifus), Nebel – Schleusener, Matanovic (79. Zivzivadze)

FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Saliakas (66. Sinani), Irvine, Hartel, Ritzka (66. Zoller) – Afolayan (46. Saad), Eggestein, Metcalfe (83. Treu)

Die Daten zum Spiel

Tore: Matanovic (43.) / Eggestein (80.), Treu (93.)

Ort: Millerntor-Stadion

Zuschauende: 29.125 (davon 1.800 KSC-Fans)

Schiedsrichter: Max Burda


Match
Center
0:4