7. Spieltag
FC Schalke 04
1:2
Karlsruher SC
( 1:1 )
Zuschauerzahl: 24000
Schiedsrichter: Günsch (Marburg)
Austragungsort: Veltins-Arena
Spielplan

Jubiläumsspiel gegen Schalke 04

Vorberichte

Heute Abend treffen wir zum 50. Mal in einem Pflichtspiel auf den FC Schalke 04! Aber welche drei Jahre alte Bestmarke hat Philipp Hofmann letzten Samstag aufgestellt? In unseren "Daten und Fakten" haben wir euch wieder ein paar Zahlenspiele zusammengefasst!

Späte Tore als Markenzeichen
In den ersten 75 Minuten erzielten wir bisher vier Tore, nach der 75. Minute waren es dann schon fünf Treffer. So viele Tore in der Schlussviertelstunde sind Ligaspitze, zuletzt gelang Philipp Hofmann spät das 2:2 gegen Kiel. Schalke hingegen kassierte die meisten Gegentreffer in der Schlussviertelstunde (vier).

Torgarant
Simon Terodde war auch in Paderborn wieder der Matchwinner. Sieben Tore nach sechs Spielen gab es in den letzten zehn Zweitliga-Jahren nur viermal – viermal durch Terodde!

Abfeuerkönig Hofmann
Philipp Hofmann gab gegen Kiel gleich zehn (!) Torschüsse ab. Das gelang zuletzt vor drei Jahren einem Zweitliga-Spieler: Und zwar Pierre-Michel Lasogga bei der Partie HSV gegen Köln.

Jubiläum: Zum 50. Mal S04 gegen KSC
Erstmals seit zehn Jahren stehen sich Schalke und Karlsruhe gegenüber. Am 26. Oktober 2011 verloren wir im DFB-Pokal mit 0:2. Nun treffen wir zum 50. Mal auf Schalke 04 (13 Siege, 17 Remis, 19 Niederlagen). 40 der bislang 49 Duelle gab es in der Bundesliga, gemeinsam zweitklassig waren beide Teams zuvor nur 1983/84 (3:0 Heimsieg, 3:3 im Parkstadion).

Defensive Stabilität
Wir mussten bisher in den ersten 45 Minuten kein Gegentreffer hinnehmen, allgemein steht unsere Defensive sehr gut. Wir haben die zweitwenigsten Gegentore kassiert und mit 57% Zweikampfquote die zweitbeste der ganzen Liga.

Eichner: "Wir brauchen ein riesengroßes Herz!"

Vorberichte

Eines der wohl "größten" Auswärtsspiele der Saison steht an: Wir gastieren am Freitagabend beim FC Schalke 04. Eine große Aufgabe, die wir leider ohne unseren Kapitän antreten müssen. Gemeinsam mit Cheftrainer Christian Eichner blicken wir auf die morgige Partie voraus.

Die kommende Partie

Mit dem FC Schalke 04 wartet am Freitagabend das nächste Schwergewicht der Liga auf unseren KSC. "Wir wollen auf dem Heimweg was Zählbares mit im Gepäck haben," gibt Christian Eichner das klare Ziel vor. Mit im Gepäck sind auch 1.250 KSC-Fans! Wir haben restlos alle Gästetickets verkauft - lautstarke Unterstützung ist uns also gewiss! 

Doch zurück zum Gegner. Bei den "Knappen" konzentriert sich Vieles auf Simon Terodde. Der Neuzugang ist der große Hoffnungsträger im Ruhrpott-Club. Aktuell befindet er sich auf Rekordjagd und braucht "nur noch" vier Treffer, um den Zweitligarekord von 153 Toren von Dieter Schatzschneider einzustellen. Zu sehr auf den Starstürmer will sich Eichner aber nicht fokussieren. "Es ist nicht mehr wie früher, dass man dem besten Spieler bis zur Toilette hinterherrennt. Wir werden das als Gruppe auffangen. Es gibt nicht nur Terodde, sondern auch andere starke Jungs. Bülter zum Beispiel. Unsere Innenverteidiger freuen sich gegen solche Spieler verteidigen zu dürfen." Allgemein wird sich Morgenabend einiges im Kopf unserer Jungs abspielen. Schlimme Verletzungen, wie die von Sebastian Jung, gehen auch an Profis nicht komplett spurlos vorbei. "Wir brauchen eine mentale Widerstandsfähigkeit und ein riesengroßes Herz."

Die Herangehensweise ist also klar: souverän verteidigen und offensiv mit den KSC-Attributen glänzen. "Meine Mannschaft hat ein sehr gutes Gespür, was notwendig ist, um gegen qualitativ hochwertige Mannschaften zu bestehen. Wir haben schon gezeigt, dass wir unser Tor notfalls auch in Unterzahl beschützen können. Wir werden aber nicht mit sieben Bussen nach Schalke fahren, sondern wir werden versuchen ein offenes Spiel hinzubekommen."

KSC-Personal

Nach der bitteren Verletzung von Sebastian Jung wissen wir seit heute, dass auch Jerôme Gondorf vorerst nicht mehr zur Verfügung stehen wird. "Das sind zwei Qualitätsspieler, die uns da wegbrechen. Gerade bei Sebastian Jung ist die Geschichte eine Tragödie. Wir haben aber gute Jungs, die das auffangen werden." Ebenfalls zum Zuschauen sind weiterhin Leon Jensen und Paul Löhr gezwungen. "Jannis Rabold macht aber riesengroße Fortschritte. Da hoffe ich, er kann nächste Woche wieder richtig mitwirken." Auf eine Formation will sich Christian Eichner noch nicht festlegen: "Es kann ein 4:4:2 sein, es kann ein 4:3:3 sein. Eine Dreierkette schließe ich aus. Für wen wir uns am Ende entscheiden, ist egal. Alle Jungs werden alles geben!"

Angst und Bange ist unserem Cheftrainer aufgrund der Verletztenmisere in dieser Woche also nicht. "Es hat sich diese Woche wieder gezeigt, dass die ganze Gruppe eng zusammensteht. Wenn solche Rückschläge wie diese Woche kommen, zeigt sich, welcher Charakter in ihnen steckt. Die Mannschaft wird alles in die Waagschale werfen, um in unserer Welt ein gutes Spiel zu machen. Vor allem auch für die verletzten Jungs."

Die Lage in Liga 2

Nach sechs gespielten Partien stehen wir auf Rang 8 der Tabelle. Nur zwei Punkte trennen uns von Platz 2, den aktuell Paderborn inne hat. Allgemein ist die Liga erwartungsgemäß noch nah beisammen. Zwischen Rang zwei und Rang 14 (Hannover) liegen gerade einmal vier Punkte.

Gemeinsam mit uns eröffnet der 1. FC Nürnberg im Heimspiel gegen Hansa Rostock den 7. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga. Der Samstag steht dann dann ganz im Zeichen des Nordderbys. Um 20:30 empfängt Werder Bremen den Hamburger SV. Auch ein baden-württembergisches Duell steht auf dem Programm: Heidenheim gastiert in Sandhausen. Am Sonntag ist dann unter anderem Paderborn beim Tabellenletzten in Aue zu Gast, zudem empfängt Darmstadt 98 Dynamo Dresden.

Raúl, Stan & Elgert - drei S04-Legenden

Vorberichte

Zum ersten Mal seit dem 28.04.1984 treffen der Karlsruher SC und der FC Schalke 04 in der 2. Fußball-Bundesliga aufeinander. Damals endete die Partie des 34. Spieltags im Parkstadion mit einem 3:3-Unentschieden, wodurch der KSC als Meister in die Bundesliga aufstieg - auf Platz 2: S04. Seitdem hat sich bei beiden Clubs sehr viel getan. Bei "Gegner im Detail" schauen wir auf drei Schalker Personalien, die den Ruhrpott-Club davor und danach entscheidend prägten.

An Gott kommt keiner vorbei… 

…außer „Stan“ Libuda! Diese drei Wörter ergänzten Schalke-Fans einst auf Plakaten in Gelsenkirchen, die für eine religiöse Veranstaltung warben. Aber wer war dieser übermenschliche „Stan“? 

Fangen wir mal ganz vorne an: Libuda wuchs im Gelsenkirchener Arbeiterviertel Haverkamp auf und erlernte ab 1952 unweit von dort das Fußballspielen beim S04. Schon in jungen Jahren zeigte sich bei dem Rechtsfuß ein exzeptionelles Talent am runden Leder. Daher spielte Libuda auch regelmäßig in den Juniorenmannschaften des DFB, unter anderem an der Seite von KSC-Legende Horst Wild.  
„Stan“, der bürgerlich eigentlich Reinhard hieß, bekam seinen Spitznamen in Anlehnung an den ehemaligen englischen Dribbelkünstler Sir Stanley Matthews. Dieser stürmte zur Mitte des 20. Jahrhunderts für den FC Blackpool und Stoke City. Sein Markenzeichen war es im Eins-gegen-Eins mit dem Ball am Fuß rechts anzutäuschen und dann links vorbeizuziehen. Libuda beherrschte diesen Trick nicht nur aus dem Effeff – er perfektionierte ihn. Woche für Woche ließ der Rechtsaußen gestandene Bundesliga-Verteidiger dastehen wie Schuljungen, die ihren Bus verpasst haben.

In seinen ersten vier Profi-Jahren auf Schalke dribbelte sich der charakterlich als äußerst sensibel geltende Libuda in die Herzen der Fans, der sportliche Erfolg blieb allerdings aus. Nachdem die Königsblauen die Spielzeit 1964/65 sogar nur auf dem letzten Tabellenplatz beendeten, sah Libuda die Zeit gekommen sein Schuhwerk künftig andernorts zu schnüren. Da der Außenstürmer aber gleichzeitig nicht umziehen wollte blieben für ihn nicht viele Optionen übrig: Libuda wechselte zum schwarz-gelben Erzrivalen. Nach vier erfolgreichen Jahren beim BVB war das Heimweh zu seinem Herzensklub aber wohl zu groß, weswegen „der verlorene Sohn“ an die Glück-Auf-Kampfbahn zurückkehrte. In seiner zweiten Zeit bei den Königsblauen gelang es ihm als Kapitän die titellose Durststrecke der Schalke zu beenden, als er 1972 den S04 zum DFB-Pokalsieg führte. Einer der größten Erfolge seiner fußballerischen Laufbahn war jedoch dicht gefolgt von einem der düstersten Tiefpunkte. 

Aufgrund heftiger Verstrickungen in den Bundesliga-Skandal ein Jahr zuvor wurde Libuda zunächst lebenslang vom DFB gesperrt. Er und viele seiner Teamkollegen hatten im Vorhinein zum 28. Spieltag gegen die höchst abstiegsbedrohten Arminen aus Bielefeld Geld dafür angenommen, dass Schalke das Spiel verliert. Die Strafe wurde nachträglich zwar auf zwei Jahre gelindert, nichtsdestotrotz war das für Libuda der Anfang des Abstieges - sowohl sportlich als auch sozial. Nach seiner Sperre versuchte der 26-fache Nationalspieler noch einmal in der Bundesliga bei Schalke Fuß zu fassen, kam in drei Jahren aber nur auf 15 Einsätze.

Im Anschluss an seine Karriere kehrte Libuda in das Arbeiterviertel Haverkamp zurück und hielt sich mit Arbeiten in einer Papierveredelungsfirma, sowie einem kleinen Tabak-Laden über Wasser. Private Probleme und Krankheiten machten es dem Ruhrpott-Original schwer. Im Alter von gerade einmal 52 Jahren verstarb „Stan“ Libuda an einem Schlaganfall. Aufgrund seiner unglaublichen Fähigkeiten am Ball und seinen Verdiensten im königsblauen Dress, aber auch wegen seines tragischen Weges von unten nach oben und wieder zurück wird der Virtuose am runden Leder auf Schalke ewig in Erinnerung blieben. 

Auf Kohle geboren… 

…und mit Emscherwasser getauft. So beschreibt sich eine weitere Gelsenkirchener Legende. Lange bevor er diesen Status annahm, machte Norbert Elgert 1975 den Sprung in die Bundesliga - natürlich bei Schalke 04. Nach zwischenzeitlich drei Jahren bei Westfalia Herne kehrte Elgert 1978 ins Parkstadion zurück und erzielte in 84 Partien 18 Treffer. Das war allerdings noch lange nicht das Ende seiner königsblauen Geschichte. Denn nach seiner aktiven Karriere blieb Elgert dem Fußball treu und stieg direkt ins Trainergeschäft ein. An der Seitenlinie überzeugte der Trainer mit Mähne im Nachwuchs- und Amateurbereich, wodurch Rudi Assauer auf ihn aufmerksam wurde. Der damalige Schalke-Manager lotste Elgert zurück zum S04, wo er ihm das Traineramt der U19 anvertraute. Seitdem gewannen die Knappen dreimal die A-Jugendmeisterschaft und seit der Einführung der Junioren-Bundesliga 2003 siebenmal die westdeutsche Meisterschaft.

Elgert baute mit der Knappenschmiede eine der renommiertesten und erfolgreichsten Nachwuchsabteilungen Deutschlands auf. Dabei formte der Gelsenkirchener zahlreiche Talente, die den Königsblauen zeitweise gute Leistungen auf dem Feld, sowie volle Kassen durch Millionenerlöse einbrachten. Mike Hanke, Mesut Özil, Manuel Neuer, Julian Draxler, Leroy Sané oder Philipp Hofmann sind nur einige namhafte Akteure, die in Elgerts U19 spielten.

Der königliche Knappe 

Bei der Legende Raúl sprechen die Zahlen für sich: 324 Tore in 741 Spielen für Real Madrid, dreifacher Champions League-Sieger und fünfmal Spaniens Fußballer des Jahres. Nach 17 erfolgreichen Jahren bei den Königlichen verließ der Stürmer-Star die Stadt der königlichen Paläste und Plätze, um für zwei Jahre im Ruhrpott zwischen Hütten und Zechen zu kicken. Der Wechsel löste in der gesamten Bundesliga, allen voran natürlich in Gelsenkirchen eine riesengroße Euphorie aus. In seinem ersten Jahr zeigte der Spanier direkt seine internationale Klasse, indem er mit fünf Treffern entscheidenden Anteil an Schalkes Halbfinal-Lauf in der Königsklasse hatte. Erst gegen Manchester United war Schluss für die Ruhrpott-Kicker.

Auch im nationalen Pokal lief es für die Knappen ausgezeichnet. Nach Siegen gegen Aalen, den FSV Frankfurt, Augsburg und den Club aus Nürnberg trafen die Königsblauen im Halbfinale des DFB-Pokals auf den FC Bayern München. Die Rollen waren im Duell mit dem amtierenden Meister klar verteilt. Nichtsdestotrotz verschwendete Schalke keine Zeit, um vor das Tor der Bayern zu kommen. In der 15. Minute erarbeiteten sich die Königsblauen einen Eckstoß von der rechten Seite. Der bullige Flügelspieler Jefferson Farfan schnappte sich die Kugel und wuchtete das Leder ins Strafraumzentrum. Dort stieg Benedikt Höwedes am höchsten und leitete per Kopf an den langen Pfosten weiter. In der Zwischenzeit entwischte „El Señor“ seinem Bewacher Anatolij Tymoshchuk und köpfte geschickt an Torwart Kraft vorbei ins Tor – 1:0 S04. Da im restlichen Verlauf der Partie keine weiteren Treffer erzielt wurden, bedeutete Rauls Kopfball ins Glück den Finaleinzug für seine Schalker. Im Berliner Olympiastadion demontierte der S04 dann den zweitklassigen MSV Duisburg mit 5:0. Der erste große Titel seit neun Jahren war perfekt!

In derselben Spielzeit landete man in der Bundesliga-Abschlusstabelle zwar nur auf Platz 14, dafür schaffte man in der Folgesaison als Dritter den Sprung zurück in die Champions League. Nach den beiden Saisons im Ruhrpott zog der Fan-Liebling weiter nach Katar, wurde davor aber noch mit einem Abschiedsspiel in der ausverkauften Veltins-Arena gehuldigt. In seinen insgesamt 98 Pflichtspielen im königsblauen Trikot erzielte Raúl 40 Tore. Aufgrund dieser beeindruckenden Quote, aber auch wegen seiner sympathischen und leidenschaftlichen Art wurde der inzwischen 44-jährige in die Ehrenkabine – eine Ruhmeshalle verdienter Schalker – aufgenommen. 

Marvin Wanitzek: "Wir geben nie auf!"

Spielberichte

Nach der 1:3-Niederlage gegen den FC St. Pauli geben uns Marvin Wanitzek und Tim Breithaupt ihre Stimmen zum Spiel.

Marvin Wanitzek
Heute müssen wir uns alle an die eigene Nase fassen. Die ersten beiden Tore waren zwei geschenkte und dann wird es natürlich schwierig, gegen so eine qualitativ gute Mannschaft zurückzukommen. Aber wir geben nie auf. Wir haben es versucht, haben umgestellt und noch einen zweiten Stürmer gebracht.

Dann steht natürlich auch noch beim Gegner ein guter Torwart im Tor, da hat dann einfach das Quäntchen Glück auf unserer Seite gefehlt. Deswegen geht die Niederlage so auch verdient in Ordnung.

Es waren viele 50/50-Entscheidungen, die heute einfach Pro St. Pauli gefallen sind, worüber wir uns natürlich geärgert haben. Auf der anderen Seite gab es Kleinigkeiten, die nicht für uns gepfiffen wurden und so wurde es einfach hitzig. Es wurden viele gelbe Karten verteilt, das war am Ende vielleicht etwas unnötig. Aber wir brauchen die Schuld nicht beim Schiri suchen, sondern uns an die eigene Nase fassen. Wir müssen das jetzt aufarbeiten und dann geht es nächste Woche in Regensburg weiter.

Die Statistik interessiert uns überhaupt nicht und sie ist auch gar kein Thema bei uns in der Mannschaft. Vor zwei Wochen hatten wir das Spiel auf unserer Seite, kriegen dann durch zwei Unachtsamkeiten zwei Tore innerhalb von zwei Minuten, kommen dann wiederum zurück und haben die Chance auf’s 3:2. Aber heute haben wir einfach verdient verloren und das hat dann auch nichts mit Heim oder Auswärts zu tun. Wir werden jetzt die Szenen anschauen, es besser machen und in Regensburg wieder auf Sieg spielen.

Tim Breithaupt
Wir sind heute leider der verdiente Verlierer. Wir sind super ins Spiel reingekommen, was wir uns auch vorgenommen hatten, und dann direkt umgesetzt. Dann bekommen wir ein unglückliches 1:0 und kurz vor der Pause den unglücklichen Elfmeter – so geht das Spiel dann auch unglücklich zu Ende.

Ich muss leider sagen, es war für mich ein Elfmeter. Er kreuzt ein bisschen meinen Laufweg und ich kann mich ja schlecht in Luft auflösen. Dann laufe ich ihm etwas unglücklich in die Hacken und damit war es leider ein Elfmeter.

Ich glaube, wir haben in der Vergangenheit schon oft genug gezeigt, dass wir Spiele gewinnen können, wir haben eine super Mentalität, die wir Spiel für Spiel auf den Platz bringen, aber heute hat es einfach nicht sein sollen. Wir versuchen nächste Woche in Regensburg wieder die drei Punkte einzufahren und mit nach Karlsruhe zu bringen.

Mehr Stimmen von Robin Bormuth und Fabian Schleusener sowie die Video-Highlights bekommt ihr in unserem Highlight-Clip auf KSC DREI60!

Hofmann: "Das war ein ganz besonderes Spiel für mich!"

Spielberichte

Umso schöner, wenn es dann so ausgeht, oder Hofi?! Unser Stürmer schätzt unseren Auswärtssieg beim FC Schalke 04 für euch ein.

Philipp Hofmann

Zum Spiel:
"Nach den personellen Rückschlägen diese Woche war das sehr wichtig. Meine ganze Familie war heute da. Das war ein ganz besonderes Spiel für mich, zurück in der alten Heimat. Dass wir es dann auch noch gewinnen, ist natürlich umso schöner. Jetzt haben wir erstmal zwei Tage frei und dann geht es am Montag weiter."

Wie unser heutiger Kapitän und Traum- und Siegtorschütze Marvin Wanitzek das heutige Spiel einschätzt, erfahrt ihr zeitnah in unserem Highlight-Clip auf KSC DREI60!

Später Treffer ins Glück: KSC holt Auswärtssieg auf Schalke

Spielberichte

"Oh, wie ist das schön" schallt es nach 90 Minuten aus dem Gästeblock der Veltins-Arena. Dank einer tollen Mannschaftsleistung und einem frühen wie einem späten Treffer holt sich der KSC den Auswärtssieg auf Schalke.

Christian Eichners Taktik

Im gewohnten 4-1-4-1-System musste Cheftrainer Christian Eichner am 7. Spieltag umbauen: Marco Thiede ersetzte positionsgetreu Sebastian Jung (Kreuzbandriss), für Kapitän Jerôme Gondorf (Muskelfaserriss) rückte Fabio Kaufmann in die Startelf. Kyoung-Rok Choi begann deshalb diesmal wieder zentral, Kaufmann auf der rechten Außenbahn. Bis auf die zwei verletzungsbedingten Wechsel ging in der Veltins-Arena aber dieselbe Elf an den Start, wie in der Vorwoche beim 2:2-Unentschieden gegen Holstein Kiel im heimischen BBBank Wildpark.

Das Spiel in der Zusammenfassung

1. Minute: Tor für den KSC! Besser hätte es nicht laufen können: Kaufmann holt nach wenigen Sekunden die erste Ecke für die Blau-Weißen – heute in Gelb-Rot – heraus. Der Standard von Heise kommt zu Kyoung-Rok Choi, gegen bei dessen Volley-Schuss S04-Torhüter Ralf Fährmann nicht entscheidend eingreifen kann. Die frühe Führung vor knapp 25.000 Zuschauern auf Schalke!

8. Minute: Aufregung am KSC-Strafraum: Gersbeck packt die Kugel an der Strafraumkante, die Schalker wollen dabei ein Handspiel außerhalb der erlaubten Grenze gesehen haben. Die Pfeife von Schiedsrichter Christof Günsch bleibt aber stumm.

9. Minute: Gute Gelegenheit für Hofmann, der aus spitzem Winkel abzieht, dabei aber im Abseits steht. Hier ist einiges los, der KSC macht seine Sache sehr gut, Schalke bis dato ohne Torgelegenheit.

15. Minute: Tor für Schalke 04. Mit der ersten richtigen Gelegenheit schlagen die Knappen zu und markieren den Ausgleich. Heise verliert das Leder gegen Churlinov, Kobald kann nicht entscheidend dazwischen gehen. Der Ball landet bei Terodde, der Top-Torschütze der Liga schiebt zum 1:1 ein.

18. Minute: Es geht hin und her hier in der Veltins-Arena, auch das Publikum ist entsprechend emotional mit dabei. 1.250 KSC-Fans haben die Reise in den Ruhrpott angetreten, unter den aktuellen Corona-Bedingungen ist der Gästeblock damit ausverkauft.

25. Minute: Marvin Wanitzek sieht die erste Gelbe Karte der Partie für eine Grätsche im Mittelfeld, bei der auch Zalazar etwas trifft.

28. Minute: Die erste Verwarnung für die Knappen. Churlinov bekommt die Verwarnung für ein Foul an. Der fällige Freistoß bringt nichts ein.

32. Minute: Robin Bormuth, der nach seinem Jochbeinbruch mit Maske spielt, bekommt im Luftzweikampf eine von Terodde mit und hat sich dabei erneut wehgetan. Er wird am Spielfeldrand behandelt. Daniel Gordon macht sich warm, Bormuth kann aber zurückkommen.

35. Minute: Gersbeck ist nach einem Abschlag etwas weit vor seinem Gehäuse, Terodde will ihn aus einiger Distanz überlisten, aber da macht der KSC-Schlussmann nicht mit und packt sicher zu.

38. Minute: Kabinettstückchen von Hofmann, der nach einer Ecke mit der Hacke ans Leder kommt. Fährmann kann aber noch parieren. Der KSC ist wieder angriffslustiger, der Druck von Schalke weniger geworden.

45. Minute: Nach zwei Minuten Nachspielzeit ist Pause. Der KSC macht seine Sache beim Bundesligaabsteiger Schalke 04 sehr gut, ist aktiv und bissig. Das Unentschieden ist gerecht.

46. Minute: Ohne Wechsel geht es in den zweiten Durchgang.

48. Minute: Pállson kommt an der Strafraumkante nach Ablage von Churlinov zum verdeckten Schuss, welcher aber geblockt werden kann. Schalke kommt aktiver aus der Kabine, der KSC muss sich auf’s Verteidigen konzentrieren.

50. Minute: Der Ball zappelt im Karlsruher Netz, Kaminski köpft freistehend ein. Auf Schalke läuft die Tormusik, aber der Videoassistent greift ein. Eine Abseitsstellung wird überprüft und bestätigt, der Treffer zählt nicht, weil Kaminski beim Zuspiel von von Ouwejan im Abseits stand.

64. Minute: Der KSC wird zwar wieder aktiver, aber Schalke hat die nächste Gelegenheit: Bülter zielt aber von der Strafraumkante ein gutes Stück drüber.

68. Minute: Die Partie hat sich etwas beruhigt, es wird mehr gelauert und taktiert.

71. Minute: Breithaupt macht das Spiel schnell, an der Strafraumkante nimmt Wanitzek das Leder gut mit und legt auf Kaufmann ab. Der verzieht aber links am Pfosten vorbei.

72. Minute: Christian Eichner wechselt zum ersten Mal und das doppelt: Fabian Schleusener und Lucas Cueto bringen für Lorenz und Kaufmann neues Tempo in die Partie. Bei Schalke kommen unterdessen Pieringer und Aydin für Drexler und Churlinov.

73. Minute: Rote Karte für Schalkes Kapitän Pállson! Wanitzek läuft dem Schalker weg, der sich dann nur mit einer Grätsche von hinten helfen kann. Die Gastgeber bearbeiten Schiedsrichter Günsch, aber die Entscheidung ist getroffen. Der KSC spielt in Überzahl.

77. Minute: Einen langen Ball in den Lauf von Schleusener kann Fährmann gerade noch zu vor dem flinken Karlsruher Angreifer wegköpfen.

88. Minute: Toooor für den KSC! Marvin Wanitzek hat Platz, macht einige Meter und zieht dann einfach aus 25 Metern ab. Der Ball knallt zur späten Führung ins Tor. Was ein Treffer! Die Führung hatte sich nicht unbedingt angedeutet, ist aber für bedingungslos kämpfende Karlsruher durchaus verdient.

90. Minute:  Fünf Minuten Nachspielzeit.

95. Minute: Schlusspfiff! Die Karlsruher bringen mit dem eingewechselten Gordon die Führung über die Zeit. Jetzt kennen die Emotionen keine Grenzen! Der KSC holt sich tatsächlich mit einer Willensleistung den Auswärtssieg beim FC Schalke 04!

Fazit & Ausblick

Der KSC holt sich den Auswärtsdreier beim Bundesligaabsteiger FC Schalke 04! In einem engen, teils hitzigen Spiel sind die Karlsruher den Schalkern über lange Zeit ebenbürtig, spielen gut mit und kämpfen bedingungslos. In Überzahl besorgte Marvin Wanitzek mit einem Traumtor den späten Siegtreffer. Am kommenden Samstag (13.30 Uhr) ist der FC St. Pauli im BBBank Wildpark zu Gast.

Zahl des Spiels:

1.250! Endlich wieder Auswärtsfahren und dann in ein hübsches Stadion wie die Veltins-Arena. Die 1.250 mitgereisten Karlsruher Fans im ausverkauften Gästeblock unterstützten ihre Elf aus vollen Kehlen und kämpften lautstark gegen die restlichen 23.750 S04-Fans an.

Übersicht

Schalke 04: Fährmann – Thiaw, Itakura, Kaminiski – Churlinov (72. Aydin), Palsson, Ouwejan, Zalazar (76. Flick), Drexler (72. Pieringer) - Terodde, Bülter.

KSC: Gersbeck - Heise, Kobald, Bormuth, Thiede – Breithaupt – Lorenz (72. Cueto), Choi (90. Gordon), Wanitzek, Kaufmann (72. Schleusener) - Hofmann.

Schiedsrichter: Christof Günsch
Gelbe Karten: Churlinov, Kaminski - Wanitzek
Rote Karte: Pállson
Tore: 0:1 Choi (1.), 1:1 Terodde (15.), 1:2 Wanitzek (88.).
Endergebnis: 1:2
Stadion: Veltins-Arena
Zuschauer: 25.000

7. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
1:2 17.09.2021 18:30h
:
1:0 17.09.2021 18:30h
:
0:2 18.09.2021 20:30h
:
0:3 18.09.2021 13:30h
:
1:1 18.09.2021 13:30h
:
1:3 18.09.2021 13:30h
:
1:0 19.09.2021 13:30h
:
4:1 19.09.2021 13:30h
:
1:4 19.09.2021 13:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
SC Paderborn 07
7 4 2 1 16:6 10 14
2.
Jahn Regensburg
7 4 2 1 15:6 9 14
3.
FC St. Pauli
7 4 1 2 13:7 6 13
4.
1. FC Nürnberg
7 3 4 0 9:5 4 13
5.
Karlsruher SC
7 3 3 1 11:6 5 12
6.
Hamburger SV
7 3 3 1 12:8 4 12
7.
1. FC Heidenheim
7 3 3 1 8:5 3 12
8.
Werder Bremen
7 3 2 2 11:9 2 11
9.
SV Darmstadt 98
7 3 1 3 14:10 4 10
10.
Dynamo Dresden
7 3 1 3 10:8 2 10
11.
FC Schalke 04
7 3 1 3 11:11 0 10
12.
Hannover 96
7 3 1 3 6:10 -4 10
13.
Fortuna Düsseldorf
7 2 2 3 9:11 -2 8
14.
Hansa Rostock
7 2 1 4 8:12 -4 7
15.
Holstein Kiel
7 1 2 4 7:16 -9 5
16.
SV Sandhausen
7 1 1 5 5:13 -8 4
17.
FC Ingolstadt 04
7 1 1 5 5:18 -13 4
18.
Erzgebirge Aue
7 0 3 4 3:12 -9 3
FC Schalke 04
TOR Fährmann
DEF Thiaw
DEF Itakura
DEF M. Kaminski
MIT Churlinov
MIT Palsson
MIT Ouwejan
MIT Zalazar
MIT Drexler
ANG Terodde
ANG Bülter
Auswechselbank
TOR Mi. Langer
Matriciani
Wouters
Calhanoglu
Mikhailov
Ranftl
Eingewechselt
Aydin
Pieringer
Flick
Karlsruher SC
TOR Gersbeck
DEF Thiede
DEF Bormuth
DEF Kobald
DEF Heise
MIT Breithaupt
MIT Kaufmann
MIT Choi
MIT Wanitzek
MIT M. Lorenz
ANG P. Hofmann
Auswechselbank
TOR Kuster
Irorere
Jakob
Batmaz
Kother
Eingewechselt
Cueto
Schleusener
Gordon

Match
Center
- : -