33. Spieltag
Karlsruher SC
2:2
Dynamo Dresden
( 0:1 )
Zuschauerzahl: 18649
Schiedsrichter: Dr. Braun (Wuppertal)
Austragungsort: BBBank Wildpark
Spielplan

Offensivprobleme auch unter neuem Trainer

Vorberichte

Nach dem eher ernüchternden Freitagabendspiel in Hannover geht es für den KSC nun im letzten Heimspiel der Saison am Sonntagmittag gegen Dresden. Auch wenn unsere Jungs den Klassenerhalt schon geschafft haben und der Tabellenplatz der Dresdner ebenfalls schon feststeht, erwartet uns eine spannende Partie. Was dafür spricht und alles andere über Dynamo Dresden erfahrt ihr bei dieser Ausgabe von „Gegner im Detail“.

Trainerwechsel ohne großen Ertrag 

Am 1. März entließen die Dresdner Trainer Alexander Schmidt, welcher die Dynamo im Jahr zuvor zurück in die 2. Fußball-Bundesliga führen konnte. Auch seine  ligaübergreifende Bilanz sieht auf den ersten Blick ordentlich aus, denn unter ihm konnten die Dresdner 14 Siege, sowie 14 Niederlagen und 6 Unentschieden verbuchen. Somit holte man unter Schmidt durchschnittlich 1,41 Punkte. Allerdings konnte in den letzten sieben Spielen unter Schmidt kein Sieg mehr verbucht werden. Deshalb entschieden sich die Dresdner Offiziellen gegen Alexander Schmidt und für Guerino Capretti, welcher Dynamo nach dem 24. Spieltag auf Tabellenplatz 14 übernahm. Seitdem läuft es in Dresden allerdings nicht besser, da in den ersten acht Spielen unter Capretti ebenfalls noch kein Sieg verbucht werden konnte. Somit sind die Sachsen im Jahr 2022 noch sieglos und stehen schon zwei Spieltage vor Saisonende sicher in der Relegation. 

Mission: Stabilisierung der Offensive

Um dem freien Fall entgegenzukommen, kamen mit dem neuen Trainer auch einige taktische Umstellungen mit sich. Während man unter Schmidt meist noch im 4-4-2 mit enger Raute agierte, ließ Capretti anfangs noch viel im 4-3-3 spielen. In den letzten beiden Spielen traten die Dresdner allerdings jeweils in verschiedenen Versionen des 5-3-2 an. Der ehemalige Verl-Coach opfert somit einen Offensivspieler, um hinten kompakter zu stehen. Denn unter Leitung des neuen Trainers konnte Dynamo bislang nur einmal zu null spielen und kassierte in der Hälfte der Spiele mehr als ein Gegentor. Zum Vergleich: Bei Schmidts Entlassung stellten die Sachsen die drittbeste Defensive der Liga.

Dieses Einbüßen in der Defensive, ist das Ergebnis von Caprettis Versuch offensiver spielen zu lassen. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass zum Zeitpunkt seiner Übernahme, Dynamo die zweitwenigsten Tore der Liga und nur ein Tor mehr als Tabellenschlusslicht Ingolstadt erzielt hatte. Allerdings verbesserte sich die Offensive nur minimal durch die Umstellung. Denn während man unter Schmidt 0,96 Tore pro Spiel erzielte, konnte man diesen Wert unter Capretti nur auf ein Tor pro Spiel steigern.

Trotzdem gilt: Achtung, KSC!

Auch wenn sich das alles sehr vielversprechend anhört, heißt es für unsere Jungs trotzdem: Aufpassen! Schließlich war einer der letzten beiden Siege Dynamos, ein deutlicher 3:1- Erfolg im Hinspiel gegen unseren KSC. Zudem kommt, dass von den acht Spielen unter Capretti nur drei letztlich auch verloren wurden und zwei von diesen Niederlagen gegen Schalke und Bremen kamen, welche sich noch voll im Aufstiegsrennen befinden. Außerdem verlor man unter Capretti, in einer Phase, in der man gegen vier Mannschaften aus der jetzigen Top 6 spielte, nicht ein Spiel mit mehr als einem Tor Abstand. Das zeigt: Die Dynamo kann mit jeder Mannschaft dieser Liga mithalten. Ebenso darf man die individuelle Klasse der Dresdner nicht unterschätzen. Denn mit Christoph Daferner haben sie einen Torjäger in den Reihen, welcher mit seinen 13 Toren, knapp 42 % der Dresdner Tore erzielte.

Dazu kommen Talente wie Ex-Bayern-Spieler Oliver Batista Meier und Ransford-Yeboah Königsdörffer, welcher auch durch seine acht gesammelten Scorerpunkte, mit gerade einmal 20 Jahren, schon einen Stammplatz erkämpfen konnte. Dieses Trio ist vorne immer für einen genialen Moment gut und da die Defensive trotz allem noch die fünftwenigsten Gegentore der Liga kassiert hat, gilt für unsere Jungs: hellwach sein und alles reinhauen, um das letzte Heimspiel erfolgreich zu gestalten und die drei Punkte im BBBank Wildpark zu lassen.

 

Eichner: „Ich hoffe, dass wir die Hütte vollkriegen am Sonntag!“

Vorberichte

Es verbleiben 90 Heimspiel-Minuten in der Saison 2021/22! Zu Gast ist die SG Dynamo Dresden. Mindestens 18.000 Besucher*innen erwarten wir im BBBank Wildpark und blicken gemeinsam mit Christian Eichner auf die Partie gegen den sicheren Relegations-Teilnehmer voraus.

Die kommende Partie

„Wir wollen uns vom eigenen Publikum positiv verabschieden“, das ist das Motto von Christian Eichner für den Sonntagmittag. Knapp 18.000 Tickets sind bisher verkauft, unser Cheftrainer erhofft sich sogar noch ein paar mehr. „Ich hoffe, dass wir die Hütte vollkriegen am Sonntag. Trotz aller Parallelveranstaltungen an diesem Wochenende in Karlsruhe. Da haben einige Jungs ihr letztes Heimspiel, die gebührend verabschiedet werden müssen!“

Und nicht nur die Abschiede versprechen Unterhaltung, auch die Partie verspricht eine gewisse Intensität. Auch wenn die Dresdner schon sicher auf Platz 16 landen, „werden sie sich sehr gut vorbereiten und vielleicht noch einige Dinge straffen oder festzuzurren, um sie für die Relegation zu festigen.“ Doch wie immer will sich unser Chef an der Seitenlinie auf sich selbst konzentrieren. „Wir tun gut daran, dass wir aus diesem sehr anständigen Jahr einen vernünftigen Abschluss hinbekommen. Der Fokus ist klar: Wir wollen die Punkte hierbehalten!“

KSC-Personal

Auf einen Wirbelwind auf der Außenbahn müssen wir leider verzichten. „Benni Goller ist krank und ist auf jeden Fall nicht dabei. Genauso ist es bei Daniel O‘Shaughnessy, der bei hohen Intensitäten noch leichten Schwindel hat. Ansonsten kommt Philipp Hofmann nach seiner Gelbsperre zurück in den Kader.“ Wir schmeißen die Rotationsmaschine also an!

Die Lage in Liga 2

Im Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga ist alles klar. Ingolstadt und Aue müssen den Gang in die 3. Liga antreten, unsere Gegner aus Dresden müssen in der Relegation „nachsitzen.“ Doch oben ist noch gar nichts entschieden! Heute Abend kann Darmstadt (2., 57 Punkte) in Düsseldorf vorlegen. Hamburg (4., 54 Zähler) kann gegen am Samstag gegen Hannover nachlegen, außerdem steigt das Samstagabendspiel zwischen Schalke (1., 59 Punkte) und St. Pauli (5., 54 Zähler). Zeitgleich mit unserer Partie ist Werder Bremen (3., 57 Punkte) bei Absteiger Aue zu Gast.

Unentschieden gegen Dresden: Später Ausgleich im letzten Heimspiel

Spielberichte

Mit der letzten Aktion des Spiels schafft Dresden noch den Ausgleich und verhindert so den perfekten Ausgang im letzten Heimspiel unserer Jungs. 

Christian Eichners Taktik: 

Im Vergleich zum letzten Spiel gegen Hannover 96 gab es nur eine Änderung. Top-Torjäger Philipp Hofmann rückte nach abgesessener Gelbsperre für Goller wieder in die Startelf. Systemtechnisch blieb es ein 4-3-3, allerdings bekleidete Hofmann wie gewohnt die Position im Sturmzentrum. Fabian Schleusener und Kyoung-Rok Choi spielten dafür etwas zurückgezogen auf dem rechten bzw. linken Flügel. 

Das Spiel in der Zusammenfassung: 

 Heeger verhindert zweimal den Rückstand 

Zunächst wurden vor dem Anpfiff die Spieler geehrt, die den KSC zum Saisonende verlassen. Namentlich waren dies Marc Lorenz, Markus Kuster, Niklas Heeger, Paul Löhr, Robin Bormuth, Ricardo van Rhijn und Philipp Hoffmann. Das Spiel begann forsch, so durfte sich bereits in der 2. Minute Niklas Heeger auszeichnen. Ransford-Yeboah Königsdörffer wurde mit einem langen Pass aus dem Mittelfeld angespielt, legte den Ball quer in die Mitte zu Patrick Weihrauch und dieser prüfte den Karlsruher Schlussmann gefährlich. Insgesamt hatte Dresden in der Anfangsphase mehr vom Spiel und so musste Heeger zehn Minuten später erneut retten. Nachdem ein Freistoß aus halbrechter Position von Weihrauch von der Karlsruher Abwehr nicht richtig geklärt werden konnte, zwang Christoph Daferner den Torwart des KSC mit seinem Nachschuss zu einer weiteren starken Parade (12.).  

Dresden geht in Führung, Kobald muss mit Verletzung raus 

Folgerichtig ging Dynamo dann auch in Führung. Königsdörffer wurde im Strafraum nicht richtig angegriffen und bediente Weihrauch, der im Fallen ins linke obere Toreck vollendete (26.). Praktisch im Anschluss hatte Dresden die Chance auf das 2:0, aber Daniel Gordon konnte den Schuss von Königsdörffer auf der Linie klären (27.). Beim Abwehrversuch knickte Christoph Kobald unglücklich um und musste kurz darauf ausgewechselt werden (30.). Für ihn kam Robin Bormuth in die Partie. Die erste richtige Chance der Hausherren hatte in der 33. Minute Kyoung-Rok Choi, der mit seinem Abschluss aber an Kevin Broll scheiterte. Und nachdem zunächst Jannis Rabold einen Schuss von Daferner in letzter Sekunde blocken konnte (39.), vergab Hofmann nach einer schönen Flanke von Fabian Schleusener per Kopf die größte Möglichkeit zum Ausgleich (41.). So nahmen die Gäste die Führung mit in die Pause.      

Leistungssteigerung des KSC nach der Halbzeit 

Der KSC kam deutlich schwungvoller aus der Kabine. Zunächst prüfte der für Philip Heise eingewechselte Kilian Jakob den Dresdner Schlussmann Broll mit einem Abschluss (47.), kurz darauf konnte wiederum Broll dem schussbereiten Schleusener den Ball wegschnappen (49.). Doch die erste gefährliche Chance nach der Pause hatten die Sachsen. Guram Giorbelidze visierte nach einer schönen Weiterleitung von Weihrauch das linke Toreck an und traf das Außennetz (51.). Im Vergleich zum ersten Durchgang spielte der KSC aber weiter nach vorne und belohnte sich mit dem Ausgleich. Nach einer Ecke von Marvin Wanitzek konnte Dresden zunächst klären, aber unser Kapitän Jerôme bekam den Abpraller auf den rechten Fuß und vollendete volley ins linke untere Eck (65.).  

Akoto verhindert Hofmanns perfekten Heimabschied 

Und die Blau-Weißen hatten jetzt Oberwasser. Zunächst traf Schleusener nach einer starken Vorarbeit von Hofmann die Querlatte (70.), vier Minuten später war das Spiel gedreht. Wanitzek zirkelte einen Freistoß von rechts butterweich in den Strafraum, wo Hofmann per Kopf zielgenau ins linke obere Eck abschloss (74.). Von den Dresdnern kamen kaum noch offensive Aktionen, stattdessen hatten die Hausherren noch die Chance auf das 3:1, aber Chois Schuss stellte keine Probleme für Broll dar (81.). Als es dann nach einer hitzigen Schlussphase mit mehreren Gelben Karten nach dem sicheren Heimsieg aussah, gelang Dynamo in der Nachspielzeit doch der Ausgleich. Der eingewechselte Panagiotis Vlachodimos brachte den Ball von links auf Weihrauch, dieser legte auf den viel zu freien Michael Akoto ab und der Mittelfeldakteur versenkte den Ball im langen Eck (90.+4).  

Fazit und Ausblick: 

Am Ende steht für den KSC im letzten Heimspiel der Saison ein Unentschieden zu Buche. Nach einer schwachen ersten Halbzeit mit Rückstand, steigerte sich die Mannschaft und drehte das Spiel. Mit der buchstäblichen letzten Aktion entführten dann die Dresdner aber schließlich doch noch einen Punkt aus dem BBBank Wildpark. Wir senden die besten Genesungswünsche an Christoph Kobald. Nächste Woche geht es dann zum finalen Saisonspiel auf die Ostalb zum 1. FC Heidenheim (Sonntag, 15. Mai 2022 13:30 Uhr).  

Die Übersicht: 

Karlsruher SC: 
Heeger – Rabold, Gordon, Kobald (30. Bormuth), Heise (46. Jakob) – Breithaupt, Gondorf, Wanitzek – Schleusener (71. Lorenz), Hofmann, Choi (85. Kaufmann) 
Bank: Kuster (Tor), Irorere, van Rhijn, Rossmann, Batmaz 

SG Dynamo Dresden: 
Broll – Sollbauer (89. Stark), Knipping, C. Löwe – Diawusie (89. Becker), Giorbelidze, Akoto, Will (78. Kade), Weihrauch – Daferner (78. Drchal), Königsdörffer (89. Vlachodimos) 
Bank: Mitryushkin (Tor), Borrello, J. Löwe, Batista Meier 

Tore: 0:1 Weihrauch (26.), 1:1 Gondorf (65.), 2:1 Hofmann (74.), 2:2 Akoto (90.+4) 
Gelbe Karten: Wanitzek (88.), Gordon (88.) - Diawusie (60.), Weihrauch (69.), Broll (71.), Knipping (88.), Königsdörffer (88.) 
Ort: BBBank Wildpark Karlsruhe 
Zuschauer: 18.649 Zuschauer 
Schiedsrichter: Dr. Robin Braun (Wuppertal) 

33. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
2:1 06.05.2022 18:30h
:
2:0 06.05.2022 18:30h
:
3:2 07.05.2022 20:30h
:
2:1 07.05.2022 13:30h
:
0:2 07.05.2022 13:30h
:
0:0 07.05.2022 13:30h
:
3:0 08.05.2022 13:30h
:
2:2 08.05.2022 13:30h
:
0:3 08.05.2022 13:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
FC Schalke 04
33 19 5 9 70:43 27 62
2.
Werder Bremen
33 17 9 7 63:43 20 60
3.
Hamburger SV
33 15 12 6 64:33 31 57
4.
SV Darmstadt 98
33 17 6 10 68:46 22 57
5.
FC St. Pauli
33 15 9 9 59:46 13 54
6.
SC Paderborn 07
33 13 12 8 56:41 15 51
7.
1. FC Nürnberg
33 14 9 10 48:47 1 51
8.
1. FC Heidenheim
33 14 7 12 41:45 -4 49
9.
Holstein Kiel
33 12 9 12 45:51 -6 45
10.
Fortuna Düsseldorf
33 11 11 11 45:40 5 44
11.
Karlsruher SC
33 9 14 10 54:53 1 41
12.
Hansa Rostock
33 10 11 12 39:49 -10 41
13.
Jahn Regensburg
33 10 10 13 50:49 1 40
14.
Hannover 96
33 10 9 14 32:47 -15 39
15.
SV Sandhausen
33 9 11 13 39:53 -14 38
16.
Dynamo Dresden
33 7 11 15 33:45 -12 32
17.
Erzgebirge Aue
33 5 8 20 31:72 -41 23
18.
FC Ingolstadt 04
33 4 9 20 28:62 -34 21
Karlsruher SC
TOR Heeger
DEF Rabold
DEF Gordon
DEF Kobald
DEF Heise
MIT Gondorf
MIT Breithaupt
MIT Wanitzek
ANG Choi
ANG P. Hofmann
ANG Schleusener
Auswechselbank
TOR Kuster
Irorere
van Rhijn
Rossmann
Batmaz
Eingewechselt
Bormuth
Jakob
M. Lorenz
Kaufmann
Dynamo Dresden
TOR K. Broll
DEF Sollbauer
DEF Knipping
DEF C. Löwe
MIT Diawusie
MIT Giorbelidze
MIT Akoto
MIT Will
MIT Weihrauch
ANG Daferner
ANG Königsdörffer
Auswechselbank
TOR Mitryushkin
Borrello
J. Löwe
Batista Meier
Eingewechselt
Drchal
Kade
Y. Stark
R. Becker
Vlachodimos

Match
Center
2:0