Bereichsvorstellung

Pädagogik: Zwischen Profi und Schule

aKAdemie

Die Nachwuchsspieler am NLZ haben einen Traum: Fußballprofi werden. Doch wie lässt sich dieser Traum mit der Schule vereinbaren? Der Leistungsdruck auf und neben dem Platz ist groß. Wie der Bereich Pädagogik den jungen Spielern hilft, Fußball und Schule gemeinsam zu meistern.

Jörg Faustmann in seinem Büro
Louey Ben Farhat im Kindergarten

Jörg Faustmann ist seit mittlerweile zehn Jahren der Pädagogische Leiter des NLZ und verfolgt dabei vor allem eins: „Mein Ziel ist es, dass die Jugendspieler es schaffen, Schule und Leistungssport in Einklang zu bringen.“ Neben seiner Tätigkeit beim KSC ist er Lehrer am Otto-Hahn-Gymnasium für Sport und Mathematik. „Durch meine halbe Stelle an der Schule kann ich auch Verständnis für die Sicht der Schule aufbringen und kann vor Ort helfen, wenn es Probleme gibt.“

Wo geht der Weg hin

Von Nachhilfe bis Schulwechsel: Unter Faustmann läuft alles, was die schulische Entwicklung der jungen Spieler abseits des Sports betrifft. „Ich möchte, dass jeder Spieler den für sich passenden Schulabschluss hinbekommt“, das ist dem 54-jährigen besonders wichtig. „Der ist für jeden Spieler unterschiedlich. Es muss für sie möglich sein, Leistungssport und Schule unterzubekommen“. Er unterstützt ihre sogenannte „Duale Karriere“.

Wir haben Jörg Faustmann bei der Nachhilfe eines jungen Talents aus der U19 begleitet. Er hilft Rafael Pinto Pedrosa dabei, seinen Traum als Spieler in der Profimannschaft zu verfolgen und dabei trotzdem den Anschluss in der Schule nicht zu verlieren.

Die Zukunft der jungen Talente behält Faustmann immer im Blick. „Die wenigsten werden Profis, deswegen ist es wichtig, die Schule nicht zu vernachlässigen“. Den Eltern bietet er Laufbahnberatung an und hilft den Spielern auch nach der Beendigung ihrer Schulzeit. Dazu gehören Entscheidungen zu einer Ausbildung, zu einem Praktikum oder zu einem FSJ nach dem Schulabschluss. Alles vor dem Hintergrund der Persönlichkeitsentwicklung.

Ein FSJ absolvierte auch Louey Ben Farhat an der Kita Sterngucker. Als Geste der guten Zusammenarbeit begleiteten wir ihn bei der Trikotübergabe an den Kindergarten.

Bitte akzeptieren Sie Marketing-Cookies um diesen Inhalt ansehen zu können.

Philip Kühn bei der Sportschule Schöneck

Mehr als nur Schule

Auch abseits des Trainingsplatzes sollen sich die Spieler weiterentwickeln. Zu seinen Aufgabengebieten gehört daher auch die Organisation von sozialen Projekten, die die Mannschaften regelmäßig absolvieren. Unterstützt wird er dabei von Christoph Höchsmann. In der Sommerpause ging es für die Jugendteams unter anderem zur JVA Bruchsal oder verschiedenen sozialen Hilfseinrichtungen in der Region.

Daneben gehört auch das Internat auf der Sportschule Schöneck zu Faustmanns Bereich. Vor Ort arbeiten Philip Kühn und Niklas Bühler, die den Pädagogischen Leiter bei der Betreuung der Spieler unterstützen.

Das Internat beherbergt einige unserer jungen Talente aus der näheren und weiteren Umgebung. Vor Ort trafen wir uns mit dem Internatsleiter Philip Kühn.

Gemeinsam ist das Stichwort

Eine Balance von 50:50 zwischen Fußball und Schule wäre der Wunsch von Jörg Faustmann. „Ich glaube realistisch sind eher 80:20, 80 Prozent Fußball und 20 Prozent Schule“, räumt er schmunzelnd ein. „Es ist ja klar, dass ein Jugendlicher im Fußball deutlich mehr Spaß hat als in der Schule“, fügt er lachend hinzu. „Wir versuchen aber, auf 60:40 zu kommen“, er nickt zuversichtlich.

Verständnis für die Situation der Nachwuchstalente hat Faustmann, „aber oft bin ich auch der, der auf der anderen Seite steht und Verständnis für die Lehrer oder Eltern hat“. Er ist der Vermittler beider Lager, scheint zwischen den Stühlen zu stehen und versteht sich doch als Bindeglied beider Welten: „Wir versuchen immer, das gemeinsam hinzubekommen“.

Wie weitere Aufgaben im Bereich Pädagogik aussehen, erfahrt ihr im Video.


Match
Center