U17 verliert beim VfB Stuttgart
Am Samstagmittag gastierte die U17 des Karlsruher SC zum Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft beim VfB Stuttgart. Im Derby musste sich die Elf von Alexander Wähling mit 0:6 (0:3) geschlagen geben.

Bei besten Bedingungen mit Sonnenschein und Temperaturen um die 25 Grad schickte U17-Cheftrainer Alexander Wähling dieselbe Startelf ins Rennen, die vergangenen Sonntag im Achtelfinale Hertha BSC mit 1:0 besiegte. Im Duell mit dem VfB Stuttgart in der Runde der letzten Acht übernahmen die Hausherren von Anfang an die Spielkontrolle, ließen Ball und Gegner laufen. Da die KSC-Defensive ordentlich stand und kompakt verteidigte, kamen die Gastgeber erstmal nur zu einem Warnschuss nach vier Minuten. Die Stuttgarter versuchten viel über ihre linke Angriffsseite und suchten ihre Angreifer im Zentrum. Rund um die Viertelstundenmarke intensivierten sie ihre Offensivbemühungen und kamen binnen weniger Minuten zu drei Abschlüssen durch Malik Mosrati (13., 15.) und Brayann Kenmoe (17.). Zehn Minuten später köpfte William Recupero nach einer Flanke aus dem Halbfeld von Felix Neunhoeffer am zweiten Pfosten zur 1:0-Führung ein. Auf diesen Rückstand reagierten die Karlsruher, wurden aggressiver in den Zweikämpfen und trauten sich auch mal in den gegnerischen Strafraum. Exakt in dieser Phase, als die Gäste deutlich aktiver wurden, erhöhte der VfB durch den auffälligen Brayann Kenmoe auf 2:0 (35.). Nachdem Ali Aydin über die linke Seite in den Strafraum eingedrungen war und den Ball mustergültig ins Zentrum legte, musste der Angreifer die Kugel nur noch über die Linie drücken. Kurz vor der Pause kam es noch dicker für die Blau-Weißen: Nach einem weiteren Ball in die Tiefe über die rechte Außenbahn traf Malik Mosrati per Flachschuss ins lange Eck zum 3:0 (44.). Mit diesem deutlichen Zwischenstand ging es für beide Mannschaften in die Kabinen.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs reagierte Coach Wähling auf den deutlichen Rückstand und brachte mit Alexander Burtz, Oualid El Fechtali und Ajdin Kolasinac gleich drei neue frische Kräfte. Doch nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff setzte es den nächsten Dämpfer für den KSC: Erneut bediente Ali Aydin über seine linke Seite Malik Mosrati, der mit seinem zweiten Treffer auf 4:0 erhöhte (51.). Mit dieser komfortablen Führung hatten die Hausherren das Geschehen im Griff. Die Fächerstädter versuchten sich trotz des klaren Rückstands zu wehren und gaben nicht auf. Sie wurden nun vermehrt rund um den Stuttgarter Strafraum vorstellig, ohne dabei aber wirklich zwingend zu werden. Die Räume auf der Gegenseite nutzte der VfB eiskalt aus. Arlind Thaqi nutzte eine solche Umschaltgelegenheit nach Balleroberung aus und traf zum 5:0 (62.). Im weiteren Verlauf nahmen beide Trainer weitere Wechsel vor, durch den klaren Zwischenstand war die Partie vorzeitig entschieden, das wirkte sich auch auf das weitere Spielgeschehen aus. Der VfB entwickelte nicht mehr den ganz großen Druck, der KSC gelang dennoch kaum Entlastung. So gehörten auch den Hausherren durch einen sehenswerten Treffer aus der Distanz von Enrico Wiehle in der 89. Minute der Schlusspunkt zum 6:0-Endstand.
Nach dieser Niederlage ist die Saison 2025/26 für die U17 des KSC in der DFB-Nachwuchsliga vorbei, der VfB Stuttgart steht am kommenden Wochenende im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft.
Die Daten zur Partie
Ergebnis: 6:0 (3:0)
Tore: 1:0 Recupero (27.), 2:0 Kenmoe (35.), 3:0 Mosrati (44.), 4:0 Mosrati (51.), 5:0 Thaqi (62.), 6:0 Wiehle (89.)
VfB Stuttgart: Walz (1), Neunhoeffer (2) [67. Hagmeister (13)], Karangelis (3), Idrizi (4), Brenner (5), Linnikov (6), Recupero (7), Thaqi (8) [67. Galilan Cordeiro (16)], Kenmoe (9) [57. Schäfer (12)], Mosrati (10) [57. Speidel (17), Aydin (11)
Karlsruher SC: Franck (1), Tolic (2) [46. Kolasinac (23)], Nonnenmacher (3), Gutenkunst (4) [46. El Fechtali (14)], Feldbusch (5), Welter (6) [46. Burtz (12)], Kutun (7) [76. Temizsoy (13)], Meierhöfer (8) [76. Pllana (16)], Meyer (9), Issenhart (10), Mingolla (11) [84. Thoma (15)]
Schiedsrichter: Lennart Hensen
Gelbe Karten: Brayann Kenmoe (36.), Malik Mosrati (36.) – John Meyer (61.)









