Unnötige Niederlage zum Rückrundenstart

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Nach der 0:2 Niederlage beim SSV Ulm 1846 am Wochenende zeigte sich U19 Trainer Markus Kauczinski entsprechend enttäuscht und fordert für die kommenden beiden Heimspiele mehr Engagement von seiner Mannschaft.

Von Markus Kauczinski und David Ruf
Mit einer indiskutablen Leistung ist die U19 beim SSV Ulm 1846 in die Rückrunde gestartet. Gegen den Drittletzten der Junioren Bundesliga Süd/Südwest bezogen die Spieler von Trainer Markus Kauczinski eine verdiente 0:2 Niederlage. Zwar hatten sich die Karlsruher einiges vorgenommen, um in der Rückrunde vielleicht noch mal oben anzugreifen, gehalten hatte sie jedoch wenig. Viel zu pomadig, überheblich und zu wenig aggressiv kauften die kampfstarken Ulmer dem KSC den Schneid ab. Gegen die kampfstark und geradlinig agierenden Schwaben hatte die Wildpark Elf auf vereistem Boden kein Mittel gefunden und geriet prompt ins Hintertreffen. Die beiden Tore fielen kurz vor der Halbzeit, gerade als der KSC sich drei Chancen erspielt hatte und besser ins Spiel zu kommen schien. Im zweiten Spielabschnitt versuchten die Karlsruher alles nach vorne zu werfen und konnten sich Tormöglichkeiten erspielen, die jedoch nicht genutzt werden konnten. Insgesamt zeigten die Angreifer Kuday, Noureddine und Essig aber nicht die Entschlossenheit, die man braucht, um sich durchzusetzen.

Trainer Markus Kauczinski zeigte sich dementsprechend enttäuscht über sein Team: "Die Jungs haben leider nicht verstanden, worum es geht. Ich hatte schon vorher das Gefühl, wir würden einen Schulausflug machen. Wir haben zu wenig Jungs, die die Ärmel hochkrempeln und die anderen mitreißen können, uns fehlen Führungsspieler, die mal vorangehen. Wenn es wärmer wird, können wir mit dieser Schönspielerei vielleicht Punkte sammeln. Frankfurt und Ulm haben gepunktet, es wird eng, wir stecken mitten im Abstiegskampf."

Zumal harte Brocken bevorstehen: Mit dem TSV 1860 München am nächsten Sonntag um 13 Uhr im heimischen Wildpark und anschließend die SpVgg Greuther Fürth, ebenfalls zu Hause, erwarten den KSC Teams, die nicht nur technisch versiert spielen, sondern ebenso kämpfen können. Dem Team steht dann wieder Nationalspieler Sebastian Fischer zur Verfügung, der die nötigen Impulse geben kann. Torjäger Erich Strobel braucht nach überstandener Verletzung wahrscheinlich noch eine Woche Zeit. Außerdem zeigte der eingewechselte Serkan Akin nach langer Verletzungspause einen couragierten Auftritt, so dass die Mannschaft möglicherweise ein anderes Gesicht bekommt, was auch Trainer Kauczinski unterstreicht: "Wir werden reagieren! Einige konnten ihre Chance, im Team zu bleiben, nicht nutzen. Ich werde gezielt auf die Einstellung der Spieler achten, so ein Spiel will ich nicht mehr sehen. Die Ulmer haben gut gespielt, da kann man verlieren, aber nicht so kampflos."


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