U17 holt einen Punkt im badischen Derby
Am Sonntag konnte die U17 des KSC einen Punkt aus Freiburg entführen, nachdem die Jungs von Ramon Gehrmann erneut viel Moral zeigten und einen 2:0 Rückstand noch aufholten.

Am Spieltag zuvor konnten die Spieler der U17 im Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 den ersten Sieg des Jahres einfahren und dementsprechend motiviert ging man das badische Derby in Freiburg an, mit dem Ziel einen weiteren Dreier einzufahren. Die erste gute Torchance gehörte dann auch den Gästen aus Nordbaden. Nach einem Konter befand sich KSC-Stürmer Erwin Tiganj im Eins gegen Eins mit dem Freiburger Schlussmann, der gut per Fußabwehr parieren konnte (10.). Nur eine Minute später dann der Schock: Ein Missverständnis zwischen Torwart Michel Witte und Kapitän Nico Schlotterbeck führte schließlich zum Eigentor des Kapitäns (11.). Eine bittere Pille für die Karlsruher, die in der Folgezeit noch bitterer werden sollte. Zunächst schoss Erwin Tiganj den Ausgleich, den der Schiedsrichter aufgrund eines vermeintlichen Handspiels nicht anerkannte (18.) und dann wurde ein Elfmeter nach Foul an Tiganj nicht gegeben (27.). Als dann nach einem Konter der Freiburger und einem Foul an Noah Zwick der Ball erst gegen den Pfosten fliegt, der Nachschuss dann aber zum 2:0 verwertet wird, war das Pech des KSC komplettiert (32.). Anschließend ging es für beide Teams in die Halbzeit.
Aus dieser Halbzeit kamen die Gäste deutlich besser als die Hausherren. In der 52. Minute war es schließlich Erwin Tiganj, der an vielen fraglichen Entscheidungen des ersten Durchgangs beteiligt war, der den wichtigen Anschlusstreffer erzielen konnte. Die Vorbereitung kam von Selcuk Vural. Der KSC zeigte sich nun gierig und erspielte sich in kurzer Zeit zahlreiche Torchancen: Erst scheiterte Janis Hanek mit einem Schuss nach Ablage von Erwin Tiganj (58.), dann war der Freiburger Torhüter nach Freistoß von Enes zur Stelle (60.) und schließlich setzte Nicola Kandic einen Kopfball noch knapp am Tor vorbei (61.). Es war ein packendes Baden-Derby in dem zur Abwechslung auch Freiburg wieder offensiv gefährlich wurde. Ein Fernschuss, acht Minuten vor Spielende, blieb aber die einzig nennenswerte Torchance der Freiburger, die sich anschließend mit einer gelb-roten Karte noch selbst schwächten (75.). In Unterzahl konnten sich die Breisgauer letztlich bis in die Nachspielzeit retten, in der dann ein magischer Moment vom eingewechselten Enis Ulusoy für den verdienten Ausgleich sorgte. Kurz vor Schluss vollendete dieser nämlich traumhaft per Fallrückzieher zum 2:2 Endstand (80. +1).
Nach einem rassigen badischen Derby zeigte sich der Trainer des KSC sehr zufrieden mit der Moral seiner Mannschaft: „Es war ein hart umkämpftes Derby mit neun gelben und einer gelb-roten Karte. In der ersten Halbzeit lief vieles gegen uns inklusive eines nicht gegebenen Elfmeters und eines Eigentores. Es spricht für die Moral der Jungs, dass Sie bis zum Ende alles versucht haben und, wie bereits in Nürnberg, noch mit dem Ausgleich belohnt wurden.“









