Kämpferischer KSC unterliegt Bremen in der Verlängerung
Die U19 der KSC grenke aKAdemie stand am Freitagabend im DFB-Pokalfinale der Junioren. Der Spielbericht zur dramatischen Pokalniederlage gegen die U19 des SV Werder Bremen.

Die Ausgangslage
U19-Trainer Ralf Kettemann musste in der Kaderplanung für das Finale einige Ausfälle hinnehmen. Stürmer Louey Ben Farhat, der in dieser Saison auf zwölf Zweitligaeinsätze kam, musste verletzungsbedingt passen. Auch bei Defensivspezialist Dimitrios Mitakidis war schon frühzeitig klar, dass es nicht für das Pokalfinale reichen würde. Entwarnung gab es hingegen für einen Einsatz von Rechtsverteidiger Rafael Pinto Pedrosa. Der 17-jährige deutsch-portugiese kam in dieser Saison in 14 Zweitligaspielen unter Coach Christian Eichner zum Einsatz und rückte auf die rechte Verteidigerposition.
Sportlich war das Pokalfinale natürlich schon im Vornherein hochbrisant. Ein Sieg über den SV Werder Bremen würde den ersten Sieg im DFB-Pokal der Junioren für ein Team der aKAdemie bedeuten. Dabei konnte die U19 mit Selbstvertrauen ins Finale gehen, schließlich hatten sie auf dem Weg nach Potsdam Bayern München, Hertha BSC, Union Berlin und den VfL Wolfsburg ausgeschaltet. Für Cheftrainer Ralf Kettemann war es zudem sein letztes Spiel als Coach der in diesem Jahr so erfolgreichen U19. Er wechselt zur kommenden Spielzeit als Chefcoach zu Zweitligakonkurrent SC Paderborn.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Das Karl-Liebknecht-Stadion in Potsdam, Heimspielstätte der Fußballvereine SV Babelsberg 03 und 1. FFC Turbine Potsdam, verzeichnete mit 8.006 Zuschauern eine Rekordkulisse für ein Pokalfinale der Junioren. Mehrere tausend Karlsruher, darunter auch Profi-Cheftrainer Christian Eichner, Co-Trainer Sirus Motekallemi und Geschäftsführer Sport Mario Eggimann, hatten die weite Reise auf sich genommen.
Der KSC ging früh mit einem aggressiven Pressing auf die Bremer U19 und kam so durch Stürmer Tim Schunck (2. Minute) und unmittelbar danach durch Eymen Laghrissi (2.) schnell zu ersten Torchancen. In den Folgeminuten versuchten beide Teams die Begegnung unter ihre Kontrolle zu bekommen, was der Mannschaft von Trainer Ralf Kettemann zunehmend besser gelang, während die Werder-Offensive zunächst blass blieb.
In der 23. Minute tankte sich Pinto Pedrosa von rechts in den Strafraum, scheiterte aus spitzem Winkel aber an Werder-Keeper Stefan Smarkalev. Kurz darauf probierte es der Rechtsverteidiger erneut – diesmal war ein Eckball vorausgegangen. Pinto Pedrosa (26.) nahm aus rund 15 Metern schwungvoll Maß, aber Smarkalev war wieder in höchster Not zur Stelle. Es dauerte bis zur 38. Minute, bis Werder das erste Mal gefährlich vor das KSC-Tor von Keeper Jannis Bärtl kam. Bremens Yuval Ranon kam mit viel Platz nach schnellem Umschaltspiel in die Vorwärtsbewegung und versuchte sich von der Strafraumkante am Abschluss, traf jedoch nur das Außennetz. Nach starker Vorarbeit von Werders Patrice Covic setzte Salim Amani Musah (43.) den Ball über den Querbalken. Auf der Gegenseite konnte Smarkalev (45.+1) einen Schuss aus dem Getümmel des Sechzehners zur Seite abwehren.
Unter Applaus beider Fanlager ging es für die Teams beim Stand von 0:0 in die Halbzeitpause.
Zweite Halbzeit mit ausgewogenen Spielanteilen
Auch in die zweite Halbzeit ging die KSC U19 als das spielbestimmendere Team, Werder kämpfte sich aber immer mehr in die Begegnung. Torchancen gab es im zweiten Durchgang wenige zu sehen. Erstmals gefährlich wurde es in der 69. Minute, als KSC-Keeper Bärtl nach einem wuchtigen Schuss eingreifen musste und zur Ecke klären konnte. Der darauffolgende Standard brachte aber nichts ein. In der Schlussphase der regulären Spielzeit gelang keinem der beiden Teams noch der Lucky Punch.
Auch in der Verlängerung taten sich beiden Teams in der Offensive mit zunehmend schwindenden Kräften schwer. Allerdings musste Werders Schlussmann Smarkelev verletzt aus der Partie genommen werden und wurde durch Torhüter Bennet Starcke ersetzt werden. In der 114. Minute gelang Werder dann der Treffer. Nach einer halbhohen Flanke von Rechtsaußen stand Covic goldrichtig und drückte den Ball über die Linie. Unmittelbar vor Schluss erzielte Musah (120.+4) das zweite Tor für Bremen und entschied damit die Partie.
KSC-Aufstellung
Bärtl – Pinto Pedrosa (105. Sen), Manai, Mutz (115. Braun), Parduzi (105. Kaiser) - Zor - Arbai, Cirpan (76. Behr)- Kritzer - Laghrissi, Schunck (76. Lutolli)









