Köstner fordert von seinem Team mehr Entschlossenheit

Ohne Kapitän Danny Schwarz tritt der Karlsruher SC morgen Abend um 19 Uhr beim Ligakonkurrenten Dynamo Dresden an. Wie bereits im Pokal will KSC Coach Köstner nach 90 Minuten als Sieger vom Platz gehen. Um dieses Ziel zu erreichen fordert er von seinem Team mehr Entschlossenheit, Aggressivität und Konzentration.

Von Daniel Heinz
Etwas wortkarg gab sich Cheftrainer Lorenz Günther Köstner bei der heutigen Pressekonferenz vor dem Ligaspiel gegen Dynamo Dresden (Freitag, 19 Uhr). "Wir haben gezeigt, dass wir in Dresden gewinnen können, also fahren wir morgen dorthin um das zu wiederholen", äußerte sich der Fußballlehrer kurz und bündig.

Verzichten muss er dabei auf jeden Fall auf Kapitän Danny Schwarz, der aufgrund eines Mittelfußbruchs noch mindestens zwei Wochen ausfallen wird. Für ihn könnte Carsten Rothenbach in die Startformation rutschen. Bereits beim Pokalerfolg in Dresden vor drei Wochen stand Rothenbach in der Anfangself der Badener und erfüllte seine Sonderrolle als Bewacher von Marco Christ nahezu tadellos. Ivan Saenko und Abdul Ouakili sind nach gesundheitlichen Problemen Anfang der Woche wieder einsatzbereit und werden von Beginn an auflaufen.

"Wir haben mit Masmanidis, Ouakili, Saenko und Dundee vier offensive Spieler auf dem Platz, mehr Offensive kann eine Mannschaft nicht vertragen" entgegnete KSC Coach Köstner all denjenigen die unter der Woche seine Aufstellung als zu defensiv kritisiert hatten. Dass die Chancenverwertung in der vergangenen Partie allerdings zu wünschen übrig ließ, erkannte der Fußballlehrer auch. Daher ließ er beim heutigen Training noch einmal intensiv Standardsituationen trainieren. "Wir hatten gegen Köln zahlreiche gute Freistoßmöglichkeiten, allerdings müssen wir so eine Chance dann auch mal nutzen." Zudem erwartet Köstner von seinen Jungs mehr Entschlossenheit, mehr Aggressivität und mehr Konzentration beim Spiel nach vorne. "Da kann ich acht Offensivkräfte reinstellen wenn in der Vorwärtsbewegung so schlampige Pässe gespielt werden, bringt das auch nichts."
Dass es auf jeden Fall nicht leicht werden wird in Dresden zu Punkten, weiß der Fußballlehrer auch. Die Sachsen haben ihre vier Punkte bisher alle zuhause geholt "und natürlich ist die Stimmung und die Unterstützung durch die Fans in Dresden immer etwas ganz Besonderes."

Damit das Spiel für die Karlsruher Anhänger nicht wieder "etwas ganze Besonderes" wird, sind morgen Abend über 1000 Polizisten in der sächsischen Landeshauptstadt im Einsatz. Beim Pokalspiel am 22. August wurden nach dem Schlusspfiff die Karlsruher Fans und deren Busse mit Steinen und Flaschen beworfen. "Die Polizei und der Verein Dynamo Dresden werden auf jeden Fall alles tun, damit so etwas nicht wieder vorkommt", versichert KSC Manager Rolf Dohmen. Die Anfahrt für die Karlsruher Fanbusse wurde bereits verbessert. So können die blau weißen Schlachtenbummler direkt vor dem Gästeblock aus den Bussen aussteigen und dort auch wieder in die Busse zusteigen. Zudem werden die Busse von einer Polizeieskorte bis zur Autobahn begleitet.
Dass das Spiel am Freitagabend und nicht wie von beiden Vereinen befürwortet am Sonntagnachmittag stattfindet, liege in erster Linie daran, dass am Sonntag in Sachsen Landtagswahlen stattfinden und daher nicht ausreichend Polizisten zu Verfügung gestanden hätten, begründete Rolf Dohmen die Terminentscheidung.

Martin Löffler, Vorsitzender der Supporters Karlsruhe, äußerte sich ebenfalls optimistisch, dass es am Freitagabend nicht erneut zu ähnlichen Szenen wie vor drei Wochen kommen wird. "Die Polizei ist dieses Mal besser auf die Situation vorbereitet. Leider mussten wir dennoch feststellen, dass in Fankreisen nun eine gewisse Angst herrscht und insbesondere einige jüngere Fans daher nicht mit nach Dresden fahren werden." Trotzdem rechnet Löffler mit 200 300 Fans die den KSC in Dresden lautstark unterstützen.


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