Das KSC Talentteam Interview: Markus Kauczinski
An diesem Wochenende hat auch in der Nachwuchsabteilung des KSC das Warten ein Ende. Nach mehrwöchiger Vorbereitung starten am Sonntag die U17 und U19 in die Rückrunde. ksc.de sprach mit KSC Jugendkoordinator Markus Kauczinski über Perspektiven und Ziele im neuen Fußballjahr.
Von Jörg Bock
An diesem Wochenende hat auch in der Nachwuchsabteilung des KSC das Warten ein Ende. Nach mehrwöchiger Vorbereitung starten am Sonntag mit der U19 in der Junioren Bundesliga und der U17 in der Regionalliga Süd die beiden "Flagschiffe" des KSC Talentteams als erste Mannschaften in die Rückrunde 2004/2005. Nachdem das Fußballjahr 2004 mit dem Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft der U15 und dem Aufstieg der U19 in die Junioren Bundesliga ein erfolgreiches war, gilt es nun, die hohen Erwartungen auch 2005 zu bestätigen. ksc.de sprach mit KSC Jugendkoordinator Markus Kauczinski über Perspektiven und Ziele im neuen Fußballjahr.
ksc.de:
Blicken wir zunächst kurz auf die Zeit "zwischen den Jahren" zurück. Teilweise wurden Hallenturniere gespielt, verschiedene Hallenmeisterschaften, daneben war aber auch die Vorbereitung draußen in vollem Gange. Wie fällt ihre Jahreswechsel Bilanz aus?
Markus Kauczinski:
Für die jungen Teams besitzt die Hallerunde eine größere Bedeutung als für die älteren Teams, bei denen wir uns auf drei, vier Topturniere konzentrieren. Es gab unterschiedliche Ergebnisse, es steht dort sowieso mehr die fußballerische Weiterentwicklung im Focus. Gerade im technischen Bereich macht sich nach der Hallenrunde eine positive Weiterentwicklung bemerkbar. Highlight war der Sieg der U19 in Mulfingen gegen den 1 FC Nürnberg und die Finalteilnahme der U17 in Aalen mit der Finalniederlage gegen Austria Wien. Draußen testen bereits die U19, U18 und U17, wobei die beiden erstgenannten bereits gegen Seniorenmannschaften aus der Verbands und Oberliga testen und dort bestehen können. Das zeigt zum Beispiel der Sieg der U19 gegen Hassia Bingen aus der Oberliga Südwest oder der U18 gegen den Verbandsligisten FC Neureut.
ksc.de:
Zu den Mannschaften, die am Wochenende mit der Rückrunde starten: Die U19 liegt auf Platz 5 in der Junioren Bundesliga, die U17 nach anfänglichen Schwierigkeiten auf einem guten vierten Rang. Mit welchen Zielen startet das KSC Talentteam bei den beiden Mannschaften ins neue Jahr und wie bewerten sie bisherigen Saisonverlauf?
Markus Kauczinski:
Wir wollen den Blick nach oben richten der jeweils zweite Rang ist in Sichtweite. Allerdings ist das Niveau ausgeglichen und es ist alles möglich. Wir wollen auf keinen Fall zittern müssen wie im letzten Jahr bei der U17. Insgesamt ist die Tendenz der Mannschaften sehr positiv. Man muss bedenken, dass wir auf diesem Topniveau nur begrenzte Möglichkeiten besitzen, umso höher sind unsere Leistungen einzuschätzen. Vom "Preis Leistungsverhältnis" sind wir eh unschlagbar.
ksc.de:
Welche Ziele stehen generell für das KSC Talentteam im Jahr 2005 auf dem Tableau?
Markus Kauczinski:
Wir sind gerade dabei, die U18, die U16 und die U14 enger mit den jeweils älteren Teams zu vernetzen. Wir erhoffen uns dort einen Leistungssprung und wollen so auch das Training dort besser aufeinander abstimmen. Wir spüren die gute Arbeit des letzten Jahres und müssen nicht so viele neue Spieler sichten, die Kader sind schon früh recht ausgeglichen besetzt. Insgesamt wollen wir auf diesem Weg weitermachen, um irgendwann einmal vor der Saison das Gefühl haben können, da kann nichts anbrennen. Noch sind wir nicht ganz so weit, stoßen in einzelnen Bereichen an Grenzen, auch verursacht durch die große Konkurrenz um uns herum.
ksc.de:
Das Profiteam hat noch zweimal "nachgebessert" und neue Spieler geholt. Inwieweit werden denn auch im Jugendbereich im Winter Wechsel vollzogen?
Markus Kauczinski:
Winterwechsel sind die Ausnahme. Aus unterschiedlichsten Gründen kommt es trotzdem immer wieder einmal zu solchen manchmal muss man einfach auch nur schneller sein als die Konkurrenz. So verstärkt der siebzehnjährige Levan Svanidze aus Georgien die U19, Burakkan Kelleci kommt vom SC Freiburg zur U18, Torjäger Arif Bawan wechselt von der TSG Hoffenheim zur U16 und Cihad Ilhan verstärkt die U14.
ksc.de:
Die Namen von Martin Stoll, Florian Dick oder auch Sebastian Freis stehen als Synonyme für die nach oben offenen Türen zum KSC Profikader. Zuletzt hat auch Timo Staffeldt zweimal in der Zweitlgaelf gespielt. Woran kann man festmachen, dass ein Spieler soweit ist, um den Sprung zu schaffen?
Markus Kauczinski:
Entscheidend ist, dass die Spieler, die bei den Amateuren konstant gute Leistungen bringen, sich dann auch bei den Profis beweisen dürfen. Ob der Spieler bestehen kann, sieht man dann im Trainingsalltag und in den Testspielen. Es gibt ja immer mehr Trainer, die jungen Spielern eine Chance geben. Entscheidend ist dann aber nicht alt oder jung, sondern ganz allein die Qualität des Spielers. Hier trägt unsere Arbeit und auch die Arbeit unserer Vorgänger wirklich Früchte
ksc.de:
Mit Ede Becker ist der frühere Amateurcoach in die Cheftrainerrolle aufgestiegen also jemand, der sich auch im Jugendbereich des KSC bestens auskennt. Optimaler kann die Situation für die Trainer und Spieler im Nachwuchsbereich doch kaum sein
Markus Kauczinski:
Wir sind alle sehr froh darüber, da er auch bewiesen hat, dass er jungen Spielern eine Chance gibt. Wenn ich sehe, dass das Amateurteam fast ausschließlich aus eigenen Jugendspielern besteht und etliche Spieler davon bei den Profis trainieren und auch zum Einsatz kommen, ist das nicht nur Gerede , sondern wirklich gelebte Vereinsarbeit. Da kann man wirklich stolz darauf sein. Für uns ist das natürlich ein gutes Argument, jungen Spielern hier einen realistischen Weg aufzuzeigen und nicht nur von Träumen zu reden.









