Becker zufrieden mit Profi Premiere

Nach seinem ersten Spiel als Zweitliga Cheftrainer stellte Edmund Becker seiner Mannschaft ein ordentliches Zeugnis aus: "Das Ergebnis geht in Ordnung." Wo der neue Trainer die Schwächen im Team sieht und seine weiteren Personalplanungen:

Von Andreas Eisinger
Vor der Abreise nach Burghausen hatte sich Edmund Becker viel Zeit genommen, um die Frage nach der Zielsetzung für die Partie zu beantworten. "Das kommt natürlich ganz auf den Spielverlauf an", hatte er bei der Pressekonferenz am Freitag verkündet. "Wenn wir 2:0 führen und dann den Ausgleich kassieren, bin ich natürlich nicht zufrieden. Andererseits bin ich zufrieden, wenn wir 0:0 spielen und zwei Pfostenschüsse gegen uns haben."

Am Samstag sah Becker von der Seitenlinie aus, wie sich das Blatt plötzlich zu Gunsten seiner Elf wendete: Auf den Rückstand folgte Durcheinander in Hintermannschaft und Spielaufbau, nach dem Ausgleich bot sich Ivan Saenko gar die Gelegenheit zum Siegtreffer. Das Resumee des Übungsleiters fiel eindeutig aus: "Insgesamt bin ich sehr zufrieden, das Unentschieden ist ein gerechtes Ergebnis." Nach gutem Beginn habe seine Elf die Ordnung verloren und den Gegner ins Spiel kommen lassen, analysierte der 48 Jährige.

Für den möglicherweise bevorstehenden anstrengenden Abstiegskampf möchte Becker seine Mannschaft auch psychisch vorbereiten. "Die Mannschaft muss vom Kopf her stabiler werden und auch mal Rückstände wegstecken können." Nicht die Nerven zu verlieren, ist für den Cheftrainer eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Ringen um den Klassenverbleib. Dass auch junge Spieler in schwierigen Situationen bestehen können, zeigte am Samstag der junge Timo Staffeldt. Nach einer Stunde eingewechselt zog der 19 Jährige fleißig die Fäden im Mittelfeld und bot eine überzeugende Leistung.

"Wir haben Spieler im Nachwuchsbereich, die ihren Mann stehen können das hat Timo heute gezeigt", lobte "Ede" Becker. Eine weitere Neuverpflichtung bis Ende Januar würde der Coach zwar begrüßen. Sollte sich aber kein geeigneter Kandidat finden, hätte der gebürtige Reichenbacher keine Bedenken, auf die eigenen Talente zurückzugreifen.


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