Kette-Jungs dominieren und verlieren

Aus im Meisterschaftsrennen

U19

Der Sonntag war für die U19 der KSC grenke aKAdemie ein ganz bitterer Tag. Gegen die U19 des HSV stand nach 120 Minuten toller und kämpferischer Leistung die vierte Saisonniederlage. Das bittere Ausscheiden im Achtelfinale soll aber nicht die gezeigte Leistung über die ganze Saison und die Vorfreude auf das Pokalfinale (Freitag, 23.05, 18:00 Uhr) trüben.

Cheftrainer Ralf Kettemann musste für das Achtelfinale um die deutsche U19-Meisterschaft auf Innenverteidiger Dimitrios Mitakidis verzichten. Der Stammspieler zog sich leider eine Knieverletzung zu. Mateo Kritzer rückte aus dem Mittelfeld neben Abwehrchef Jassin Manai in die Viererkette. Zudem durfte Metin Sen neben der gewohnten Offensivreihe starten Fanol Lutolli nahm außerdem nach auskurierter Verletzung erstmals wieder auf der Bank Platz. Mit viel Leidenschaft und hohem Engagement vonseiten des KSC ging es vor 840 Zuschauerinnen und Zuschauern in die Partie. Schuncks Kopfball konnte HSV-Keeper Poppelbaum grade noch so aus dem Toreck kratzen.

HSV-Führung aus dem Nichts

In den druckvollen Anfangsminuten deutete alles auf eine KSC-Führung hin, ehe der erste Offensivausflug des HSV mit einem Eckstoß belohnt wurde. Der Ball sprang in bester Ping-Pong-Manier zunächst an den Pfosten, von dort an einen KSC-Rücken und dann weiter an den Rücken von Torschütze Adekunle (0:1, 18.). Vollkommen ohne Schockmoment blieben die Kette-Jungs ihrer Dominanz treu und erarbeiteten sich weiterhin Chance um Chance. Eymen Laghrissi scheiterte gleich zweimal denkbar knapp mit seinem starken linken Fuß. Ein Volley von Leon Parduzi aus 20 Metern wäre um die „Tor des Jahres“-Marke nicht herumgekommen, wurde aber nicht von Erfolg gekrönt. Auch Stürmer Tim Schunck, der im nächsten Jahr über die U23 seine Entwicklung vorantreiben will, blieb mit zwei Fernschüssen und einem Kopfball ohne das notwendige Quäntchen Glück im Abschluss. Auch Sen konnte nicht für den Ausgleich sorgen, nach dem er bei erneutem Schunck-Abschluss den Abpraller bekam. Auch nach Seitenwechsel gab es im Arthur Beier-Stadion nur eine klare Spielrichtung. Einen HSV-Abwehrfehler brachte Laghrissi nicht im Tor unter. Auch nach Standards sorgte die U19 für Torgefahr: Kemal Cirpan platzierte die Kopfballablage von Manai aber zu zentral auf das HSV-Gehäuse.

Cirpan bringt Arthur Beier-Stadion zum Beben

Doch wenig später dann der hochverdiente Ausgleich! Sen setzte sich stark durch und legte im Sechzehner scharf quer. Kemal Cirpan stand goldrichtig und vollendete zum längst überfälligen 1:1. konnte vollenden.

Kemal Cirpan brachte nach 58 Spielminuten rund 850 Zuschauer zum Jubeln!
Kemal Cirpan brachte nach 58 Spielminuten rund 850 Zuschauer zum Jubeln!

Chancen auf das 2:1 gab es sowohl in der regulären Spielzeit als auch in der Verlängerung zu Genüge: Die Kopfbälle von Niklas Behr und Schunck, die Abschlüsse von Laghrissi, den Nachschuss von Simon Guggenbühler. Immer wieder scheiterten die Kette-Jungs am glänzend aufgelegten Torwart Poppelbaum.

Hochdramatische Schlussphase

Das Drama nahm seinen Lauf: In der 117. Minute ging Jassin Manai im Laufduell mit HSV-Akteur Amer Buljubasic zu Boden, als kein Pfiff des Unparteiischen Anderson ertönte, schlenzte der Hamburger Joker das Spielgerät unhaltbar für KSC-Schlussmann Bärtl ins Tornetz. In der Folge kassierte Kritzer direkt vor der Auswechselbank die Ampelkarte, was die Emotionen in diesem hochdramatischen Spiel endgültig hochkochen ließ. Im selben Zuge kassierte Marvin Mutz auf der KSC-Bank die rote Karte. Auch nach Abpfiff der Restspielzeit gab es hochkochende Emotionen auf beiden Seiten, sodass das vierköpfige Schiedsrichtergespann noch einiges zu tun hatte. Keiner der insgesamt drei Platzverweise hat jedoch eine Auswirkung für das anstehende Endspiel im DFB-Pokal der Junioren.

Fazit & Ausblick

„Im Moment überwiegt die Enttäuschung“, fasste Co-Trainer Julian Schwarz am Montagmorgen zusammen. Für das Trainerteam geht es nach dem bitteren Ausgang des Meisterschaftskampfes jetzt darum, die Jungs auf das in vier Wochen stattfindende Pokalfinale vorzubereiten. Am 23.05.2025 hat die Mannschaft um Kapitän Mateo Kritzer ja noch ein Endspiel, in dem Sie diese großartige Saison krönen können.

KSC-Aufstellung

Bärtl – Parduzi, Kritzer, Manai, Arbai – Zor, Cirpan (103. El-Dor), Sen (94. Lutolli) – Behr (64. Guggenbühler (108. Rega)) – Laghrissi, Schunck (103. Roos)

Ihr könnt so stolz auf eure Saison sein, Jungs!


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