Auf höchster Sicherheitsstufe gegen Dresden
Zum Heimspiel gegen Dresden (Freitag, 19 Uhr) fahren Polizei und Ordnungsdienst ein Großaufgebot an Einsatzkräften auf. Beim KSC fehlt Masmanidis (Gelb Sperre), Bradley Carnell kehrt in die Mannschaft zurück. Platz und Ränge sind schneefrei.
Von Andreas Eisinger
"Das hat mit Fußball nichts mehr zu tun!" Rolf Dohmen schüttelt den Kopf und zeigt in Richtung Trainingsplatz. Dort soll am Freitag der Polizeihubschrauber landen, neben dem Wildparkrasen ist am Abend auch die Holperpiste von nebenan hell erleuchtet. Was übertrieben wirkt, hat einen ernsten Hintergrund: Beim Heimspiel gegen Dresden herrscht am Adenauerring die höchste Sicherheitsstufe, aus der Luft will die Polizei den Überblick behalten. In beschädigten Bussen und verletzt kehrten einige KSC Fans von den zwei Auswärtspartien bei den Sachsen im vergangenen Sommer zurück und auch in der Ferne treten einige Dynamo Zuschauer unangenehm in Erscheinung.
Das Gastspiel des Tabellenvorletzten überstand vor zwei Wochen weder der Burghausener Auswärts Block, noch eine Kneipe im Zentrum der Bayrischen Kleinstadt. Den Randalierern ist der Ruf der richtigen Dynamo Fans dabei egal; leider erwartet die Polizei, dass viele der Gewalttäter auch nach Karlsruhe reisen werden. "Wir haben das größte Polizei und Ordner Aufgebot seit ich in Karlsruhe bin", führt Manager Dohmen weiter aus. Alleine der Ordnungsdienst wird mit so vielen Kräften wie gegen Aachen im letzten Mai vertreten sein; damals war das Wildparkstadion ausverkauft für Freitag erwartet die Polizei gut zweitausend Gäste aus Dresden. Bei Dynamo gingen aber erst fünfhundert Karten über den Tresen, deshalb rechnet Dohmen mit weniger Anhang aus dem Osten.
Auch in Frankfurt ist man sich des erhöhten Risikos bewusst, am Donnerstag erkundigte sich die Deutsche Fußball Liga über die Sicherheitsvorkehrungen. Rolf Dohmen kündigt an, gemeinsam mit der Polizei alles vorbereitet zu haben, um den Fußball Freunden im Stadion einen sportlichen und ungefährlichen Abend zu bescheren. Wer nach dem Schlusspfiff jubeln darf, steht erst am Freitagabend fest ein Sieg für den Fußball wäre es in jedem Fall, sollte er selbst nicht zur Nebensache werden.
In der Hauptsache gibt es auf Seiten des KSC vor dem Spiel aber nur wenig zu berichten: Carsten Rothenbach und Christian Hassa haben ihre Verletzungen auskuriert und stehen wieder im Kader, sitzen vorerst aber nur auf der Bank. Bradley Carnell hingegen kehrt in die Startelf zurück den gesperrten Ioannis Masmanidis ersetzt der Südafrikaner aber nicht. Carnell verdrängt Oswald ins zweite Glied, wenn der grippegeschwächte Mario Eggimann in der Verteidigung auflaufen kann. Aleksandar Mladenov hofft auf seinen ersten Einsatz von Beginn an und könnte Masmanidis ersetzen, ohne die gesamte Formation auseinander zu reißen. Mit seinem Kurzeinsatz in Köln war Trainer Edmund Becker aber unzufrieden: "Er hat mich enttäuscht, ich hätte mir ein beherzteres Auftreten gewünscht." Gut Möglich also, dass Becker taktisch umkrempeln wird. Schiedsrichter Helmut Fleischer wird trotz des späten Wintereinbruchs pünktlich um 19 Uhr anpfeifen; Spielfeld, Zuschauer Ränge und der behelfsmäßige Hubschrauber Landeplatz sind schneefrei.









