Erster Test in Spanien: Unentschieden gegen Bundesligist SV Werder Bremen
Werder Bremen gegen den KSC – erste gegen zweite Bundesliga. Das erste von insgesamt drei Testspielen im Trainingslager im andalusischen Estepona bescherte dem KSC das Wiedersehen mit zwei alten Bekannten: Im Dress des Bundesligisten von der Weser liefen mit Clemens Fritz und Robert Bauer gleich zwei Spieler mit Wildpark-Vergangenheit auf. Während Fritz von 2000 bis 2002 im Wildpark spielte, war Bauer in der KSC-U19 aktiv und von dort zum FC Ingolstadt gewechselt. Am Ende der Partie trennten sich beide Teams 1:1 (0:1).

Auf Karlsruher Seite hatte Neu-Coach Mirko Slomka bei seinem erstem Spiel an der Seitenlinie unter freiem Himmel (und nach dem Hallenturniersieg in Mannheim am vergangenen Donnerstag) in einem 4:4:2 aufgestellt. Verzichten musste er dabei auf die Rekonvaleszenten Gaétan Krebs und Enrico Valentini sowie den angeschlagenen Martin Stoll und den erkrankten Jimmy Hoffer.
Beide Teams begannen kompakt und ließen den Gegenüber in den ersten Minuten nicht zur Entfaltung kommen. So blieben Chancen auf beiden Seiten zunächst aus. In der Folge gewann der KSC ein leichtes optisches Übergewicht, ohne aber wirklich gefährlich von dem Werder-Tor aufzutauchen. Den Torschrei auf den Lippen hatten die rund 30 mitgereisten KSC-Fans dann in der 21. Minute, als Stoppelkamp den Ball gefährlich von der linken Seite nach innen zog und Vujinovic nur knapp an der Hereingabe vorbeischrammte.
Nachwuchsstürmer Vujinovic bringt Führung
Die erste große Bremer Gelegenheit ergab sich dann fast im Gegenzug – Claudio Pizarro setze aus halbrechter Position im Strafraum seinen Schuss aber knapp am langen Pfosten von Orlishausens Tor vorbei (22.). Eine weitere Chance der Bremer durch Jóhannsson unterband der Schiedsrichter, der zu Recht auf Abseits entschied (25.). Eben jenen Grund zum Jubeln für den KSC gab es aber in der 34. Minute, als der wunderbar von Hiroki Yamada freigespielte Dimitris Diamantakos den Ball halblinks im Strafraum zunächst behauptete und dann mustergültig nach innen legte, wo Vujinovic den Ball über die Linie beförderte und den KSC damit 1:0 in Führung brachte. Bei den darauffolgenden Bremer Angriffsbemühungen präsentierte sich die Abwehr um Figueras und Kinsombi gut geordnet und sattelfest. Kurz vor der Halbzeit einer sehr ordentlichen ersten Halbzeit versuchte sich Moritz Stoppelkamp dann noch aus der Distanz, verzog aber aus 22 Metern (43.).
Komplettwechsel zur Halbzeitpause
Zur Halbzeit wechselte Mirko Slomka das komplette Team einmal durch. Die frisch eingewechselten KSC-Akteure machten gleich munter weiter und erspielten sich gleich in der 50. Minute die nächste große Chance für die Blau-Weißen. Nach einer gelungenen Balleroberung durch die Mehlem-Brüder verfehlte Manuel Torres bei seinem Torschuss aber das von Zetterer gehütete Werder-Tor. Bei der Aktion verletzte sich Torres allerdings und musste das Feld räumen – Valentino Vujinovic kehrte für ihn auf den Platz zurück und übernahm wieder die zweite Sturmposition – Marvin Mehlem rückte nach rechts.
Ein Freistoß durch Serge Gnabry zwei Minuten später aus 22 Metern verfehlte das KSC-Tor deutlich. Großes Durcheinander und fast der Ausgleich für Bremen in der 56. Minute: Nach einer Delaney-Ecke schoß Jóhannsson den Ball aus dem Gewühl heraus in Richtung des nun von Vollath gehüteten KSC-Tores. Dort konnte Marvin Mehlem den Ball per Kopf reaktionsschnell von der Linie klären. Eine weitere gute Gelegenheit für Werder ließ Jóhannsson 16 Meter vor dem Tor des KSC kurz darauf (62.) ungenutzt liegen.
KSC muss späten Ausgleich hinnehmen
Mit Glücksgöttin Fortuna im Bunde war der KSC in der 69. Minute, als Werder einen Fehler im Aufbau durch Serge Gnabry blitzschnell zum Gegenangriff nutzte, und Jóhannsson den Ball nach dem Zuspiel von Gnabry aus wenigen Metern aber an den linken Pfosten nagelte. Werder gewann in den Folgeminuten nun mehr und mehr das optische Übergewicht – die nächste richtige Chance bot sich aber dem dem KSC: Nach einem Freistoß von Marvin Mehlem von der rechten Seite setzte Franck Kom den Kopfball aus rund acht Metern aber über das Tor.
In der 82. gelang den Gastgebern dann doch der Ausgleich: Nach einem Delaney-Freistoß von rechts beförderte Aron Jóhannsson den Ball mit der Schulter unhaltbar für Vollath zum 1:1 ins lange Eck. David Kinsombi wäre eine Minute später fast postwendend die erneute Führung gelungen, seine tolle Volleyabnahme der Ecke von Marvin Mehlem flog aber über den Werder-Kasten (83.). Am Ende bliebe es trotz aller Bemühungen auf beiden Seiten beim 1:1-Unentschieden, da Eggestein in der Nachspielzeit eine letzte Großchance liegen ließ und den KSC-Kasten knapp verfehlte.
Am Donnerstag steht um 15 Uhr der nächste Test im Trainingslager an. Dann geht es auf dem KSC-Trainingsgelände in Estepona gegen den 1. FC Magdeburg.









