U19-Neuzugänge "heiß auf Derbys"

aKAdemie von Brand

Mit Sven Mende, Alessio Bennardo und Nico Charrier begrüßt die U19 drei Neuzugänge. "Obwohl Sven erst seit anderthalb Wochen bei uns ist, hat er sich nahtlos ins Mannschaftsgefüge eingereiht", freut sich U19-Trainer Marco Wildersinn. "Er soll das Mittelfeld stabilisieren und eine Führungsrolle einnehmen."

Alessio Bennardo hat beim Probetraining überzeugt. "Wir wollten unbedingt noch einen Stürmer verpflichten", so Wildersinn. "Alessio verfügt über einen guten Torabschluss. Durch seine mangelnde Spielpraxis im letzten halben Jahr braucht er aber noch Zeit, um in Topform zu kommen." Die braucht auch Nico Charrier, der momentan ein Reha-Programm absolviert. "Er wird uns durch seine Einsatzbereitschaft und Willensstärke im Offensivbereich verstärken und ist sowohl auf dem Flügel als auch im Zentrum einsetzbar."

Im Interview mit der Nachwuchsredaktion von ksc.de kommen die Neuzugänge zu Wort und sprechen über den Wechsel zum KSC, die Mannschaft, ihre Erwartungen und Ziele in Karlsruhe.

Erst einmal Willkommen beim KSC. Wie ist der Kontakt zum Verein zustande gekommen und warum habt ihr euch für den KSC entschieden?
Sven: Ich war mit meiner Rolle in der zweiten Mannschaft des VfB nicht zufrieden. Zwar hatte ich ein paar Einsätze, das war mir aber zu wenig. Durch meinen Berater ist dann der Kontakt zum KSC entstanden. Hier sehe ich, dass auf die Jugend gesetzt wird und das hat mich letztendlich überzeugt.
Alessio: Ende des Jahres durfte ich im Wildpark ein Probetraining absolvieren. Zuvor wurde mein Vertrag in Zürich nicht verlängert. Ich denke, ich passe gut zum KSC und hoffe, mir hier wieder die Spielpraxis zu holen, die ich in den letzten Monaten nicht hatte.  
Nico: Ich habe schon in der D-Jugend für den KSC gespielt. In Hoffenheim bin ich in der vergangenen Saison nicht oft zum Einsatz gekommen und habe daraufhin wieder den Kontakt zum KSC gesucht. Der Verein interessiert mich einfach schon immer.

Welche Position spielt ihr und was sind eure individuellen Stärken, mit denen ihr der Mannschaft helfen könnt?
Alessio: Das ist schwer selbst zu beurteilen. Ich spiele im Sturm und würde sagen, dass ich über einen guten Schuss verfüge. Ich bin kein Spieler, der nur rum passt, sondern gehe gern auf's Tor zu - und mit meinen Toren will ich der Mannschaft helfen.
Sven: Ich spiele im Mittelfeld auf der 6 oder auf der 8 und sehe meine Stärken in der Defensive. Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass es in der Rückrunde weniger Gegentore gibt.
Nico: Ich kann sowohl im Sturm als auch im Mittelfeld eingesetzt werden. Zu meinen Stärken gehört mein Zweikampfverhalten. Nach einem Innenbandanriss absolviere ich gerade ein Reha-Programm. Ich hoffe aber, der Mannschaft bald helfen zu können.

Wie erlebt ihr eure ersten Tage mit der Mannschaft?
Nico: Absolut positiv! Ich kenne viele Spieler bereits, manche sind auch von Hoffenheim zum KSC gewechselt. Wir sind von allen Seiten sehr gut aufgenommen worden.
Alessio: Durch das Probetraining und auch schon von früher kenne ich viele Spieler. Da gibt es keine Probleme, das klappt perfekt. Da ich die letzten Monate nicht normal trainiert habe und viel zuhause war, muss ich sagen, dass ich die Gemeinschaft im Team schon sehr vermisst habe. Der Verein ist wie eine Familie für uns und deshalb ist es schön, wieder jeden Tag die Mitspieler zu sehen.
Sven: Wir drei kennen uns auch aus früheren Spielen und insgesamt ist es so, dass man immer wieder gegeneinander spielt. Man läuft sich auf den Plätzen ja des Öfteren über den Weg.

Wie deine ehemaligen Teamkollegen - denen läufst du wohl schon am 17. Februar beim U19-Derby über den Weg. Ist das etwas Besonderes für dich?
Sven: Ja, das ist auf jeden Fall ein Highlight für mich. Immerhin habe ich über 11 Jahre beim VfB gespielt.
Alessio: Für uns aber auch, auf Derbys sind wir heiß (lacht). Insgesamt sind die Spiele gegen Mannschaften wie den VfB und die Bayern, die eigentlich immer oben stehen, etwas Besonderes. Gegen die will man erst recht gewinnen.

Was sind eure persönlichen Ziele und was wollt ihr mit der U19 erreichen?
Nico: Da gibt es nur ein einziges - alles dafür tun, dass wir da unten raus kommen und nicht absteigen. Mein persönliches Ziel ist, irgendwann in der ersten Mannschaft zu spielen.
Sven: Das sehe ich genauso. In erster Linie Erfolg mit der U19 und dann ganz klar der Sprung zu den Profis.
Alessio: Mein Wunsch ist es, hier wieder Spielpraxis zu sammeln, der Mannschaft mit meinen Toren zu helfen und nicht abzusteigen. Was sich dann ergibt, wird sich zeigen. In den nächsten ein bis zwei Jahren in der Zweiten Liga zu spielen, das wäre natürlich perfekt.

Ihr stammt zwar nicht aus Karlsruhe, aber dennoch aus der Gegend. Habt ihr einen Lieblingsspieler aus der Geschichte des KSC?

Sven: Von früher kenne ich nur Oliver Kahn (lacht).
Alessio: Für uns ist das eher ein Spieler aus der Gegenwart, Hakan Calhanoglu. Er ist wie wir ein 94er-Jahrgang, macht seine Tore und wechselt jetzt in die Erste Liga. An ihm sehen wir, dass man es packen kann und das ist einfach total motivierend.


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