Personalsorgen vor dem Anpfiff gegen den Tabellenführer
(eis) Zwei Tage vor dem Anpfiff der Zweitligabegegnung zwischen dem Karlsruher SC und Tabellenführer Hannover 96 (Sonntag, 15 Uhr) gehen KSC Cheftrainer Stefan Kuntz so langsam aber sicher die Spieler aus.Das Fehlen von Marco Engelhardt (fünfte gelbe Karte) und Stephan Ertl (wurde nach seiner roten Karte aus dem Spiel gegen Frankfurt vom DFB für drei Spiele gesperrt) konnte Kuntz bereits nach dem letzten Spiel in seine Personalplanungen aufnehmen, rund 48 Stunden vor Spielbeginn gesellten sich aber nun zwei weitere Akteure zur Verletztenliste hinzu.
Holger Seitz, der auf Grund der Sperre gegen Engelhardt im defensiven Mittelfeld als gesetzt galt, hütet mit einer Magen Darm Infektion das Bett und fällt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus. Ebenfalls ungewiss ist der Einsatz von Stammkeeper Thomas Walter, der, ähnlich wie Seitz, an einem Infekt laboriert. Bei Letzterem zeigt sich der Chefcoach allerdings ungleich optimistischer: "Die Krankheit befindet sich noch im Anfangsstadium, ich hoffe, dass wir das unterdrücken können und ihn bis zum Anpfiff wieder fit haben."
Carsten Birk ist nach seiner Schulterverletzung zwar wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, kann aber nicht das volle Pensum absolvieren und muss daher noch eine weitere Begegnung pausieren. Diese personelle Konstellation bereitet Kuntz im Mittelfeld heftige Bauchschmerzen. Andreas Backmann stünde für diese Position noch als Alternative zur Verfügung und auch Thijs Waterink agierte schon des Öfteren vor der Abwehrreihe der Blau Weißen. Dieser ist nach seiner absolvierten Gelbsperre in der zuletzt wenig soliden Defensivabteilung aber wohl mehr von Nöten.
Im Angriff hingegen werden die Badener voraussichtlich unverändert auflaufen. Neben Bruno Labbadia werden Clemens Fritz sowie Daniel Graf über die rechte Außenbahn versuchen die hannoveraner Abwehrreihe zu knacken. Aydin Cetin, dessen Kopf seit neuestem eine Kurzhaarfrisur schmückt, wird also erneut auf der Bank Platz nehmen.
Auch wenn der KSC als klarer Außenseiter in die Partie gegen die Torfabrik aus Niedersachsen geht, verbreitet der Übungsleiter Optimismus: "Wir haben am Sonntag Nichts zu verlieren. Die Zuschauer sollen nach dem Spiel sagen können, dass wir alles gegeben haben und wenn dem so ist, dann wird sich das für uns auch in Punkten auszahlen."
Die unlängst in der Sportbild erschienene Vollzugsmeldung über den angeblichen Transfer Andreas Biermanns vom Viertligisten Göttingen zur Wildparktruppe dementierte Stephan Kuntz indes. Der Spieler sei dem Verein angeboten worden, momentan allerdings verletzt. Nach seiner Genesung könnte sich der Cheftrainer durchaus vorstellen ihn zum Probetraining einzuladen, die anstehende Vertragsunterzeichnung sei aber eine Falschmeldung.











