KSC verliert unglücklich gegen Spitzenreiter Hannover
(eis) Eine bittere 1:2 (1:0) Heimniederlage musste der Karlsruher SC am 23. Spieltag der laufenden Zweitligasaison gegen Hannover 96 hinnehmen. Eine im ersten Durchgang souverän herausgespielte 1:0 Führung brachten die Karlsruher nicht über die Zeit und mussten so den Platz am Ende als Verlierer verlassen.
Im Vergleich zur 1:3 Auswärtsschlappe bei Eintracht Frankfurt stellte KSC Trainer Stefan Kuntz sein Team auf drei Positionen um. Verzichten musste der Übungsleiter auf den grippeerkrankten Stammkeeper Walter, für ihn hütete Bastian Becker das blau weiße Gehäuse.
Für den gelbgesperrten Marco Engelhardt rückte Abwehrchef und Mannschaftskapitän Thijs Waterink zurück in die Stammelf. Zudem musste Mittelstürmer Bruno Labbadia überraschend ebenfalls auf der Bank Platz nehmen, Tobias Weis kehrte nach langer Pause zurück in die Wildparktruppe und agierte für den im Angriff aufspielenden Danny Fuchs auf der linken Außenbahn.
Ständiger Begleiter des Hannoveraner Spielgestalters Simak war am heutigen Nachmittag Carsten Rothenbach.
12.100 Zuschauer im Karlsruher Wildparkstadion trauten bei herrlichem Sonnenschein nach dem Anpiff des Unparteiischen Peter Sippel ihren Augen nicht. Der klar in der Außenseiterrolle befindliche KSC legte los wie die Feuerwehr und tauchte in Person von Danny Fuchs bereits nach zwei Minuten zum ersten Mal gefährlich vor 96 Schlussmann Jörg Sievers aus. Musste der Routinier zwischen den Pfosten in dieser Situation gar nicht erst eingreifen, weil Fuchs die Kugel versprang, so konnte er beim sechs Minuten später folgenden Karlsruher Führungstreffer nur tatenlos zusehen. Noch bevor die Niedersachsen auch nur einmal vor dem KSC Kasten aufgetaucht waren drosch Danny Fuchs das Spielgerät nach einem Doppelpass mit Clemens Fritz mit einer Direktabnahme aus über 20 Metern genau in den Winkel des Gäste Gehäuses.
Nach diesem Paukenschlag erwachte der Tabellenführer so langsam aus seiner Lethargie und fanden so langsam aber sicher zu ihrem gefürchteten Kurzpassspiel zurück. Nach elf gespielten Minuten parierte Becker gegen den aus spitzem Winkel auftauchenden Keita, kurze Zeit später rettete Gabriel Melkam als letzter Mann in höchster Not gegen Daniel Stendel (23.).
Die Badener hatten sich nunmehr auf das Kombinationsspiel der Gäste eingestellt und überließen ihnen weitestgehend die Spielgestaltung, entgegneten den vorgetragenen Angriffen aber mit einer grundsoliden Defenivarbeit. Nach einer halben Stunde nahm der KSC das Heft wieder in die Hand und spielte sich ein ums andere Mal schöne Angriffe heraus, verpasste es aber diese in zwingende Tormöglichkeiten umzumünzen.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich auf dem Platz zunächst ein unverändertes Bild: Der KSC sicher in der Defensive, Hannover oftmals zu leichtsinnig im Vorwärtsgang. In der 58. Spielminute bot sich Flügelflitzer Daniel Graf die riesen Chance die Führung der Karlsruher auszubauen: Nach einem abgefangenen Angriff der Gäste leitete Clemens Fritz einen schnellen Konter ein und schickte Daniel Graf mutterseelenalleine auf die Reise. Vor dem Tor versagten dem Ex Offenbacher aber die Nerven, der Ball flog weit über das gegnerische Gehäuse.
Hannover 96 warf nun Alles nach vorne, was in der 72. Spielminute dann auch von Erfolg gekrönt war. Daniel Stendel setzte sich robust auf der rechten Seite durch, seine Flanke kam genau auf den völlig freistehenden, zuvor eingewechselten Conor Casey, der unhaltbar für Bastian Becker zum 1:1 Ausgleich einnicken konnte.
Nach diesem Treffer zeigte sich der KSC geschockt die zuvor souveräne Defensivabteilung leistete sich zusehends Aussetzer, sodass die Hannoverander nochmals Morgenluft witterten.
Neun Minuten vor Spielende tauchte erstmals Jan Simak in Erscheinung. Sein Schuss aus 13 Metern konnte Becker aber problemlos unter Kontrolle bringen.
In der 83. Spielminute mussten die Karlsruher dann den bitteren 1:2 Rückstand hinnehmen. Nebojsa Krupnikovic versenkte einen Freistoß aus zentraler Position und rund 18 Metern Torentfernung und bescherte dem KSC somit die dritte Niederlage in Folge.
Am kommenden Samstag (15 Uhr) tritt der Karlsruher SC auf der Bielefelder Alm gegen den Tabellenvierten Arminia Bielefeld an. Die Bielefelder, die am morgigen Montag beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt noch die Möglichkeit haben auf Aufstiegsplatz vorzurücken, wollen sich unter den ersten Dreien der Zweitligatabelle festsetzen, der KSC endlich seinen Vorsprung von sechs Punkten auf einen Abstiegsplatz ausbauen.
Karlsruher SC:
Becker Grimm (51. Backmann), Waterink, Krach, Melkam Rus, Rothenbach (85. Labbadia), Weis (83. Cetin) Graf, Fuchs, Fritz
Hannover 96:
Sievers Cherundolo, Linke, Diouf, Van Hintum (60. Morinas) Lala, Krupnikow, Stefulj Simak (90. Nehrbauer) Keita (60, Casey), Stendel
Tore:
1:0 Fuchs (8.)
1:1 Casey (72.)
1:2 Krupnikovic (83.)
Gelbe Karten: Cherundolo, Lala
Schiedsrichter: Peter Sippel
Assistenten: Walter Hofmann, Ralf Brombacher











