Kuntz plagen personelle Sorgen vor anstehender Auswärtsaufgabe
(eis) Das Verletzungspech im Kader des KSC will einfach kein Ende nehmen. Schlimmstenfalls wird Cheftrainer Stefan Kuntz vor dem anstehenden Punktspiel gegen Alemania Aachen (Samstag, 15 Uhr) nur auf 16 Spieler seines Profiteams zurückgreifen können.
Zu den verletzten Heinzen, Boehnke, Ertl und Engelhardt gesellte sich in dieser Woche nämlich unter anderem Theo Rus. Rus hatte in der vergangenen Auswärtspartie beim SSV Reutlingen einen Schlag gegen den Knöchel erlitten, nach welchem sich eine Entzündung des Sprunggelenks einstellte. Wie lange der Mittelfeldspieler pausieren muss, kann zum momentanen Zeitpunkt niemand sagen. Möglicherweise, so Kuntz, könne es gar sein, dass sich Rus einer Operation unterziehen müsse, die dann einen Ausfall für die restlichen Spiele vor der Winterpause nach sich ziehe. Allerdings verweist der Fußballlehrer darauf, dass von ärztlicher Seite aus noch keine endgültige Diagnose gestellt worden und es daher noch zu früh sei Spekulationen über die Auswirkungen der Verletzung anzustellen. Über die Besetzung der offensiven Mittelfeldposition gab Stefan Kuntz noch keine Auskunft, eines ist aber definitiv: Auf Tobias Weis wird der Coach ebenfalls nicht zurückgreifen können. Dieser laboriert unter einer Meniskusverletzung, wird sich wohl ebenfalls einem Eingriff unterziehen müssen und, wie Rus, in diesem Kalenderjahr nicht mehr einsatzbereit sein. Da zudem der Einsatz von Goalgetter Danny Fuchs ungewiss und Clemens Fritz nach seiner gelb roten Karte im vergangenen Punktspiel gesperrt ist, bringt dies den Trainer in Zugzwang.
Ob des stark dezimierten Teams, werden am Samstag wohl zwei oder drei Spieler aus den Reihen der Amateure den Profikader komplettieren. Als heiße Kandidaten für eine "Nominierung" seitens des Cheftrainers gelten Marcel Löbich, sowie der russische Juniorennationalspieler Ivan Saenko.
Trotz der Verletztenmisere blickt Stefan Kuntz zuversichtlich auf die anstehende Auswärtsaufgabe und baut ganz auf den Kräftevorsprung, den seine Mannschaft gegenüber den Aachenern haben sollte, da diese am gestrigen Mittwoch noch im DFB Pokal gegen den 1. FC Köln antreten mussten: "Wir müssen versuchen Aachen nicht zur Spielentfaltung kommen zu lassen, dann ist da sicher was drin." In der Tat hatte der kommende Gegner in den vergangenen Tage ein Riesen Pensum zu absolvieren. Noch am Sonntag unterlag das Team von Ex KSC Coach Jörg Berger Union Berlin mit 5:1, ebenfalls verloren ging das Pokalspiel am Mittwoch, dass die Kölner mit 2:1 für sich entscheiden konnten.











