KSC vor Comeback
In nicht einmal 48 Stunden kehrt der KSC in die erste Fußball-Bundesliga zurück. Neun Jahre nach dem Abstieg steht beim 1. FC Nürnberg (Anpfiff: Sonntag, 17 Uhr) das erste Saisonspiel an. Die Franken rechnen mit einem ausverkauften Haus, Kapllani und Iashwili müssen noch um ihren Einsatz zittern.

Von Andreas Eisinger
Vor fast 47.000 Zuschauern wird der KSC am Sonntagvorabend (17 Uhr) sein Comeback in der Bundesliga feiern. Das Nürnberger „easyCredit-Stadion“ dürfte zum Bundesliga-Auftakt bis auf den letzten Platz ausverkauft sein; aus Karlsruhe reisen ungefähr 5.000 Anhänger mit zu den Franken. Wenn Schiedsrichter Peter Gagelmann das Spiel beim Pokalsieger anpfeift, ist die Mannschaft von Cheftrainer Edmund Becker endgültig in der Eliteklasse des deutschen Fußballs angekommen.
Als Aufsteiger kommt den Karlsruhern in Nürnberg die Außenseiterrolle zu, aber der fehlende Druck kommt Becker gerade recht. „Wir wollen uns in der ersten Liga nicht nur die Stadien anschauen und nach Pleiten wieder nach Hause fahren“, erklärte er am Freitagmittag, „wir wollen Punkte sammeln und damit fangen wir am besten schon am Sonntag an.“
Die Startelf dürfte der Mannschaft ähneln, die sich am vergangenen Sonntag gegen den Oberligisten Neustrelitz in die zweite Pokalrunde quälte. Neuzugang Alexander Iashvili und Angreifer Edmond Kapllani müssen aber noch um ihren Einsatz zittern. Kapllani erhielt in Neustrelitz den Vorzug vor Sebastian Freis, konnte sich im Sturm aber nicht in Szene setzen. Als Freis eingewechselt wurde, erzielte dieser kurz darauf den Führungstreffer. Möglich, dass am Sonntag Freis an Stelle von Kapllani angreifen darf. Im Mittelfeld steht Christian Timm in den Startlöchern und könnte nach einer guten Trainingsleistung an Alexander Iashvili vorbeiziehen und im Mittelfeld beginnen.
Die übrige Startelf steht fest: Vor Markus Miller im Tor soll die Abwehr mit Andreas Görlitz, Mario Eggimann, Maik Franz und Christian Eichner dicht halten. Godfried Aduobe ist im defensiven Mittelfeld ebenso gesetzt wie Michael Mutzel auf der rechten Seite, Bradley Carnell vorne links und Tamas Hajnal dahinter. Für Massimilian Porcello (Muskelfaserriss) kommt der Auftakt zu früh, auch Florian Dick (Kreuzbandriss) ist noch nicht einsatzbereit. Außerdem ist Neuzugang Stefan Buck gesperrt – er sah im letzten Saisonspiel der zurückliegenden Saison in Diensten der Spielvereinigung Unterhaching die rote Karte. Trotz dreier Ausfälle muss „Ede“ Becker nicht mit einem ausgedünnten Kader nach Nürnberg reisen: Mit Christopher Reinhardt rückt ein weiterer „Neuer“ auf die Bank nach.
Becker erwartet in Nürnberg eine schwere Aufgabe, „die haben eine stabile Mannschaft“. Trotzdem soll sich seine Elf weder von der großen Kulisse, noch von selbstbewussten Gastgebern beeindrucken lassen: „Ich will kein Klein-Klein-Spiel sehen, wir wollen mit Power das gegnerische Tor anspielen!“











