KSC verteidigt den Vereinspokal!
Auf den Tag genau vor 69 Jahren stand unser KSC zum zweiten Mal in Folge im Finale um den DFB-Pokal. Zu diesem historischen Anlass blicken wir zurück auf den 05.08.1956!

Jubelnde Ränge, strahlende Gesichter und ein siegreicher KSC: Vor 25.000 Zuschauern im heimischen Wildparkstadion errang der Karlsruher SC mit einem überzeugenden 3:1-Sieg über den Hamburger SV zum zweiten Mal in Folge den Deutschen Vereinspokal. Ein neuer Festtag für die Fächerstadt!
Der Titelverteidiger, angeführt vom zuverlässigen Kapitän Walter Baureis, musste im Endspiel auf seinen bewährten Abwehrspieler Max Fischer verzichten. Trotz dieser Schwächung boten die Karlsruher eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Bei strahlendem Sonnenschein gewann Baureis die Platzwahl und ließ seine Elf mit der Sonne im Rücken antreten. Die Norddeutschen begannen stürmisch, und Torwart Rudi Fischer musste mehrfach seine ganze Klasse aufbieten. Bereits nach einer Viertelstunde war er machtlos, als Uwe Seeler den HSV in Führung brachte.
Doch der KSC bewies große Moral und ließ sich nicht entmutigen. Immer besser fanden die Karlsruher ins Spiel, und kurz vor der Pause gelang der verdiente Ausgleich: Sommerlatt setzte Beck in Szene; dieser leitete klug auf Termath weiter, der aus spitzem Winkel erfolgreich abschloss.
Karlsruhe übernimmt das Kommando – Termath dreht die Partie
Nach dem Wechsel präsentierte sich der KSC entschlossener. Mit unermüdlichem Einsatz übernahmen die Badener das Kommando und setzten sich in der Hälfte der Hamburger fest. In der 63. Minute war es erneut Termath, der sich durchsetzte und zum 2:1 einschob.
Hamburg mühte sich redlich, doch die Kräfte der Gäste schwanden spürbar, zumal Klaus Stürmer, gezeichnet von einer Verletzung, kaum noch am Spielgeschehen teilnehmen konnte.
Fünf Minuten vor Schluss hatten die Hamburger noch einmal die große Chance zum Ausgleich: Seeler scheiterte jedoch am Pfosten. Fast im Gegenzug fiel die Entscheidung: Termath setzte sich auf dem linken Flügel glänzend durch und bediente Kohn, der sicher zum 3:1-Endstand verwandelte. Mit dem Schlusspfiff war der Karlsruher Triumph perfekt.
Karlsruher SC: Rudi Fischer, Werner Hesse, Walter Baureis, Heinz Ruppenstein, Siegfried Geesmann, Gerhard Siedl, Oswald Traub, Kurt Sommerlatt, Antoine "Spitz" Kohn, Heinz Beck, Bernhard Termath
Cheftrainer: Ludwig Janda
Hamburger SV: Horst Schnoor, Franz Klepacz, Walter Schemel, Jochenfritz Meinke, Josef Posipal, Karl-Heinz Liese, Gerhard Krug, Klaus Stürmer, Uwe Seeler, Günter Schlegel, Uwe Reuter
Cheftrainer: Martin Wilke | Günter Mahlmann
Tore: 0:1 Seeler (16.), 1:1 Termath (40.), 2:1 Termath (63.), 3:1 Kohn (87.)
Schiedsrichter: Adolf Loser (Essen)
Datum: Sonntag, 5. August 1956
Stadion: Wildparkstadion, Karlsruhe
Zuschauer: 25.000
Der Weg ins Finale
Süddeutscher Pokal
Aus Termingründen wurden keine Qualifikationsspiele ausgetragen. Der Süddeutsche Fußballverband bestimmte den amtierenden Pokalsieger Karlsruher SC als seinen Endrundenteilnehmer.
Halbfinale
So 06.05.1956 | FK Pirmasens – Karlsruher SC 1:5











