KSC verliert im DFB-Pokal unglücklich gegen Berlin

Spielberichte

Am heutigen Samstagabend verlor der KSC sein Erstrundenspiel im DFB-Pokal unglücklich mit 0:1. Nach beinahe 120 gespielten Minuten ohne Tor sorgte Nico Schlotterbeck auf Seiten der Berliner für den einzigen Treffer und damit den Einzug in die nächste Runde für die Eisernen.

Nach zweieinhalb Monaten Pause bestritt der Karlsruher SC am heutigen Samstagabend zum ersten Mal wieder ein Pflichtspiel. In der ersten Runde des DFB-Pokals ging es für die Badener gegen den 1. FC Union Berlin. Dabei durften nach langer Abstinenz endlich auch wieder Zuschauer ins Wildparkstadion - 450 waren es an der Zahl und diese sorgten für ordentlich Stimmung auf der Haupttribüne. Für die Aufgabe gegen die Eisernen schickte KSC-Trainer Christian Eichner seine Männer im 4-1-4-1-System auf den Rasen. Nachdem sich das Trainerteam unter der Woche für Marius Gersbeck als neue Nummer Eins im Tor entschieden hatte, stand dieser am heutigen Abend natürlich direkt zwischen den Pfosten. In der Viererabwehrkette kamen Philip Heise, Christoph Kobald, Robin Bormuth und Marco Thiede zum Einsatz. Lukas Fröde sicherte vor der Abwehr ab, im Mittelfeld agierten Benjamin Goller, Marvin Wanitzek, Jerôme Gondorf und Marco Djuricin. Philipp Hofmann sollte als einzige Sturmspitze für Gefahr vor dem gegnerischen Kasten sorgen.

Nach drei gespielten Minuten waren es aber zuerst einmal die Eisernen aus Berlin, die für eine gefährliche Szene vor Marius Gersbecks Tor sorgten. Nach einer Ecke kam Marvin Friedrich aus kurzer Distanz zum Abschluss, traf aber nur die Latte. Den Nachschuss setzte Christian Gentner über den Kasten (4.). Wenig später versuchte es Niko Gießelmann, sein Schuss ging einige Meter am rechten Pfosten vorbei (7.). Nach etwa zehn Minuten waren die Karlsruher dann besser im Spiel und konnte die Offensive der Berliner weitestgehend eindämmen. Dagegen kam nun das Team von Christian Eichner zu mehr Gelegenheiten, die aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht zwingend genug waren. So zum Beispiel auch in der 25. Minute. Nach einem schönen Zusammenspiel auf der linken Seite schlug Djuricin das Leder zu Goller auf der anderen Seite, doch seinen Ableger bekam Hofmann im Strafraum nicht. Der Nachschuss von Wanitzek an der Strafraumgrenze bereitete Andreas Luthe im Tor der Berliner keine Probleme (35.).

Das Spiel gestaltete sich nun ausgeglichener als noch in den Anfangsminuten. Bei zwei Chancen der Unioner kurz vor der Halbzeit konnte sich Gersbeck als neue Nummer eins auszeichnen. Zuerst hielt er den Abschluss von Gießelmann (37.), wenig später kam er weit aus seinem Kasten, um den Abschluss von Ingvartsen zu verhindern (40.). Vor dem Halbzeitpfiff gab es dann noch einmal Freistoß für den KSC - Marvin Wanitzek versuchte es aus etwa 25 Metern direkt, doch sein Schuss landete knapp neben dem linken Pfosten (45.).

Ohne Wechsel ging es in Halbzeit Zwei und direkt waren wieder die Karlsruher gefährlich. Über mehrere Stationen kam der Ball in einem schönen Spielzug zu Gondorf, der sich aber statt selbst abzuschließen dafür entschied, noch einmal nach rechts abzulegen – dort kam kein Blau-Weißer an die Kugel (48.). In der Folge nahm das Spiel allerdings weiter an Fahrt auf, die Teams suchten nun vermehrt den Weg in die Offensive. In der 72. Minute versuchte es Sheraldo Becker, der bei Union neu in die Partie gekommen war, mit dem Abschluss, der Ball landete auf dem Tornetz. Kurz darauf sahen die 450 Zuschauer im Wildparkstadion dann einen strammen Schuss von Djuricin, den Luthe gerade noch zur Ecke lenken konnte (74.). Und knapp zehn Minuten vor der regulären Spielzeit wurde es wieder brandgefährlich im Berliner Strafraum: Hofmann ließ den Ball in einer starken Aktion zu Goller durch, der auf Wanitzek legte. Doch der Schuss der Karlsruher Nummer Zehn ging knapp am rechten Pfosten vorbei (79.). Der KSC war nun am Drücker und ließ den Eisernen kaum Zeit durchzuatmen, auch die Zuschauer im Stadion heizten die Blau-Weißen zusätzlich an. Die Führung wäre in dieser Phase durchaus verdient gewesen. Wenige Minuten vor Schluss gab allerdings auch das Team von Urs Fischer noch einmal Gas und kam zu einigen Gelegenheiten, in der 90. Setzte Gentner das Leder knapp über den Kasten. Mit dieser vergebenen Chance stand nun fest, dass die Entscheidung im Wildpark heute nicht in der regulären Spielzeit fallen sollte. Es ging in zwei Mal 15 Minuten Verlängerung.

In die zusätzlichen Spielminuten kamen nun wieder die Berliner etwas besser, zuerst musste Bormuth in letzter Not zur Ecke klären, dann wurde es bei dieser auch wieder gefährlich. Doch die Karlsruher Hintermannschaft konnte auch hier den Rückstand verhindern (94.). Auf der anderen Seite gab es kurz darauf Freistoß für den KSC, dem sich natürlich Wanitzek annahm. Doch wieder war der Schuss etwas zu hoch angesetzt (96.). Trotzdem blieben die Blau-Weißen aktiv und verpassten auch in Person von Hofmann die Führung nur haarscharf, sein Kopfball landete rechts neben dem Pfosten (97.).

Die Partie bot in dieser Phase, wie schon während einem Großteil der Zeit, einen hohen Unterhaltungswert. Nur auf das erste Tor warteten alle Beteiligten weiterhin. Nach dem Seitenwechsel ging es zunächst etwas ruhiger weiter. Christian Eichner brachte um für frische Energie zu sorgen Marc Lorenz und Alexander Groiß für Benjamin Goller und Lukas Fröde (111., 112.). Und einen weiteren Wechsel gab es wenig später noch oben drauf: Für Gondorf kam David Pisot neu in die Partie (116.). Und als das Elfmeterschießen schon in der Luft lag, gelang den Berlinern auf einmal der Treffer des heutigen Abends. Nach einem Freistoß war es Nico Schlotterbeck, der für eine letztendlich glückliche Berliner Nacht sorgte (118.). Der KSC warf danach noch einmal alles nach vorne, selbst Gersbeck war mit im Strafraum der Eisernen vertreten, doch alle Mühen sollten unbelohnt bleiben. Der Sieg der Eisernen fiel somit glücklich und denkbar knapp aus, schon früher hätten die Karlsruher die Führung erzielen können.

Damit geht es für die Badener in der DFB-Pokal-Saison 2020/21 nicht wie in der vergangenen Spielzeit über die erste Runde hinaus. Als nächste Partie steht der Zweitligaauftakt gegen Hannover 96 am Samstag, den 19. September um 13.30 Uhr an. Ausgetragen wird die Begegnung in der HDI-Arena in Hannover.

 

Karlsruher SC: Gersbeck – Heise, Kobald, Bormuth, Thiede – Fröde (112. Groiß) – Goller (111. Lorenz), Wanitzek, Gondorf, Djuricin (80. Kother) – Hofmann
Union Berlin: Luthe – Schlotterbeck, Knoche, Friedrich – Gießelmann (120. Ryerson), Prömmel ( Griesbeck, Gentner (91. Mees), Trimmel – Bülter (91. Andrich), Ingvartsen, Teuchert (61. Becker)

Tore: 0:1 Schlotterbeck (118.)
Gelbe Karten: Gondorf (27.), Fröde (111.) | Schlotterbeck (45.), Friedrich (58.), Prömel (98.), Trimmel (102.)
Ort: Wildparkstadion
Zuschauer: 450


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