KSC unterliegt Rot Weiß Oberhausen

(eis) In einer schwachen Zweitligabegegnung unterlag der Karlsruher SC Rot Weiß Oberhausen am 25. Spieltag der zweiten Fußballbundesliga mit 0:1 (0:0). Besonders ärgerlich erscheint dieses Resultat in Anbetracht des Zuschauerrekords der laufenden Spielzeit im von 16.116 Zuschauern besuchten Wildparkstadion, von welchen sich viele vom Engagement der KSC Anhänger in der vergangenen Woche locken ließen.

Stefan Kuntz, Cheftrainer der Karlsruher musste neben dem verletzten Marco Grimm auf Goalgetter Danny Fuchs verzichten, der sich im Spiel gegen Arminia Bielefeld die gelb rote Karte eingefahren hatte.
So kehrte Theo Rus zurück in die Startelf der Blau Weißen, Aydin Cetin trieb, wie schon in der vergangenen Auswärtsbegegnung das Mittelfeld der Badener an.

Schon der Beginn der Partie zeichnete sich durch Fehlpässe auf beiden Seiten aus. Nach acht gespielten Minuten ging zum ersten Mal ein Raunen durch das Stadion: Bruno Labbadia setzte sich gegen die Oberhausener Dafensivabteilung durch, zog aus 16 Metern ab, RWO Keeper Adler konnte allerdings parieren. Keine Minute später war es wieder Labbadia, der sein Glück mit einem Drehschuss aus kurzer Distanz versuchte, das Tor aber knapp verfehlte. Ansonsten war es ausnahmslos Schlafwagenfußball, was der Besuchern bis dato geboten wurde. Thomas Walter zwischen den Pfosten des KSC musste nach 22 Minuten zum ersten Mal ins Spielgeschehen eingreifen. Einen Freistoß Dejan Raickovics aus 19 Metern bereitete Walter, der heute seinen 35. Geburtstag feierte, aber keine größeren Schwierigkeiten.
Zehn Minuten vor dem Seitenwechsel gab es dann aber die erste Großchance des Spiels: Nach einem Freistoß Marco Engelhardts überköpfte der starke Torsten Kracht den herauseilenden Oliver Adler, der Ball senkte sich aber knapp über die Queerlatte.

In der zweiten Halbzeit setzte sich der müde Kick fort, bis Oberhausen in der 57. Spielminute überraschend in Führung gehen konnte. Rietpietsch setzte sich auf der rechten Seite durch, seine Flanke erreichte den völlig freistehenden Thorsten Judt, der Geburtstagskind Walter mit seiner Direktabnahme keine Chance ließ.
Der KSC versuchte nun alles ohne aber auch nur einmal wirklich gefährlich vor dem Oberhausener Tor aufzutauchen. In der 71. Spielminute ließ Daniel Graf Oliver Adler stehen, da keiner seiner Teamkollegen mitgelaufen war, konnte die Oberhausener Abwehr allerdings klären. Neun Minuten vor dem Ende spielte der eingewechselte Werner Heinzen einen Abpraller scharf in die Mitte, Gabriel Melkams Schuss konnte der Torhüter gerade so mit dem Fuß abwehren.
In der 86. Minute rettete Thomas Walter sein Team dann noch vor dem 0:2, als er gegen den freistehenden Adis Obad klärte, ehe der eingewechselte Oberhausener Tiéku noch mit Gelb Rot in die Kabine geschickt wurde und Schiedsrichter Matthias Anklam die Begegnung beendete.


Karlsruher SC:

Walter Waterink, Kracht, Rothenbach Rus (45. Birk), Engelhardt (73. Weis), Melkam Cetin Grad, Labbadia (76. Heinzen), Fritz


Rot Weiß Oberhausen

Adler Luginger Wojtala, Ciuca Judt (83. Quallo) Lipinski, Luginger, Scharpenberg Chiquinho (73. Tiéku) Rietpietsch (79. Beliakov), Obad


Tor:

0:1 Judt (57.)


Gelbe Karten: Waterink, Engelhardt, Melkam Luginger, Lipinski
Gelb rote Karte: Tiéku (89.)

Zuschauer: 16.116

Schiedsrichter: Matthias Anklam (Hamburg)
Assistenten: Christian Soltow, Sven Callies


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