KSC-Legenden als Matrosen der Kogge
Am Sonntag steht unser Auswärtsspiel an der Ostsee auf dem Programm. Anpfiff der Partie am 23. Spieltag ist 13:30 Uhr. Aus Empor wurde Hansa, die wurde zur Mecklenburg-Vorpommern-Macht. Aktuell stecken die Hanseaten in Schwierigkeiten, trotz des Trainerwechsels kommen Sie nicht in Schwung. Der Schuh drückt klar in der Offensive, wo der Ball einfach nicht reinwill. Rossbach als Fels in der Abwehr und Fröde als Tormaschine? Die kennen wir doch irgendwo her. Ihr wollt mehr erfahren - dann seit ihr hier, bei Gegner im Detail, genau richtig!

Entstehung der Kogge
Den FC Hansa Rostock gibt es seit dem 28.12.1965. An diesem Tag wurde die Fußballabteilung aus dem elf Jahre zuvor gegründeten SC Empor Rostock ausgegliedert. Aus Empor wurde Hansa, auch bekannt unter dem Spitznamen „die Kogge“. Der Name stammt aus dem Schiff, das das Club-Logo ziert. Mit gehissten Segeln soll es immer Vorwärts gehen. Über die Jahre entwickelte sich die Hansa zum mitgliedstärksten Verein in Mecklenburg-Vorpommern, der auch schon ein Dutzend Bundesliga-Saisons auf dem Buckel hat. Zuletzt pendelte der Ostclub allerdings zwischen Liga zwei und drei. Am Ende der Saison 20/21 gelang den Rostockern der Aufstieg zurück in die Zweitklassigkeit. Damit an der Ostsee auch in der Saison 23/24 Zweitliga-Fußball geboten wird, musste der Aufstiegstrainer Jens Härtel Anfang November weichen. Seither steht Patrick Glöckner am Ruder der Kogge.
Schwierige Saisonphase
Die Rostocker stecken gerade in einer schwierigen Phase. Die Mannschaft konnte unter dem neuen Trainer Patrick Glöckner, noch keine Konstanz aufbauen. Nach dem Jahreswechsel setzte es für Hansa vier Niederlagen und nur einen Sieg. Mit dieser Punkteausbeute darf es aus Sicht der Hanseaten nicht weitergehen. Dabei ist klar, wo der Schuh drückt. In den letzten sieben Spielen gelangen den Rostockern nur zwei Tore. Vorne will irgendwie der Ball nicht rein, sinnbildlich dafür sind die beiden Aluminiumtreffer auf St. Pauli. Es müssen dringend mehr Tore her, mit 18 Treffer in 22 Spielen ist die Hansa-Offensive die harmloseste der Liga. Ein Drittel davon gehen auf Kai Pröger zurück, der Rechtsaußen ist damit Rostocks Top-Torschütze. Aber auch Zuhause ist irgendwie der Wurm drin. Vor Heimischer Kulisse konnte die FC Hansa erst dreimal die vollen Punkte behalten.
Wie die letzten Wochen ist auch Rostock wieder ein zweikampfbetonter Gegner, der die Hälfte seiner Zweikämpfe gewinnt und eine Macht in der Luft ist. Für viele Fouls sammelten die Hanseaten aber auch schon 57 gelbe Karten.
Sicherer Rückhalt seit Jahren
Konstanz gibt es in Rostock vor allem im Tor. Markus Kolke ist seit Jahren ein sicherer Rückhalt und auch in dieser Saison noch ohne verpasste Spielminute. Die Nummer 1 des FCH ist mittlerweile Kapitän der Kogge. Der 32-Jährige hielt in dieser Spielzeit schon 5-mal eine weiße Weste und ist mit 84 gehaltenen Torschüssen ein absoluter Top Keeper in der Liga. Die Stammspieler Neidhart sowie das Sturmduo Breier/Verhoek tragen bereits ähnlich lange die Kogge auf der Brust. Verhoek muss im Heimspiel aber aufgrund seiner 5. Gelben Karte passen. Der sich derzeit in der Reha befindende Lukas Scherff ist sogar schon seit 8 Jahren ein Hanseate!
290 KSC-Pflichtspiele mittlerweile bei der Kogge
Wenn man sich die Mannschaft der Kogge ansieht, trifft man auf einige bekannte Gesichter. Lukas Fröde, bei Rostock aus der Startelf nicht wegzudenken und mit vier Toren immerhin zweitbester Torschütze. „Luki“ spielte von 2019 bis 2021 für unseren KSC, ehe es ihn zunächst via Leihe und später per Option an die Ostsee zog. Der defensive Mittelfeldstratege hat spätestens seit seinem Derby-Siegtor gegen den VfB Stuttgart eine sehr emotionale KSC-Verbundenheit, auch wenn es sein einziges in 53 KSC-Spielen blieb. Hinter Lukas Fröde spielt meistens der Mann mit dem Helm, Damian Roßbach, der für uns von 2018 – 2020 die Fußballschuhe schnürte. Roßbach, der bei uns in 57 Spielen links hinten ganze fünf Tore erzielte schaffte mit uns 2019 den Zweitliga-Aufstieg. Und auch beim Blick an die Seitenlinie trifft man auf eine echte KSC-Legende. Dirk Orlishausen wechselte 2018 von der Fächerstadt in den hohen Norden, um nach einem Jahr als Ersatztorwart zum Torwarttrainer ernannt zu werden. In seinen 7 KSC-Saison war „Orle“ lang die unangefochtene Nummer 1 im Tor und zusätzlich auch unser Kapitän. In 180 Pflichtspielen hat er bei uns Abstiege, Aufstiege und einen Fast-Aufstieg in die Bundesliga miterlebt. Schön, euch wiederzusehen!
Auf der anderen Seite hütet Kai Eisele mittlerweile das KSC-Tor zuverlässig, wenn Gersbeck mal fehlen sollte. Unser Rückhalt stand aber auch mal für insgesamt zehn Partien für die erste und zweite Mannschaft des FC Hansa im Tor.











