KSC fährt ohne Hassa nach Burghausen

(eis) Nach dem misslungenen Start in die neue Zweitligasaison bietet sich für den Karlsruher SC am kommenden Sonntag, 15 Uhr, gegen Regionalligaaufsteiger Wacker Burghausen die Möglichkeit die ersten Treffer und Punkte der Saison einzufahren."Der Zorn bei meinen Spielern über die Art und Weise, wie die Niederlage gegen Köln zu Stande kam, ist sehr groß.", schildert Cheftrainer Stefan Kuntz die mannschaftsinterne Lage. Mittlerweile sei man, so der Coach weiter, aber heiß auf die nächste Partie, habe man am Montag doch trotz der Niederlage eine Bestätigung der Leistung erhalten.

Bereits am morgigen Samstag setzt sich der KSC Tross in Bewegung, wegen der recht langen Anreisezeit trainiert das Team nochmals vor Ort. Zwei Plätze im Mannschaftsbus werden aber unbesetzt bleiben: Bruno Labbadia fehlt wegen seiner Rotsperre, Christian Hassa, der sich am Montag eine Bänderdehnung zuzog, ist entgegen erster Diagnosen doch nicht einsatzbereit. Labbadia nutzt seine Zwangsauszeit um ebenfalls kleinere Blessuren behandeln zu lassen. Ob die beiden dem Spielgeschehen im Bayrischen beiwohnen werden, entscheiden die Ärzte in jedem Falle aber würden sie separat anreisen.

Taktisch wolle man eventuell mit einer Veränderung aufwarten "um den Burghausenern nicht alles auf dem Tablett zu servieren", so Stefan Kuntz.
Die Defensivabteilung der Blauweißen dürfte dies nicht betreffen, hinterließ die Viererkette um Kracht, Waterink, Wawrzyczek und Eggimann einen durchaus positiven Eindruck.
Auch im defensiven Mittelfeld sieht der Übungsleiter keinen Grund zu einer Veränderung, mit der Leistung Bernhard Trares’ zeigte sich Kuntz "sehr zufrieden", wenngleich man dem 36 Jährigen seine lange Spielpause anmerke.

Auf die Frage, warum mit Labbadia, der rot sah, nachdem er seinem Gegenspieler Cichon einen Kopfstoß versetzt hatte und Trares, der vom DFB wegen Meckerns zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, ausgerechnet die beiden Routiniers des Teams eine derartige Undiszipliniertheit an den Tag legten, reagiert der Trainer beschwichtigend. Man dürfe beide Vorfälle nicht in einen Topf werfen, sondern müsse beides für sich betrachten. "Bernhard hat eine Geldstrafe bekommen, diese bezahlt und jetzt ist das kalter Kaffee. Geschwächt hat er uns damit nicht." Anders sehe dies bei der Entgleisung Labbadias aus, der sein Team so auf die Verlierstraße gebracht hatte. Eine vereinsinterne Geldstrafe blüht dem Angreifer jedoch nicht, "das haben wir noch nie so gemacht", so Kuntz. Da Labbadia ohnehin auf seine Auflaufprämie verzichten müsse, mache er sich so schon genug Gedanken über die Situation.

Die beiden freien Plätze im Kader der Badener besetzen Marco Grimm, sowie ein Spieler der Amateurmannschaft.
Grimm stand am Montagabend nicht im Kader, da dieser nur 18 Mann umfassen darf und Kuntz Carsten Rothenbach momentan vor Marco Grimm sieht.
Wer von der zweiten Mannschaft die Profis unterstützen wird, entscheidet Amateur Trainer Edmund Becker am Samstagabend.


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