Karlsruher SC SSV Reutlingen 0:0
(eis) Mit einem torlosen Unentschieden trennten sich am Sonntag Nachmittag vor 10.500 Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion der KSC und der SSV Reutlingen. Trotz einer Überzahl nach zwei Reutlinger Platzverweisen schafften es die Schützlinge von Cheftrainer Lorenz Günther Köstner nicht den erlösenden Siegtreffer zu erzielen.
Vor dem Spiel kehrten beim KSC Gabriel Melkam nach absolvierter Gelbsperre und Aydin Cetin nach überwundener Verletzung zurück in die Startelf, Wawrcyczek und Haffner blieben auf der Bank. Für den verletzten Torsten Kracht kam Mario Eggimann ins Spiel.
Auch die Gäste begannen offensiv. Hinter Mittelstürmer Frommer, der nach seiner Verletzung ins Team zurück kehrte, agierten mit Hoffmann und Würll gleich zwei weitere Angreifer. Endress lief im Mittelfeld auf, zudem kehrte der Mannschaftskapitän Sbordone in die Innenverteidigung zurück. Im Vergleich zum 0:0 bei Burghausen blieben dafür Gambo und Garcia auf der Auswechselbank, Alexander Malchow findet bei Trainer Frank Wormuth künftig keine Berücksichtigung mehr.
Reutlingens angeschlagener Kapitän Sbordone musste aber bereits nach acht gespielten Minuten verletzt wieder aufgeben, Frank Gerster kam für ihn ins Spiel. Die erste nennenswerte Chance der Partie hatte der KSC: Melkam zielte nach einem Doppelpass mit Aydin Cetin aus 18 Metern aber genau auf SSV Schlussmann Goran Curko. Nur 18 Minuten nach seiner Einwechslung war für Frank Gerster der Arbeitstag schon wieder beendet, der kleinliche Schiedsrichter Kinhöfer zeigte dem Mittelfeldspieler Gelb rot. Auch in der Folgezeit präsentierten sich zwei schwache Mannschaften, von denen der KSC wenigstens noch ansatzweise den Weg vors gegnerische Tor fand. Vier Minuten vor dem Seitenwechsel verfehlte Labbadia das Tor in Rücklage weit, nach dem Pausentee war es Carsten Rothenbach, der im Strafraum ins Leere ablegte, anstatt selbst den Abschluss zu suchen (46.). Nach 66 gespielten Minuten dann zum ersten Mal die Gäste aus dem Schwäbischen: Jan Hoffmann setzte sich gegen eine schlafmützige Karlsruher Hintermannschaft durch, fand aber in Torhüter Thomas Walter seinen Meister. Als 15 Minuten vor dem Ende dann auch noch Rüdiger Rehm die gelb rote Karte sah, verteidigte der SSV mit Mann und Maus, KSC Trainer Köstner brachte nach Fuchs und Graf mit Haffner nun auch noch die letzte Offensivkraft ins Spiel, auf Karlsruher Seite standen nunmehr sechs nominelle Angreifer auf dem Feld. Doch all das nutzte nichts, am Ende blieb es beim 0:0.
"Wir haben wieder stark begonnen, schön über die Flügel gespielt", kapitulierte Köstner nach dem Schlusspfiff: "Wir haben einfach keine Ruhe ins Spiel gebracht und dann lief uns die Zeit davon."
Verärgert über die Schiedsrichterleistung zeigte sich indess Gästetrainer Frank Wormuth. Zwar sei der Fußballlehrer froh in Unterzahl einen Punkt aus dem Wildpark entführt zu haben, der Ärger über die beiden diskussionswürdigen Platzverweise gegen seine Elf stand ihm aber ins Gesicht geschrieben. "Wir wollten auch nach der ersten gelb roten Karte noch gewinnen, nach der zweiten mussten wir aber natürlich auf Halten spielen."
Karlsruher SC:
Walter Rothenbach, Eggimann (81. Haffner), Rothenbach Fritz, Trares, Engelhardt (69. Graf), Melkam (46. Fuchs) Cetin Saenko, Labbadia
SSV Reutlingen:
Curko Kies, Spanier, Sbordone (8. Gerster), Rehm Ogungbure, Becker, Endres Würll (68. Schmiedel), Hoffmann Frommer (79. Weigl)
Tore:
Gelbe Karten: Melkam (44.), Fuchs (55.), Waterink (61.), Fritz (89.) Spanier (29.)
Gelb rote Karten: Gerster (36.), Rehm (75.)
Zuschauer: 10.500
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Assistenten: Ralf Späker, Volker Jung











