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Gegner im Detail: Die Würzburger Kickers

Vorberichte von Andreas Kleber

Am Samstag (14 Uhr, Wildparkstadion) steht für den KSC das sechste Heimspiel der laufenden Saison auf dem Programm. Zu Gast sind die Würzburger Kickers. Wir haben die Unterfranken genauer unter die Lupe genommen.

Nach dem bitteren Abstieg aus der Zweiten Bundesliga aufgrund einer desaströsen Rückrunde mit 17 sieglosen Spielen in Folge, standen die Zeichen bei den Würzburger Kickers auf Neustart, was vor allem mit dem Abgang von Erfolgstrainer Bernd Hollerbach zusammenhing. Dieser hatte den Verein von der Regionalliga nach knapp 40 Jahren Abstinenz wieder in den Profifußball geführt. Von vornherein war klar, dass Stephan Schmidt als Nachfolger des ehemaligen Profis ein äußerst schweres Erbe antreten würde. Von nahezu dem gesamten Umfeld wurde der 41-Jährige von Beginn an äußerst kritisch beäugt, was nicht verwunderlich war, denn Schmidts Bilanz im Profibereich las sich mit den Stationen Paderborn und Cottbus relativ dürftig. Von den Vereinsoberen war es ohne Zweifel ein großes Wagnis, im Jahr eins nach Hollerbach nicht auf einen Coach zu setzen, der sich mit der Dritten Liga auskennt.

Zu allem Überfluss kam hinzu, dass einhergehend mit dem Abstieg eine regelrechte Spielerflucht (16 Abgänge) einsetzte. Neben den zwei verbliebenen Stammspielern Emanuel Taffertshofer und Kapitän Sebastian Neumann, sollten vor allem die Neuzugänge Maximilian Ahlschwede, Dennis Mast, Björn Jopek, Simon Skarlatidis, Sebastian Schuppan und Torhüter Wolfgang Hesl tragende Rollen im neuformierten Team der Kickers einnehmen. Doch es kam anders, als von Verantwortlichen und Fans erhofft. Nach elf Spieltagen rangierten die Unterfranken mit gerade einmal zehn Punkten auf der Habenseite auf dem 17. Tabellenplatz. Spätestens zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass Schmidt die von Hollerbach hinterlassene Lücke nicht ansatzweise hatte schließen können. Schmidt selbst hatte noch bei seinem Amtsantritt im Sommer gesagt: „Wenn jetzt Schnee liegen würde, würde ich sehr große Fußstapfen sehen. Zum Glück scheint hier in Würzburg aber meist die Sonne!“

Nach der 0:2-Heimniederlage gegen Unterhaching war der ohnehin nicht sehr hohe Kredit von Schmidt dann endgültig aufgebraucht. „Wir erwarten jetzt von der Mannschaft einen für alle sichtbaren Leistungswillen, der die Kickers wieder in die Spur bringt", sagte der Vorstandsvorsitzende der Würzburger, Daniel Sauer, unmittelbar nach der Entlassung von Schmidt „infolge einer intensiven internen Aufarbeitung der Geschehnisse“. Bis auf weiteres übernimmt Co-Trainer Michael Schiele die Trainingsleitung. „Michael genießt unser vollstes Vertrauen. Er bringt langjährige Erfahrung als Spieler sowie als Co-Trainer mit und besitzt mit der Fußballlehrerlizenz die höchste Qualifikation als Trainer. Wir geben uns jetzt die Zeit, die nötig ist, um die beste Lösung für die Würzburger Kickers zu finden“, erklärte Sauer. Der Einstand von Schiele als Interimstrainer ging allerdings völlig in die Hose. Im Viertelfinale des bayerischen Toto-Pokalwettbewerbs unterlagen die Kickers beim Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim nach Elfmeterschießen mit 4:5.

Wie gewohnt berichten wir von der Partie am 14. Oktober per Live-Ticker und Twitter. Bei Instagram und Snapchat gibt es exklusive Einblicke rund um den 12. Spieltag im Wildparkstadion.

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