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Gegner im Detail: Der Chemnitzer FC

Vorberichte von Andreas Kleber

Am Sonntag hat der KSC im heimischen Wildpark den Chemnitzer FC zu Gast. Anpfiff ist um 14 Uhr. Wir haben den kommenden Gegner vorher genauer unter die Lupe genommen.

Mit hängenden Köpfen und reichlich desillusioniert schlichen die Spieler des Chemnitzer FC nach der herben 1:6-Klatsche beim VfL Osnabrück am 24. Spieltag vom Rasen der „Bremer Brücke“. Nicht nur vonseiten der eigenen Anhänger hagelte es nach der höchsten Drittligapleite in der Historie des CFC herbe Schelte, auch die Presse holte zum kollektiven Rundumschlag aus. So titelte beispielsweise „Bild.de“: „Chemnitz beim VfL verprügelt. In dieser Form hat der CFC in der Dritten Liga nichts verloren!“ Während auf der Homepage des Mitteldeutschen Rundfunks nur von einem „herben Rückschlag“ zu lesen war, schrieb die Regionalzeitung „Freie Presse“: „Den Himmelblauen flog alles um die Ohren!“ Selbst Trainer David Bergner fand deutliche Worte: „Es ist kein Zufall, dass wir so viele Gegentore bekommen haben. Leider sind einige Spieler dabei, die nicht ansatzweise in der nötigen Verfassung sind!“ Rummms, das hatte gesessen!

Fakt ist aber, dass die Sachsen nach rund zwei Dritteln der Saison ganz tief im Abstiegsstrudel stecken. Der Abstand auf den rettenden 17. Platz, den momentan der FSV Zwickau innehat, beträgt trotz des fast schon überlebenswichtigen 2:1-Heimerfolgs gegen Unterhaching am vergangenen Samstag noch immer stolze sechs Zähler. Der Hund liegt vor allem in der wackeligen Defensive begraben. Mit 49 Gegentoren stellen die Chemnitzer bis dato die mit Abstand schlechteste Abwehr der Liga. Dabei hätte nach dem Trainerwechsel Anfang Januar alles besser werden sollen. Wenige Tage vor dem Start ins Wintertrainingslager im spanischen Cambrils, hatte Bergner die Nachfolge von Horst Steffen angetreten. Der wiederum hatte das sportliche Zepter erst im Sommer von Sven Köhler übernommen.

Nach sieben Niederlagen in Folge vor der Winterpause und dem damit verbundenen Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz, blieb den Verantwortlichen des CFC um Sportdirektor Steffen Ziffert nahezu keine andere Wahl, als die Reißleine zu ziehen, und den bei den Spielern durchaus beliebten Steffen in die Wüste zu schicken. Von vielen kritisch beäugt, wurde die Verpflichtung von Trainer-Nobody Bergner, dessen 49-tägiges Chefcoach-Intermezzo bei Rot-Weiß Erfurt mit einem Unentschieden und fünf Niederlagen unter keinem glücklichen Stern stand. Nach fünf Partien mit zwei Siegen und drei Niederlagen hat es allerdings den Anschein, als könne Bergner den Vorschusslorbeeren von Ziffert („David ist der richtige Trainer für die jetzige Situation, er bringt alle Voraussetzungen mit. Ihm ist die Schwere der Aufgabe bekannt, aber er hat den Ehrgeiz und das Wissen, diese zu lösen!“) zumindest ansatzweise gerecht werden. Jedoch ist es dem 44-jährigen Berliner bisher noch nicht gelungen, eine grundlegende Trendwende einzuläuten.

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