Erste Testspiele in Belek
Mit einem Sieg gegen Aalen und einer Niederlage gegen Mönchengladbach II endeten am Montagnachmittag die ersten beiden Testspiele des Karlsruher SC im Trainingslager.

In seinem ersten Testspiel im Trainingslager im türkischen Belek konnte der KSC gegen den VfR Aalen mit 3:1 die Oberhand behalten.
Rund 100 Zuschauer, davon weit mehr als die Hälfte KSC-Fans, sahen im Susesi-Sportkomplex eine Partie, bei der in den ersten Minuten der VfR Aalen besser ins Spiel fand, und mit Haller bereits in der dritten Minute erstmals gefährlich vor Orlishausen auftauchte. Der KSC-Keeper klärte aber souverän.
In der neunten Minute das erste Lebenszeichen des KSC, als sich Steffen Haas aus 22 Metern ein Herz fasste und abzog, den Ball aber leicht über das Tor verzog. Nur zwei Minuten später (13.) entschied der türkische Schiedsrichter auf Elfmeter - Jan Mauersberger hatte den Ball nach einer Traut-Flanke von rechts vermeintlich mit der Hand abgewehrt. Doch KSC-Keeper Orlishausen entschied sich für die richtige Ecke und konnte den von Calamitu getretenen Ball sicher parieren.
Fast aus dem Nichts heraus ging der KSC kurz darauf in der 15. Minute 1:0 in Führung - Hakan Calhanoglu hatte den Ball über die Torlinie befördert. Auf dem Posten zeigte sich der Aalener Keeper Daniel Bernhard in der 24. Minute, als Koen van der Biezen sich halbrechts auf die Reise machte und aus 18 Metern abzog.
Der KSC fand im Laufe der ersten Halbzeit immer besser ins Spiel - und kam zu Chancen. Zunächst durch Hennings, der sich nach einem langen Ball von Daniel Gordon gegen die Aalener Abwehr behauptete und bei seinem Schussversuch nur Zentimeter zu hoch zielte. Nur eine Minute später zwang dann Calhanoglu aus halbrechter Position Bernhard im Aalener Tor dazu, sein gesamtes Können aufzubieten, damit der VfR zu diesem Zeitpunkt nicht mit 0:2 in Rückstand geriet.
In der 41. Minute musste der KSC dann - äußerst unglücklich - den 1:1-Ausgleich hinnehmen. Einen Aalener Freistoß aus halblinker Position konnte Orlishausen an den Pfosten lenken, der Abpraller landete aber unmittelbar vor der Torlinie und vor den Füßen des Aaleners Calamitu, der den Ball ohne Probleme einschieben konnte.
Zur Halbzeit wechselte Kauczinski erstmals aus und brachte Krebs für Blum auf der linken Seite, der VfR Aalen wechselte sein Team komplett. Und wie schon die ersten 45 Minuten begann auch die zweite Halbzeit mit einer Aalener Chance, deren Schuss aber knapp am langen Pfosten vorbei strich.
Ein Freistoß von Calhanoglu war es dann, der in der 56. Minute für Gefahr für das VfR-Tor sorgte. Karlsruhes Ausnahme-Freistoßschütze zwang Keeper Bernhard, über die Latte zur Ecke zu klären.
In der Folge verflachte die Partie, erst Dominic Peitz in der 73. Minute sorgte mit seinem Schuss aus rund 20 Metern wieder einmal für Torgefahr. Die 80. Minute brachte dann die erneute Führung des KSC. Nach einem im Strafraum abgewehrten Calhanoglu-Freistoß entschied der türkische Schiedsrichter auf Handelfmeter - den Karlsruhes Nummer zehn im Anschluss sicher im Aalener Tor versenkte. Zwei Minuten später machte der Doppeltorschütze dann für Debütant Jimmy Marton Platz, der Sekunden nach seiner Einwechslung Bernard mit einem satten Schuss auf die Probe stellte. Krebs (87.) setzte dann mit seinem Treffer zum 3:1 den Schlusspunkt unter den ersten Testspielerfolg.
Das zweite Testspiel am Abend gegen Borussia Mönchengladbach II wurde im Papillon-Sportkomplex um 18.30 Uhr angepfiffen. Am Ende unterlag der KSC mit 1:2 (1:1) gegen Borussia Mönchengladbach II.
Schon nach sechs Minuten gab es hier Grund zum Jubeln für den KSC. Nach einem von halbrechts getretenen Freistoß von Timo Kern war Simon Brandstetter mit dem Kopf zur Stelle und köpfte aus sieben Metern ein.
Gegen die vom früheren Profi Sven Demandt trainierten Gladbacher behielt der KSC auch weiterhin das Heft des Handelns in der Hand. In der 14. Minute versuchte sich Selcuk Alibaz aus hablinker Position mit einer Volleyabnahme. Umso überraschender kam er überraschende Ausgleich der Gladbacher in der 16. Spielminuten nach einer Ecke von rechts, als der Gladbacher Oliver Stang unbedrängt zum Kopfball kam und traf.
Zur Mitte der ersten Halbzeit waren bei leichter Überlegenheit des KSC Chancen auf beiden Seiten Mangelware - der größte Teil der Partie spielte sich im Mittelfeld ab, Torabschlüsse waren keine zu verzeichnen. Erst in der 42. Minute sorgte Selcuk Alibaz für Gefahr, als er von der rechten Seite nach innen zog und sein Schuss fast noch von Silvano Varnhagen im Gladbacher Tor untergebracht werden konnte. Doch der Gladbacher Torhüter reagierte gut. Sein Gegenüber Mathias Moritz im KSC-Tor verhinderte nur wenig später Schlimmeres, als er gegen einen frei vor ihm auftauchenden Gladbacher zur Ecke abwehren konnte. Die größte Chance für den KSC zur erneuten Führung bot sich Elia Soriano, der mit einem Schuss aus der Drehung heraus Pech hatte und am langen Pfosten scheiterte (45.).
Nach zwei Wechseln zur Halbzeit benötigte der KSC zu Beginn der zweiten Spielhälfte nur wenige Minuten, um erstmals wieder gefährlich vor dem Gladbacher Tor aufzutauchen - Selcuk Alibaz zielte aber zu hoch (51.). In der 61. Minute kam Alibaz einen Schritt zu spät, andernfalls wäre er frei vor dem Gladbacher Gehäuse aufgetaucht. Parker Walsh setzte einen 18-Schuss nach einem abgeprallten Ball knapp neben das Tor (69.).
In der 81. Minute schlossen dann die Borussen einen ihrer ganz wenigen Angriffe in der zweiten Halbzeit erfolgreich ab. Marcel Platzeck erzielte das 2:1 und ließ dabei Reule im Tor keine Chance. Kurz darauf fiel fast der Ausgleich - Alibaz zirkelte einen 20m-Freistoß ans Außennetz.
Für den KSC steht im Trainingslager noch ein weiteres Testspiel auf dem Plan. Am Freitag trifft man dabei um 17.00 Uhr (Ortszeit) auf den Zweitligisten FC Erzgebirge Aue.
KSC-Aufstellung gegen Aalen:
Orlishausen - Klingmann, Gordon, Mauersberger, Kempe (61. Walsh) - Peitz, Haas - Calhanoglu (83. Marton), Blum (46. Krebs) - Hennings (61. Benyamina), van der Biezen (61. Dulleck)
KSC-Aufstellung gegen Mönchengladbach II:
Moritz (46. Reule) - Akpoguma (55. Haas), Stoll, Schuster (46. Walsh), Cagara - Varnhagen - Krebs (46. Dulleck), Alibaz - Kern (62. Marton) - Soriano (62. Derici), Brandstetter (58. Benyamina)
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