Ersatzgeschwächt ins Badische Derby
(eis) Die Personalsorgen des KSC Trainers Stefan Kuntz haben sich vor dem morgigen Badischen Derby gegen den SV Waldhof Mannheim im Karlsruher Wildparkstadion (15 Uhr) im Vergleich zur vergangenen Begegnung nicht gerade verkleinert.
Zusätzlich zu den schon in Aachen nicht einsatzfähigen Heinzen, Boehnke, Engelhardt, Ertl und Weis gesellte sich nach der Partie auch Thijs Waterink (Bakterielle Infektion, eine Woche Bettruhe) und Danny Fuchs, der seine fünfte gelbe Karte gesehen hat und somit pausieren muss.
Auf der anderen Seite stehen dem Fußballlehrer aber sowohl Clemens Fritz, der ebenfalls wegen einer Sperre fehlte, als auch der wiedergenesene Theo Rus zum morgigen Anpfiff zur Verfügung.
Als aus personeller Sicht einzig weitere erfreuliche Nachricht sei zu nennen, dass Stefan Kuntz berechtigte Hoffnungen hegt Werner Heinzen noch vor der anstehenden Winterpause wieder in seinem Team begrüßen zu dürfen.
Das Zittern um die Startelf am morgigen Samstag hält aber dennoch an. Der angeschlagene Torsten Kracht konnte heute nicht am Mannschaftstraining teilnehmen und auch Aydin Cetin, der an einer Angina laboriert, ist alles andere als auf dem Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit. Cetin wird allerdings, schon wegen der mangelnden Alternativen, wohl auf alle Fälle auflaufen können. Sollte Torsten Kracht ersetzt werden müssen, rückt Allrounder Carsten Rothenbach in die Blau Weiße Abwehr. Marco Grimm wird den verletzten Mannschaftskapitän Waterink ersetzen und seine Manndeckerposition übernehmen.
Ob der angespannten Personalsituation macht der Chefcoach auch keinerlei Hehl aus dem Rest der Formation, die morgen den Rasen betreten wird. Theo Rus wird ins zentrale Mittelfeld zurückkehren und Aydin Cetin, der zuletzt Clemens Fritz im Sturm ersetzt hatte, den gesperrten Fuchs vertreten.
Auf der Auswechselbank der Wildparktruppe werden, wie zuletzt gegen Aachen, Ivan Saenko und Marcel Löbich von den KSC Amateuren Platz nehmen. Ersterer wird den Karlsruhern aber nach dem morgigen Tag bis zur Winterpause ebenfalls nicht mehr zur Verfügung stehen. Der russische Juniorennationalspieler reist zurück in seine Heimat um dort seinen Schulabschluss nachzuholen. Löbich hingegen konnte in der vergangenen Woche nicht am Mannschaftstraining teilnehmen, da er von seinem Arbeitgeber keine "Freigabe" erhalten hatte.
Als weiterer Spieler der zweiten Mannschaft wird Innocent Melkam, der Bruder von Profi Gabriel auf der Reservebank Platz nehmen.
Da ein solches Derby allerdings jedes Mal aufs Neue etwas Besonderes ist, sind die wenigen einsatzbereiten Spieler jedoch top motiviert und auch ihr Trainer steht dem in Nichts nach: "Wir brauchen morgen viele Zuschauer, die uns puschen. Dann werden wir bis zur letzten Minute alles geben um als Sieger aus dem Derby hervorzugehen."
Darüber, ob dem auch so sein wird, können sich morgen, Schätzungen des KSC zufolge, rund 15.000 Zuschauer selbst ein Bild machen. Aus der Quadratenstadt Mannheim wird mit rund 3.000 Anhängern gerechnet. Wenngleich vielen die Ausschreitungen der Waldhof Fans im Wildpark am Rande des DFB Pokalspiels im August noch in schlechter Erinnerung sein dürften, ist dem Karlsruher SC bisher nichts über verschärfte Sicherheitsmaßnahmen der Karlsruher Polizei bekannt.
Die morgige Begegnung stellt auch gleichzeitig das letzte Heimspiel des KSC im Kalenderjahr 2001 dar. Nach dem Schlusspfiff müssen die Fußballprofis am kommenden Freitag zunächst bei der Spielvereinigung Unterhaching antreten. Bereits fünf Tage später führt die Reise dann erneut in den Freistaat Bayern. Den Jahresabschluss bestreitet der KSC nämlich gegen den FC Schweinfurt 05.











