Einstand nach Maß für den KSC
(eis) Im ersten Pflichtspiel nach dem Aufstieg in die zweite Fußballbundesliga besiegte der KSC Mitaufsteiger FC Schweinfurt mit 1:0 (0:0).
12.500 Zuschauer bejubelten im Karlsruher Wildparkstadion die Rückkehr der Blau Weißen in den Profi Fußball.
Kapitän Thijs Waterink, Marco Grimm und Neuzugang Torsten Kracht bildeten die Innenverteidigung im Team von Trainer Stefan Kuntz, der die Aufstellung seiner Schützlinge bis kurz vor Anpfiff geheim hielt. In der Offensivabteilung setzte Kuntz seine Hoffnungen auf Angreifer Bruno Labbadia, sowie die beiden Flügelstürmer Fritz und Fuchs. Als weiterer Neuzugang beackerte Gabriel Melkam die linke Seite der Badener. Schweinfurt Coach Djuradj Vasic bot mit Josef Tuma nur eine einzige Spitze auf, so dass die Taktik des FC von Beginn an auf Konter ausgerichtet war. Von einem Abtasten der beiden Aufsteiger war zu Beginn der Partie wenig zu sehen, beide Mannschaften legten munter los.
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase mit einigen weniger zwingenden Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, überließen die Gäste aus Franken dem KSC mehr und mehr die Feldherrschaft. Nach 19 Spielminuten hatte Gabriel Melkam die Führung für die Gastgeber auf dem Fuß. Sein gefühlvoller Schuss, nach einem Doppelpass mit Weis im Strafraum, landete allerdings am Innenpfosten des Schweinfurter Gehäuses.
In der Folgezeit lief die Mehrzahl der Karlsruher Angiffe über die starke linke Seite und das Duo Melkam Fuchs. Fuchs war es auch, der nach 21 Minuten auf Clemens Fritz flankte, dessen Kopfball aber das Tor verfehlte. Fritz trat in der ersten Halbzeit noch zwei weitere Male in Erscheinung, als er mit zwei Distanzschüssen aus jeweils 18 Metern nur knapp scheiterte.
Trotz der Karlsruher Überlegenheit blieb es bis zur Halbzeit beim torlosen 0:0.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst ein unverändertes Bild. Die Schweinfurter Defensive verstand es aber zunächst die Offensivbemühungen der Karlsruher zu unterbinden. Erst in der 61. Minute erzielte Danny Fuchs das Tor des Tages. Nach einer scharfen Hereingabe von Tobias Weis, landete sein abgefälschter Schuss unhaltbar in den Maschen des FC Tores.
Die Franken zeigten sich zunächst nur wenig geschockt. Bereits zwei Minuten nach der KSC Führung konnte Thomas Walter einen Schuss Rögeles nur mit Mühe abwehren. Allerdings konnten sich die Schweinfurter nur wenige Einschussmöglichkeiten erarbeiten, da die Badener eine kompakte Defensivleistung boten.
Kurz vor Abpfiff verließen auch den Meister der vergangenen Regionalligasaison die Kräfte und der Vorsprung geriet während einer Schweinfurter Druckphase nochmals in Gefahr. Letzten Endes blieb es, trotz zweier hochkarätiger KSC Konter in den Schlussminuten beim verdienten 1:0 Auftakterfolg.
Die Enttäuschung von FC Trainer Vasic hielt sich nach Spielende dennoch in Grenzen. "Unser Ziel war es mitzuhalten um nach dem Spiel eine Selbstbestätigung zu erhalten und zu sehen, wie wir in der zweiten Liga mithalten können. Letztendlich haben wir gegen eine erfahrene Mannschaft verdient verloren." KSC Coach Stefan Kuntz konnte an der Leistung seines Teams nur wenig aussetzen. "Wir waren heute in der Favoritenrolle, dies wird uns in dieser Saison wohl nur noch selten passieren. Gerade deshalb bin ich froh, dass meine Mannschaft diesem Druck standhalten konnte."
In der kommenden Woche muss sich der KSC nun gegen den Erstligaabsteiger VfL Bochum behaupten, die am heutigen Sonntag die SpVgg Unterhaching mit 2:0 besiegte.
Karlsruher SC:
Walter Grimm, Waterink, Kracht, Melkam (57. Engelhardt) Rus, Birk, Weis Fuchs (84. Ertl), Labbadia, Fritz (71. Graf)
FC Schweinfurt:
Scherbaum Dorbath, Heberle, Schneider, Gröger Kresin, Gerhardt (82. Seufert), Rögele, Skoric (69. Nagorny) Sprecakovic Tuma (82. Stockmann)
Tor: 1:0 Fuchs (61.)
Gelbe Karten: Kracht (78.), Rus (86.) Skoric (56.), Gröger (71.), Dorbath (80.)
Schiedsrichter: Lutz Wagner (Hofheim), Assistenten: Tobias Welz, Daniel Iaccarino











