Der Spielbericht zu VfL Bochum - KSC

Trotz zweimaligem Rückstand: Remis im Ruhrgebiet

Spielberichte von Michael Wolf

Am 17. Spieltag und somit zum Hinrunden- und Jahresabschluss ging es für unseren KSC zum Bundesligaabsteiger VfL Bochum. Die umkämpfte Partie endet trotz zweimaligem Rückstand und mit einer deutlichen Leistungssteigerung mit 2:2. Im Spielbericht gibt es die Partie zum Nachlesen.

Christian Eichners Taktik

Im letzten Spiel des Kalenderjahres 2025 war Cheftrainer Christian Eichner aufgrund zweier Sperren und einer Wadenverletzung zum Rotieren gezwungen. Marcel Beifus und Startelf-Debütant Paul Scholl kamen für das gesperrte bzw. verletzte Duo Franke/Kobald in die Innenverteidigung. Andreas Müller ersetzte den noch leicht angeschlagenen Pinto Pedrosa, der aber zumindest auf der Bank Platz nahm, und im Sturm ersetzte Philipp Förster Leon Opitz (Bank) und Roko Simic kam für den ebenfalls gesperrten Fabian Schleusener zum Zug. Gepaart mit den Stammkräften Wanitzek, Herold, Rapp, Burnic und Jung agierten die Blau-Weißen zu Beginn in einer 5-3-2-Formation mit Rapp in der zentralen Innenverteidiger-Position.

Das Spiel in der Zusammenfassung

Lang dauerte es nicht, bis das erste Raunen durchs Vonovia Ruhrstadion ging. Bernat nahm den Abschluss des durchgebrochenen Pannewig jedoch locker auf (2.). Die ganz in weiß gekleideten Karlsruher meldeten sich zunächst immer wieder mit Halbfeld-Flanken in der Bochumer Hälfte an, die allerdings zunächst nicht in aussichtsreichen Abschlüssen mündeten. Ein doppelter Freistoß auf der linken Seite sorgte dann nach mehreren Stationen doch für Gefahr im VfL-Strafraum, doch auch hier kam kein Karlsruher entscheidend an die flache Hereingabe(9.). Die gute KSC-Phase wurde durch einen Bochumer Abschluss kurz unterbrochen, doch Bernat war auch beim Schuss des Ex-Karlsruhers Hofmann nicht wirklich gefordert (10.).

Mehr Ballbesitz beim KSC

Rund zwei Zeigerumdrehungen später nutzte Wätjen einen Fehler im Aufbauspiel zum Distanzschuss, wobei der wuchtige Versuch dann doch einen guten Meter über den Kasten flog (12.). Beide Teams überbrückten in dieser Phase das Mittelfeld problemlos, sodass nur kurze Zeit später unser Kapitän seine "Waffe", also seinen rechten Fuß, zeigten. Horn musste gegen den Schuss von Wanitzek beide Fäuste hochreißen, um den Einschlag zu verhindern (13.). Allgemein hatte der KSC zu dieser Zeit deutlich häufiger den Ball am Fuß, nach einer Viertelstunde standen in den LIVE-Daten rund 60 Prozent Ballbesitz zu Buche. Danach passierte lange Zeit auf beiden Seiten nichts, bis Burnic im Strafraum Förster freispielte, dessen Flanke auf Simic jedoch im letzten Moment geklärt wurde (26.).

Rückstand nach Eckball

In die bisher ruhigste Phase des Spiels und einer leichten Überlegenheit seitens des KSC fiel dann plötzlich der Führungstreffer für den VfL. Nach einem Eckball flankte Wittek von links weit in den Strafraum, wo Hofmann per Kopf zurück Richtung Fünfmeterraum gab. Dort stand Onyeka in zentraler Position deutlich zu frei und drückte das Spielgerät an mehreren Gegen- und Mitspielern vorbei über die Linie - 1:0 (35.). Die Fächerstädter zogen sofort das Tempo wieder an und nahmen den Rückstand nicht einfach so hin. Zwei Hereingaben von der rechten Seite fanden jedoch nicht den geeigneten Abnehmer (37. & 38.). Aber die Körpersprache stimmte, die Köpfe blieben oben, der Kampf wurde angenommen! In der Nachspielzeit tauchte Wanitzek nach schönem Pass von Jung nochmals vor Horn auf, scheiterte aus spitzem Winkel jedoch am gut reagierenden Schlussmann (45.+3). Es ging also mit einem knappen Rückstand in die Pause.

Start nach Maß nach Wiederanpfiff!

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wechselte Cheftrainer Eichner im Sturm: Fukuda ersetzte Simic. Und die eingewechselte Leihgabe aus Mönchengladbach hatte direkten Einfluss - und wie!! Jung flankte aus dem rechten Halbfeld auf den Kopf unserer Nummer 13. Der Bochumer Keeper ließ den Kopfball allerdings genau in die Mitte abprallen. Wanitzek reagierte am schnellsten und blieb aus zentraler Position eiskalt - 1:1 (47.). Der Ausgleich! Der KSC blieb am Drücker und drängte auf den Führungstreffer. Die nächste Hereingabe nach schöner Einzelleistung von Herold verfehlte jedoch haarscharf alle badischen Abnehmer (52.). Nur wenige Momente später endete eine schöne Kombination am gegnerischen Strafraum. Wanitzek & Co. hielten den Druck hoch!

Wätjen meldet VfL an

Bis zur 61. Minute waren unsere Gastgeber im zweiten Durchgang abgemeldet. Eine unzureichende Klärung aus dem eigenen Strafraum lud Wätjen zum Distanzschuss an, der allerdings einen guten Meter am rechten Winkel vorbeiflog. Im direkten Gegenzug kam Fukuda im Vollsprint an den Ball, konnte das Spielgerät aber nicht entscheidend verarbeiten. Wätjen blieb der Aktivposten der Hausherren, bei seinem nächsten Ausflug in den Strafraum wählte er allerdings den Schwalbenversuch gegen Rapp und wurde dafür zurecht verwarnt (65.).

Erneuter Rückstand

Trotz deutlicher Leistungssteigerung im zweiten Durchgang entstand aus einem eigenen Einwurf der erneute Rückstand. Hofmann wurde am Strafraum nicht vom Ball getrennt, seine Weitergabe auf den linken Flügel segelte direkt zurück in den Strafraum, wo Onyeka per Kopf den Doppelpack schnürte - 2:1 (69.). Mit noch 20 Minuten auf der Uhr war jedoch noch genug Zeit, auch diesen Rückstand wieder zu egalisieren! Und unsere Jungs gaben nicht auf: Nach einer Herold-Ecke kam Wanitzek aus der Distanz zum Abschluss, der Versuch rauschte nur Zentimeter am langen Pfosten vorbei (76.). Für die Schlussphase brachte Eichner mit Pinto Pedrosa und Laghrissi zwei Jungakteure, wobei Ersterer auch nur wenige Momente später im Strafraum auftauchte, jedoch nicht zum Abschluss kam (81.). 

Enge Schlussphase

Und das Anrennen wurde belohnt! Wanitzek öffnete mit einer Lauftäuschung den linken Flügel für Herold, der eine bärenstarke Flanke in den Fünfmeterraum schlug. Dort stieg Fukuda deutlich am höchsten und beförderte das Kunstleder per Kopf über die Linie - 2:2 (86.). Der erneute und absolut verdiente Ausgleich! Die Schlussphase der umkämpften Partie endete dann ohne große Chancen auf beiden Seiten. Es blieb beim Unentschieden.

Fazit und Ausblick

Die Leistungssteigerung und der große Kampf wurde mit einem Punkt in Bochum gelohnt. Die Mannschaft rund um Kapitän und Torschütze Marvin Wanitzek zeigte im Ruhrgebiet eine tolle Moral und erkämpfte sich trotz zweier Rückstände einen hochverdienten Punkt im Ruhrgebiet.

Der KSC verabschiedet sich somit mit einem Remis in die Winterpause. Weiter geht es am Samstag, dem 03. Januar, um 10:00 Uhr mit dem Trainingsauftakt. Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Die Daten zur Partie

VfL Bochum: Horn - Morgalla (70. Passlack), Loosli, Strompf, Wittek - Alfa Ruprecht (57, Miyoshi), Lenz, Onyeka (90. Koscierski), Pannewig, Wötjen (70. Kwarteng) - Hofmann

KSC: Bernat – Jung, Scholl, Beifus (79. Pinto Pedrosa), Herold – Burnic (79. Laghrissi), Müller (90.+3 Kritzer), Rapp, Wanitzek - Förster, Simic (46. Fukuda)

Tore: Onyeka (35. & 69.) | Wanitzek (47.)
Ergebnis: 2:1 (1:0)
Gelbe Karten: Wätjen (65.), Miyoshi (68.) | -
Schiedsrichter: Marc Philip Eckermann
Ort: Vonovia Ruhrstadion


Match
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