Der ‚Weiße Blitz’ wird 80

von David Ruf

Als »Weißer Blitz« ging er in die Annalen der Leichtathletik ein: KSC-Sprinter und Ehrenmitglied Heinz Fütterer galt als einer der ersten deutschen Sportstars der Nachkriegszeit. Als er 1954 die 100 Meter in Weltrekordzeit bewältigte, überstrahlte sein Ruhm sogar den Glanz der Fußball-Weltmeister von Bern: Bei der Wahl zum »Sportler des Jahres« lag Fütterer vor Fritz Walter. Heut wird der in Elchesheim-Illingen lebende Fütterer 80 Jahre alt.

Heinz Fütterer (72) lief als 17-jähriger bereits bei seinen ersten Wettkämpfen der Konkurrenz „auf und davon“. Prof. Robert Suhr, damals Präsident des KSC-Vorläufers Phönix Karlsruhe, hatte das Sprungtalent von Heinz Fütterer entdeckt und ihm einen Arbeitsplatz beim damaligen Badenwerk besorgt, hier konnte er die Ausbildung mit der sportlichen Karriere verbinden. 1951, mit 19 Jahren, wurde er für den Phönix im 100m-Lauf Deutscher Meister. 1954 folgte in Bern der Doppel-Europameistertitel über 100 und 200 Meter sowie in Yokohama mit 10,2 Sekunden der 100-Meter-Weltrekord.

Im Rahmen eines KSC-Ehrungsabends vor einigen Wochen überreichten KSC-Vizepräsident Georg Schattling und Vereinsratsvorsitzender Dieter Gläser Heinz Fütterer eine Grafik mit den schönsten Bildern seiner aktiven Zeit. Anlass für die Ehrung war ein weiteres Highlight. Die Aufnahme des dreifachen Europameisters und Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele von Melbourne 1956 in die „Hall of Fame des deutschen Sports“. Dort steht Heinz Fütterer als herausragender Sportler in einer Reihe mit Persönlichkeiten mit Sepp Herberger, Franz Beckenbauer und Steffi Graf.

Heinz Fütterer nutzte den Anlass, um sein blau-weißes Herz zu beweisen: „Ich habe in meiner Karriere mehr als 500 Rennen gewonnen, davon bin ich 400 im KSC-Trikot gelaufen“, betonte er. Der KSC gratuliert von dieser Stelle aus nochmals herzlich zum 80. Geburtstag und wünscht alles Gute!


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