2:1 Heimsieg gegen Heidenheim
Am 10. Spieltag der 2. Bundesliga empfingen wir den 1. FC Heidenheim zum Fluchtspielspiel am Samstagabend um 20:30 Uhr im BBBank Wildpark. Alle Infos zum 2:1-Heimerfolg gibt es im Spielbericht zum Nachlesen.

Max Senfts Taktik
Im Vergleich zum Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach unter der Woche entschied sich unser Trainer sowohl für personelle als auch taktische Veränderungen. Max Senft stellte vom 3-4-3-System auf die 5-3-1-1-Formation um und brachte mit Paul Scholl einen neuen Innenverteidiger, da Marcel Franke krankheitsbedingt fehlte. Für Scholl war es der erste Startelf-Einsatz in dieser Saison. Neben ihm spielten wie schon in den vergangenen Wochen Christoph Kobald und Sandro. Flankiert wurde die Dreierabwehrkette abermals von Rafael Pinto Pedrosa auf rechts und Deniz Ofli auf der linken Seite, die im Ballbesitz beide mit nach vorne schieben und aus dem 5-3-1-1-System eine 3-4-3-Formation machen sollten. Im Mittelfeld rückte Kevin Wiethaup anstelle von Egloff in die Startelf und bildete mit Väänänen, Civeja und Marvin Manitzek als Raute formiert das Zentrum. Als alleiniger Stümer in vorderster Reihe agierte Shio Fukuda.
Neben Moritz Broschinski und dem kranken Marcel Franke, fehlte leider auch Sebastian Jung. Unser Rechtsverteidiger hat sich beim Spiel in Magdeburg einen kleinen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen und wird uns in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen. Das haben die Untersuchungen am gestrigen Freitag ergeben. Héliton hingegen hatte seine Oberschenkelbeschweren überwunden und war nach wochenlanger Pause wieder Teil des Kaders, nahm aber zunächst auf der Bank Platz.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Chancen ohne Ende
Unter strahlendem Flutlicht und leicht fröstelnden Temperaturen pfiff der Unparteiische Sören Storks das Abendspiel pünktlich um 20:30 Uhr an. Unser KSC startete furios in die Partie und mit dem ersten Angriff zappelte der Ball auf Anhieb im Netz. Nach tollem Steckpass von Wanitzek lief Fukuda frei auf Dähnes Kasten zu und verwandelte zum vermeintlichen 1:0. Leider war unsere Nummer 13 ein bisschen zu früh in die Tiefe gestartet und stand somit beim Zuspiel unseres Kapitäns knapp im Abseits. Folgerichtig hatte der Treffer keinen Bestand und es blieb beim 0:0. Die Senft-Elf war in der Folge weiterhin am Drücker und hatte in der siebten Minute durch Deniz Ofli die nächste gute Chance auf die Führung. Nach einem Einwurf setzte sich Fukuda gut durch und marschierte mit großen Schritten in Richtung gegnerisches Tor. Im richtigen Moment legte er auf den mitgelaufenen Ofli quer, dessen Schuss noch leicht abgefälscht über dem Kasten landete. Nur wenige Minuten später hatten unsere Fächerstädter die nächste Gelegenheit: Wieder war es unsere Nummer 13, die den Ball ins gegnerische Drittel trieb und Marvin Wanitzek auf rechts mitnahm, am langen Pfosten verpasste Civeja nur knapp die Hereingabe unseres Captains. Kurz darauf meldeten sich auch die Gäste das erste Mal in der Partie an und verzeichneten durch Mhamdi den ersten Abschluss. Wenige Zeigerumdrehungen später folgte dann auch die erste Großchance für die Heidenheimer. Eine Flanke von links landete über Umwege bei Mikkel Kaufmann, der nicht lange fackelte und abzog. Paul Scholl stand genau richtig und blockte den Schuss auf der Linie.
Civeja bringt die Führung
In der 19. Spielminute belohnte sich unser KSC für eine starke Anfangsphase und ging mit 1:0 in Führung. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schnappte sich Tim Civeja das Leder und nahm Fahrt auf. Auf dem Weg zum Tor setzte sich unsere Nummer 23 gegen mehrere Gegenspieler durch und blieb stets am Ball. Im Sechzehner angekommen, nahm er den Kopf hoch und legte die Kugel überlegt ins linke Eck – 1:0. Heidenheim reagierte auf den Rückstand nur wenig später mit einem Kopfball von Mainka, den Hansi Bernat jedoch sicher parieren konnte (22.). Auch Costlys Versuch per Kopf nach einem Eckball brachte nichts ein (29.). Heidenheim wurde aktiver, aber auch unsere Elf fand immer wieder Lösungen auf dem Weg in die gegnerische Hälfte. Allen voran die rechte Seite mit Rafael Pinto Pedrosa sorgte stets für Gefahr. Die nächste Chance des FCH hatte Christian Conteh, der nach Kopfballballverlängerung von Zivzivadze am linken Strafraumrand das Eins-gegen-Eins-Duell gewann und das lange Eck anvisierte. Erneut war unsere dänische Nummer Eins zur Stelle. Auf der anderen Seite war kurz darauf auch Heidenheims Schlussmann gefordert. Die zweiten Bälle landeten immer wieder bei unserem KSC und so auch in der 39. Minute: Wiethaup schaltete am schnellsten und riss das Spielgerät an sich. Mittels eines sensationellen Steilpasses fand er Shio Fukuda, der den ersten Verteidiger ins leere grätschen ließ und es dann im kurzen Eck probierte, aber an Dähne scheiterte. Den nahezu identischen Pass in die Spitze konnte der Japaner nur wenige Augenblicke später leider nicht mehr erreichen. So verabschiedeten sich unsere Jungs vorerst mit einer 1:0-Führung und einem guten Gefühl in die Pause.
Intensiver Start in den zweiten Durchgang
Der erste Abschluss der zweiten Hälfte gehörte unserem KSC. Kevin Wiethaup setzte am Sechzehnereck zum Dribbling an und probierte es dann aus spitzem Winkel, sein Schuss verfehlte den Kasten allerdings deutlich. Aber auch die Gäste erwischten einen guten Start in den zweiten Durchgang und sorgten durch einen Eckball für ordentlich Gefahr. Mikkel Kaufmann stieg nach Heules Hereingabe am höchsten und verfehlte nur knapp den Kasten. In den ersten Minuten nach Wiederanpfiff ging es hin und her. Kevin Wiethaup setzte in der 50. Minute zum Sprint in den freien Raum an und wurde traumhaft von Tim Civeja bedient. Jedoch erkannte Heidenheims Torhüter Dähne die Situation und eilte rechtzeitig aus seinem Kasten, um den Pass abzufangen. In der 60. Minute hatte Shio Fukuda das 2:0 auf dem Fuß. Schöppner köpfte einen Ball zurück auf seinen Innenverteidiger-Kollegen Föhrenbach, der allerdings wegrutschte und somit die Tür für unseren Japaner öffnete. Fukuda scheiterte aus kurzer Distanz an Dähne. Beide Trainer wechselten nach etwas mehr als einer Stunde ordentlich durch und brachten frische Energie. Unter anderem betrat Noel Eichinger in der 67. Minute den Rasen und leitete kurz darauf den nächsten Karlsruher Angriff ein. Unsere Nummer elf machte auf der rechten Außenbahn ordentlich Meter bis hin zur Grundlinie und legte die Kugel überlegt in den Rückraum. Tim Civeja stand goldrichtig und brachte sich durch einen kurzen Wackler in eine gute Abschlussposition. Seinen flachen Schuss in das linke Eck konnte Dähne jedoch parieren.
Einer zum Genießen
Zehn Minuten vor Schluss brachte unser Kapitän dank eines Traumfreistoßes aus 17 Metern den BBBank Wildpark zum Beben. Nach einem Foulspiel an Scholl an der Strafraumkante legte sich Wanitzek die Kugel zurecht und streichelte das Leder sehenswert in den linken Knick – 2:0 (80.). Aber Heidenheim antwortete: In der 88. Minute verkürzte der eingewechselte Vogt nach einer Flanke von Paçarada per Kopf auf 2:1. Daraufhin witterten die Gäste eine Chance auf den Ausgleich und schmissen in den Schlussminuten alles nach vorne. In der 91. Minute rutschte Zivzivadze in zentraler Position aus und trat deshalb am Leder vorbei. Die Schwaben waren gänzlich nach vorne gerückt und so ergab sich für unseren KSC Räume zum Kontern. In der 92. Minute rauschte Wanitzeks Abschluss nach einem Sprint über das gesamte Feld nur Zentimeter am Kasten vorbei. Ein letzter Eckball des FCH brachte nichts mehr ein und so überstanden wir die Schlussoffensive der Gäste und siegten mit 2:1.
Fazit & Ausblick
Nach einem aufopferungsvollen Kampf über 96 Minuten und leidenschaftlichem Spiel nach vorne konnten wir den Bundesliga-Absteiger aus Heidenheim am Ende mit 2:1 bezwingen und wichtige drei Punkte einfahren.
Nächstes Wochenende geht es für unsere Blau-Weißen nach Bochum: Am 11. Spieltag der 2. Bundesliga sind wir am Sonntagmittag um 13:30 Uhr im Ruhrstadion zu Gast.
Die Daten zur Partie
1. FC Heidenheim: Dähne – Mhamdi (67. Busch), Mainka, Föhrenbach, Heule – Hennrich (46. Honsak), Schöppner (67. Siersleben) – Costly (79. Paçarda, Conteh (46. Vogt) – Zivzivadze, Kaufmann
KSC: Bernat – Pinto Pedrosa, Kobald, Scholl, Sandro, Ofli (59. Bergh) – Wiethaup (67. Eichinger), Väänänen, Civeja, Wanitzek – Fukuda (90. +3 Meyer)
Ergebnis: 2:1
Tore: 1:0 Civeja (19.), 2:0 Wanitzek (80.) | 2:1 Vogt (88.)
Gelbe Karten: 55. Väänänen, 90.+3 Senft | 78. Busch
Schiedsrichter: Sören Storks
Ort: BBBank Wildpark
Zuschauende: 28.453










