Becker grübelt über Pokal-Startelf

Profis von Andreas Eisinger

Fast sechs Wochen Vorbereitung, über 40 Trainingseinheiten und sieben Testspiele lagen hinter Mario Eggimann, als er heute Morgen im Karlsruher Renaissance-Hotel das Podium betrat. Der alte und neue Mannschaftskapitän erzählte von der Vorfreude auf die Bundesligasaison.

Von Andreas EisingerDer KSC und Partner „ascent“ hatten zur Jahrespressekonferenz geladen.

„Wir hatten eine lange Vorbereitung und irgendwann ist es einfach genug“, sagte Eggimann. Den Ausrutscher beim 0:3 im letzten Vorbereitungsspiel gegen den SC Freiburg bezeichnete er als „Schuss vor den Bug, der uns gut getan hat.“ Am Sonntag wird es für den KSC ernst – bevor die Mannschaft im Konzert der Großen mitspielt, darf er aber noch einmal in die gewohnte Favoritenrolle schlüpfen: Im DFB-Pokal muss die Elf von Trainer Edmund Becker bei der TSG Neustrelitz (Sonntag, 15 Uhr) auf den Platz. Morgen früh um sieben Uhr steigt die Mannschaft in den Bus, dann geht es von Stuttgart aus nach Berlin und von der Bundeshauptstadt aus weiter zur Mecklenburgischen Seenplatte.

 

Im Spiel gegen den Oberligisten zählt für Becker „natürlich nur ein Sieg.“ Dennoch will es der Trainer nicht zu locker angehen lassen, einen weiteren peinlicher Ausrutscher vor dem Bundesliga-Start will er vermeiden. „Wir wollen uns vor dem ersten Saisonspiel noch mal Selbstvertrauen holen“, erklärte „Ede“ Becker, „aber auch finanziell ist der Pokal für den KSC lukrativ.“

 

Die Stammelf, mit der Becker das erste Pflichtspiel als Bundesligaverein bestreiten will, steht schon so gut wie fest. Neben dem langzeitverletzten Florian Dick (Becker: „Aber er macht große Fortschritte!“) kommt das Spiel auch für Mittelfeldmann Massimilian Porcello (Muskelfaserriss) zu früh.

 

Vor Torwart Markus Miller setzt das Trainerteam auf die Viererabwehrkette mit Andreas Görlitz auf der rechten Seite, Kapitän Eggimann und Maik Franz im Zentrum und Christian Eichner links. Im Mittelfeld sind Godfried Aduobe, Michael Mutzel und Tamas Hajnal gesetzt. In der Offensive soll Bradley Carnell den Mittelstürmer in Szene setzen – der heißt entweder Edmond Kapllani oder Sebastian Freis. „Edmond ist noch nicht in der Form, in der ich ihn gerne hätte“, begründete Becker seine Gedankenspiele. Ein weiterer Wackelkandidat in der Startelf ist Neuzugang Alexander Iashvili in der rechten Offensive; für ihn könnte Christian Timm zum Zug kommen. Christopher Reinhardt bleibt zu Hause, „auch er bringt noch nicht die Leistung, die wir von ihm erwarten“, erläuterte Becker, der außerdem ein „Machtwort“ in Sachen Taktik sprach: „Ich höre immer wieder, wir würden in unserem neuen System nur mit einer Spitze spielen. Das wird mir zu sehr überbewertet – wenn wir den Ball haben, haben wir sogar vier Spitzen!“

 

Anstoß ist am Sonntag um 15 Uhr – für alle daheim gebliebenen berichtet unser Ticker natürlich wie immer live.


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