Becker erwartet "knüppelnde" Jenenser
"Die haben nichts zu verlieren, darauf müssen wir vorbereitet sein", sagt Trainer Edmund Becker vor der Abreise zum Auswärtsspiel beim FC Carl Zeiss Jena (Sonntag, 14 Uhr). Trotz komfortablem Vorsprung auf die Nichtaufstiegsränge will Becker auswärts keinen Schongang einlegen.

Von Andreas Eisinger
"Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass wir jedes Heimspiel gewinnen", warnt Becker. "Die Gegner stellen sich hinten rein, hauen den Ball nach vorne - da kann es auch mal passieren, dass wir nicht durchkommen." Deshalb will der KSC-Cheftrainer am Sonntag bei den Thüringern nachlegen, nach dem "Big Point" vom Montagabend, als die Karlsruher den 1. FC Köln besiegten.
Bei Jena habe es in der Winterpause einen Umbruch gegeben, erklärt Becker, das Spiel gegen 1860 München hat er in Thüringen beobachtet. "Da hat Carl Zeiss ganz schön geknüppelt", lautet sein Fazit des Sichtungs-Ausflugs. Dagegen will Becker mit einer fast unveränderten Mannschaft ankämpfen: Nur Maik Franz fehlt nach seiner zehnten gelben Karte. Martin Stoll hat die schwere Aufgabe, den Leistungsträger in der Hintermannschaft zu ersetzen. "Martin hat in der Vorrunde schon Mario Eggimann vertreten, er hat unser volles Vertrauen", sagt Becker.
Im rechten Mittelfeld ist Giovanni Federico gesetzt - auch nach der Bekanntgabe seines Wechsels zu Borussia Dortmund. "Ich hatte schon die Hoffnung, dass wir ihn halten können", erläutert Becker, "aber jetzt wünsche ich mir, dass die Fans ihn nicht auspfeifen werden. Am besten wäre natürlich, er würde gleich wieder anfangen zu treffen, aber der Mensch ist nunmal keine Maschine." Auch Manager Rolf Dohmen zeigt sich enttäuscht über den Abgang des torgefährlichen Mittelfeldspielers: "Ich habe ihn jahrelang gejagt und jetzt ist er mir durch Lasso gegangen. Das tut weh, aber so ist das Geschäft. Jetzt soll er uns noch in die erste Liga schießen und dann wünsche ich ihm in Dortmund viel Erfolg."











