3:1-Sieg nach starker 2. Hälfte
Am 27. Spieltag empfingen wir das Kleeblatt aus Fürth zum Heimspiel im BBBank Wildpark. Im Spielbericht gibt es alles zum Heimsieg zum Nachlesen.

Christian Eichners Taktik
Nach der ernüchternden Niederlage im Derby am vergangenen Sonntag reagierte KSC-Cheftrainer Christian Eichner mit drei Veränderungen in der Startelf. Rafael Pinto Pedrosa ersetzte Routinier Sebastian Jung auf der rechten Abwehrseite und Nicolai Rapp durfte nach überstandener Verletzung das erste Mal in diesem Kalenderjahr im defensiven Mittelfeld starten. Für ihn rotierte Winterneuzugang Hyeokkyu Kwon auf die Bank. Außerdem fehlte Dauerläufer David Herold dem Team aufgrund seiner fünften Gelben Karte. Für ihn ging Dzenis Burnic aus dem zentralen Mittelfeld auf die linke Defensivseite. Die frei gewordene Position im Zentrum bekleidete Lilian Egloff.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Erneut ein früher Rückschlag
Früh in der Partie gingen die Gäste aus Fürth in Führung. Nach einem Ballverlust am eigenen Strafraum kam das Kleeblatt in Person von Branimir Hrgota und anschließend Dennis Srbeny zur Doppelchance. Beide Versuche konnten geblockt werden, beim dritten Versuch von Fürths Toptorjäger Futkeu aus nächster Distanz war unsere dänische Nummer 1 schlussendlich machtlos (5.). Auch in den ersten Minuten nach dem Führungstreffer war es das Team von Fürth-Coach Heiko Vogel, das sich in die gegnerische Hälfte kombinieren konnte. Unsere Jungs mussten sich nach dem frühen Schock etwas erholen, wurden aber immer wieder von den eigenen Fans und Cheftrainer Eichner nach vorne gepeitscht.
Riesenchance zum Ausgleich
Nach der ersten Viertelstunde überließen die Gäste das Spielgerät zunehmend den Karlsruher Hausherren, die in der 19. Spielminute zur ersten gefährlichen Chance kamen, als Kapitän Wanitzek im Strafraum Roko Simic fand, der den leicht hüpfenden Ball aber nicht erwischte. Kurz darauf entstand die nächste Gelegenheit unserer Mannschaft. Nach einem Freistoß unseres Kapitäns stieg Marcel Franke am höchsten, sein Kopfball verfehlte den Fürther Kasten jedoch knapp.
Bitterer Ausfall
In der 27. Spielminute musste Christian Eichner bereits zum ersten Mal verletzungsbedingt wechseln. Der gerade erst von einer Verletzung zurückgekehrte Lilian Egloff war ohne gegnerische Beteiligung liegen geblieben und konnte nicht weiterspielen. Für ihn kam Philipp Förster in die Partie. In der Folge fand das Spielgeschehen meist in der Fürther Hälfte statt, die Karlsruher Jungs hatten jedoch Schwierigkeiten sich vor das Tor von Silas Prüfrock zu kombinieren.
Chancenarmer erster Durchgang
Wenn es gefährlich wurde, dann meist nach ruhendem Ball. So auch in der 37. Spielminute, als ein Freistoß aus dem Halbfeld verlängert wurde und Christoph Kobald in den Ball rauschte und der Ball im Nachsetzen im Netz zappelte. Allerdings hatte der Unparteiische Marc Philip Eckermann zuvor zurecht auf Foul am Fürther Schlussmann entschieden. Somit ging es bereits zum dritten Mal in Folge mit einem Rückstand für unsere Mannschaft in die Kabine.
Pari durch Pinto Pedrosa
Zur zweiten Hälfte reagierten beide Trainer. Auf Karlsruher Seite bildete Fabian Schleusener nun zusammen mit Louey Ben Farhat die Doppelspitze. Beim Kleeblatt kam Luca Itter für Reno Münz. Kurz nach Wiederanpfiff ertönte zum ersten Mal an diesem Tag die Karlsruher Torhymne. Die KSC-Elf kombinierte sich bis an den Strafraum. Burnics stramme Hereingabe von der linken Seite fand in der Mitte den eingelaufenen Pinto Pedrosa, der vollendete (47.). Beflügelt vom Ausgleichstreffer waren es weiterhin die Hausherren, die das Spiel bestimmten und auf den nächsten Treffer drängten.
Nächster verletzungsbedingter Wechsel
Die erste Fürther Chance im zweiten Durchgang ereignete sich in der 54. Spielminute, als die Fürther aus aussichtsreicher Position einen Freistoß zugeschrieben bekamen, den Felix Klaus nur knapp über den Karlsruher Kasten setzte. Um die Stundenmarke herum war Christian Eichner erneut zum verletzungsbedingten Wechsel gezwungen. Nicolai Rapp konnte nicht weiterspielen und wurde von Andreas Müller ersetzt.
Alu rettet für das Kleeblatt
Dieser war an der nächsten riesigen Möglichkeit für den KSC beteiligt, als er einen Gegenspieler aussteigen ließ und den Ball auf den langen Pfosten zu Marvin Wanitzek chippte. Unser Kapitän traf per Direktabnahme allerdings nur das Aluminium (69.). In der Folge hatten beide Mannschaften kleinere Möglichkeiten, wurden dabei aber nicht zwingend.
Doppelschlag in der Nachspielzeit
Zumindest bis zur Nachspielzeit. Ein Freistoß aus dem Halbfeld fand Schleusener, der den Ball leicht verlängerte und der eingewechselte Shio Fukuda am zweiten Pfosten goldrichtig stand und den Führungstreffer für den KSC markierte (90.+2). Den Schlussstrich der Partie setzte Fabian Schleusener dann selbst, der mit einem Zuckerpass von Marvin Wanitzek in die Spitze über die aufgerückte Defensive der Franken gefunden wurde und vor Prüfrock eiskalt vollendete (90.+7).
Fazit & Ausblick
Nach einer großartigen zweiten Hälfte konnte das Team von Christian Eichner einen verdienten Dreier im Heimspiel einheimsen. Lange tat man sich gegen das formstarke Kleeblatt schwer zu Chancen zu kommen, konnte schlussendlich doch durch zwei späte Treffer einen 3:1-Achtungserfolg feiern. In der kommenden Woche findet ein Testspiel gegen den Drittligisten Wehen Wiesbaden statt, ehe der KSC nach der Länderspielpause am 28. Spieltag beim FC Schalke 04 auf den aktuellen Tabellenführer trifft.
Die Daten zur Partie
KSC: Bernat – Pinto Pedrosa (81. Jung), Ambrosius, Franke, Kobald, Burnic – Egloff (27. Förster), Rapp (61. Müller), Wanitzek – Simic (46. Schleusener), Ben Farhat (81. Fukuda)
SpVgg Greuther Fürth: Prüfrock – Dehm (85. Reich), Elvedi, Ziereis, Münz (46. Itter) – Klaus (68. Keller), Hrgota, Will, Srbeny (85. Green), Ltaief (90.+4 Bjarnason) - Futkeu
Ergebnis: 3:1
Tore: Pinto Pedrosa (47.), Fukuda (90.+3), Schleusener (90.+7) | Futkeu (5.)
Gelbe Karten: Ambrosius (31.), Kobald (37.), Rapp (52.) | Futkeu (38.)
Schiedsrichter: Marc Philip Eckermann
Ort: BBBank Wildpark
Zuschauende: 28.959 (Heim: 28.211, Gast: 748)











