1:3 im ersten Test gegen Shimizu S-Pulse
Neuzugang Viktor Bergh feiert im ersten Spiel des Doppeltests gegen den japanischen Vertreter Shimizu S-Pulse sein KSC-Debüt. Shio Fukuda trifft zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Zum Abschluss des Trainingslagers im österreichischen Neukirchen am Großvenediger machte unser Karlsruher SC am Samstag auf der Rückreise einen Zwischenstopp in Garmisch-Patenkirchen. Im Stadion am Gröben testete die Mannschaft von Cheftrainer Maximilian Senft doppelt gegen den japanischen Erstligisten Shimizu S-Pulse. Über zweimal 90 Minuten kamen insgesamt 32 Akteure zum Einsatz. Um das zu ermöglichen, waren noch sieben Jungs aus der U23 angereist.
Wiethaup mit dem ersten Warnschuss, torlos zur Pause
Auf dem grünen Rasen mit herrlichem Bergpanorama im Hintergrund merkte man den Blau-Weißen nicht an, dass sie intensive Trainingstage hinter sich haben. Bereits nach sechs Minuten gab Kevin Wiethaup den ersten Warnschuss ab, dieser ging knapp rechts vorbei. Auf der Gegenseite bewahrte Schlussmann Hans Christian Bernat seine Mannschaft mit reaktionsschneller Fußabwehr vor einem Rückstand (14.). Nur fünf Minuten später zischte ein Kopfball der Japaner rechts vorbei (19.). Nach den zwei Möglichkeiten für Shimizu S-Pulse versuchte erneut Wiethaup sein Glück. Aus der Distanz setzte der Neuzugang die Kugel jedoch etwas zu hoch an (24.). Apropos Neuzugang: In Viktor Bergh feierte ein weiteres neues Gesicht sein Debüt im KSC-Trikot auf der linken Seite. Nach 30 Minuten wurde der Schwede wie geplant durch Deniz Ofli ersetzt. Den Gegenpart von Bergh bzw. Ofli übernahm von Beginn an Rafael Pinto Pedrosa, der nach dem EM-Finale mit der deutschen U19-Nationalmannschaft bereits am Dienstag ins Trainingslager nachgereist war. Um dem Eigengewächs nach der kurzen Zeit so viel Hilfestellung wie möglich mit an die Hand zu geben, coachte Co-Trainer Eduard Buxmann den 18-Jährigen an der Seitenline vor der Zuschauertribüne. Gemeinsam mit den Kollegen lieferte Pinto Pedrosa eine aufmerksame Leistung gegen den Ball, sodass es bis zum ersten Pausenpfiff beim 0:0 blieb.
Joker Fukuda gleicht nach Rückstand aus, Doppelschlag kurz vor Schluss
In den zweiten Abschnitt starteten unsere Blau-Weißen mit mehr Zug zum Tor. So setzten sich die Senft-Schützlinge mit lang andauernden Passstafetten rund um den japanischen Strafraum fest. An deren Ende kam Jason Ponente-Ramirez binnen kürzester Zeit zweimal zum Abschluss, scheiterte allerdings am Torwart und zielte rechts vorbei (52., 53.). In dieser aktivsten Phase unserer Karlsruher schlugen die Japaner ein wenig aus dem Nichts zu. Nach einem langen Ball war unsere Hintermannschaft überspielt, Kosuke Kinoshita blieb vor Bernat eiskalt und traf per Heber zum 1:0 für Shimizu S-Pulse (57.). Kurz darauf wechselte Coach Senft bis auf Deniz Ofli komplett durch. Das hatte aber nichts mit dem Gegentreffer zu tun, dieser Blockwechsel nach 60 Minuten war von Beginn an so geplant. Und diese personellen Anpassungen machten sich recht schnell auch auf der Anzeigetafel bemerkbar. Nach einem herrlichen Schnittstellenpass von Marvin Wanitzek blieb Shio Fukuda eiskalt und traf zum 1:1-Ausgleich gegen seine Landsleute (65.). Diese fanden in der Schlussphase jedoch eine Antwort und gingen nach einer ausgespielten Umschaltgelegenheit durch Ryo Germain erneut mit 2:1 In Führung (78.). Kurz vor Schluss des ersten Spiels erhöhten die Japaner nach einem missglückten Klärungsversuch von Meiko Wäschenbach durch Yuto Tsuji als Nutznießer aus dieser Situation noch auf 3:1 (89.). Das war gleichbedeutend mit dem Endstand.
KSC: Bernat (61. Himmelmann) – Kobald (61. Kwon), Franke (61. Scholl), Manai (61. Wäschenbach) – Pinto Pedrosa (61. Jung), Wiethaup (61. Civeja), Laghrissi (61. Wanitzek), Zor (61. Müller), Bergh (31. Ofli) – Ponente-Ramirez (61. Broschinski), Eichinger (61. Fukuda)
Tore: 0:1 Kinoshita (57.), 1:1 Fukuda (65.), 1:2 Germain (82.), 1:3 Tsuji (89.)
Schiedsrichter: Michael Bacher
Ort: Stadion am Gröben
Fans: 400











