1. FC Köln Karlsruher SC 3:0

(eis) Mit einer 0:3 (0:1) Niederlage beim Spitzenreiter 1. FC Köln meldete sich der Karlsruher SC am gestrigen Freitag vor 25.000 Zuschauern im RheinEnergieStadion aus der Winterpause zurück. Wie schon im Hinspiel musste KSC Routinier Bruno Labbadia das Feld schon vorzeitig verlassen, als er 22 Minuten nach seiner Einwechslung Gelb rot sah.

Bei den Karlsruhern blieb Bruno Labbadia wider Erwarten zunächst auf der Bank, der Schweizer Mario Eggimann hingegen konnte trotz seiner Verletzung im gestrigen Abschlusstraining in der Verteidigung auflaufen. Den freien Platz des gelbgesperrten Marco Engelhardt im Mittelfeld besetzte Charles Haffner, hinter der einzigen Spitze Ivan Saenko sollten Aydin Cetin und Patrik Jezek die Offensive beleben.
Köln Trainer Friedhelm Funkel reagierte schon vor dem Anpfiff auf die Aufstellung seines Gegenübers: Mit Thomas Cichon und Moses Sichone boten die Müngersdorfer lediglich zwei Abwehrspieler auf.

Der KSC versäumte es von Beginn an Druck auf den Spitzenreiter auszuüben, doch der schaffte es zunächst nicht seine Feldüberlegenheit entscheidend umzumünzen. In der 23. Spielminute rempelte Clemens Fritz seinen Gegenspieler Giovanni Federico Schiedsrichter Hermann Albrecht zögerte keine Sekunde und entschied auf Strafstoß für die Gastgeber, den Cichon souverän verwandelte. Mit einem gelungenen Steilpass leitete Lottner Vertreter Federico neun Minuten nach Wiederanpfiff das 2:0 ein: Matthias Scherz ließ KSC Schlussmann Thomas Walter mit seinem platzierten Flachschuss nicht den Hauch einer Abwehrchance. Acht Minuten vor dem Schlusspfiff schickte Schiedsrichter Albrecht den erst in der 60. Spielminute eingewechselten Bruno Labbadia vorzeitig in die Kabine. "Ich fand das überzogen", bewertete Trainer Köstner den harmlosen Zweikampf, der Labbadia 60 Sekunden nach seiner Einwechslung den gelben Karton beschert hatte. Die Ampelkarte sah Labbadia wegen Reklamierens, der Spieler selbst beteuere aber nichts gesagt zu haben, so Köstner weiter: "Und Herr Albrecht wollte mir auch nicht so recht Auskunft darüber geben, was eigentlich vorgefallen ist."
Den Schlusspunkt der Partie setzte dann Florian Kringe mit seinem Drehschuss zum 3:0 Endstand (87.).

Alles andere als zufrieden zeigte sich Lorenz Günther Köstner mit der Leistung seiner Elf: "Wir haben zu wenig Druck gemacht, uns hinten rein drängen lassen und Köln hat das eiskalt ausgenutzt. Wir müssen das abstellen, vielleicht hat meine Mannschaft diesen Tritt in den Allerwertesten aber gebraucht und kann gegen Burghausen dann anders auftreten."


1. FC Köln:

Bade Sichone, Cichon Cullmann, Kringe, Sinkala (89. Schröder), Voigt Federico (87. Helbig) Scherz, Kurth (82. Kioyo), Springer

Karlsruher SC:

Walter Eggimann, Waterink, Kracht Fritz, Trares, Haffner, Melkam Cetin (59. Labbadia), Jezek (59. Graf) Saenko (87. Fuchs)

Tore:
1:0 Chichon (24., Foulelfmeter)
2:0 Scherz (54.)
3:0 Kringe (87.)

Gelbe Karte: Kurth (76.)
Gelb Rote Karte: Labbadia (82.)

Zuschauer: 25.000

Schiedsrichter: Hermann Albrecht (Kaufbeuren)
Assistenten: Matthias Kristek, Ralf Brombacher


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