Gegner im Detail: 1. FC Nürnberg

Vierfaches Wiedersehen beim Duell mit den Franken

Vorberichte

Es wird ein großes Wiedersehen auf dem Rasen des BBBank Wildpark, gleich vier Aktuere haben eine Vergangenheit beim Gegner. Auf wen sich die Club-Fans besonders freuen, erfahrt ihr in dieser Ausgabe von „Gegner im Detail“.

Bekannte Gesichter aus dem Frankenland

Die Mannschaft der Gäste aus Nürnberg besteht aus einem gesunden Altersmix. Neben den jungen deutschen U21-Nationalspielern Tom Krauß und Erik Shuranov vervollständigen Routiniers wie Manuel Schäffler und Konstantin Rausch den Kader des Clubs. Zur Platzwahl vor dem Anpfiff am Samstag wird aufseiten der Gäste vermutlich ein alter Bekannter antreten. Club-Kapitän Enrico Valentini spielte zwischen 2014 und 2017 für unseren KSC und hat in dieser Zeit 85-mal das blau-weiße Trikot getragen. Ein weiteres bekanntes Gesicht kehrt mit Pascal Köpke zurück in den BBBank Wildpark. Der Sohn des langjährigen Torwarttrainers der Nationalmannschaft, Andreas Köpke, stand in der Spielzeit 2015/16 bei uns unter Vertrag. Ergänzt wurde das Team von Trainer Robert Klauß im Sommer durch die Festverpflichtung von Mats Møller Dæhli. Für den norwegischen Mittelfeldspieler überwies der Club 1,5 Millionen Euro an den KRC Genk. Ein Vergleich dazu: die Transferausgaben des KSC seit 2016 belaufen sich auf unter eine Millionen Euro.

Bayern-Jäger in Liga 2

Mit neun deutschen Meisterschaften in der Vereinsgeschichte ist der FC Nürnberg historisch gesehen Vize-Rekordmeister, mehr Titel als die Franken können nur die Bayern aus München vorweisen. Aktuell müssen die Club-Anhänger sich allerdings mit dem Zweitligaalltag anfreunden.

In der bisherigen Saison sind die Nürnberger eine Wundertüte. Zwar steht mit neun Siegen, sechs Remis und sechs Niederlagen eine positive Bilanz zubuche, zuletzt fehlte aber die Konstanz in den Ergebnissen. Im letzten Ligaspiel am vergangenen Freitag erwischte der Club einen rabenschwarzen Tag. Vor eigener Kulisse musste man sich dem Tabellenschlusslicht Ingolstadt mit 0:5 geschlagen geben. Trotzdem belegen die Nürnberger nach wie vor den siebten Tabellenplatz und können punktemäßig nach oben schauen.

Eichner-Double aus Leipziger Trainerschule

Es wird ein Duell auf Augenhöhe, wenn sich Robert Klauß und Christian Eichner am Samstag an der Seitenlinie gegenüberstehen. Unabhängig davon, dass beide seit Sommer 2020 als Cheftrainer bei einem Zweitligisten tätig sind, teilen sie sich mit jeweils 1,83 Metern auch ihre Körpergröße.

Robert Klauß ist ein Paradebeispiel für den modernen Fußballtrainer. In seiner über zehnjährigen Trainerlaufbahn trainierte er die C-, B-, und A-Junioren von RB Leipzig als Cheftrainer. Später assistierte er Ralf Rangnick und Julian Nagelsmann bei der Leipziger Profimannschaft. Bevor er den Schritt zum Cheftrainer einer Profimannschaft wagt, absolviert er im Jahr 2018 den Lehrgang zum Fußballlehrer, welchen er mit einem Schnitt von 1,0 als Jahrgangsbester abschließt.

Großes mediales Interesse widerfuhr Klauß vor rund einem Jahr, als er in einer Pressekonferenz seine Taktik zur verlorenen Partie gegen FC St. Pauli offenlegte. Wegen Begriffen wie „asymmetrischer Linksverteidiger“ wurde diese Pressekonferenz in den sozialen Netzwerken tausendfach geklickt und kommentiert. Für weitere Schlagzeilen sorgte der 37-Jährige im vergangenen November. In der Achtelfinalpartie des Sachsenpokals wurde der Nürnberger Trainer aufseiten seines Heimatvereins, dem SSV Markranstädt eingewechselt.

 

Nürnbergs Held ist ein Karlsruher

Es ist der 11.07.2020 als sich Fabian Schleusener um 20:07 Uhr in die Herzen aller Club-Fans schießt. Nachdem der FC Nürnberg im Relegationsspiel um den Verbleib in Zweiten Bundesliga von Gegner Ingolstadt das Gegentor zum 3:0 Rückstand kassiert, begibt sich „Schleuse“ an die Seitenlinie. In der 70. Minute wird unsere Nummer 24 eingewechselt, in der 90.+6 rettet er den FCN vor dem Abstieg. Nach der Saison verließ neben Schleusener auch Phillip Heise den Club. Beim Wiedersehen am Samstag werden somit beide ein blau-weißes Trikot tragen.


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