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Keine Punkte gegen den SV Sandhausen

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Der Karlsruher SC verliert seinen Heimauftakt im Jahr 2022 gegen den SV Sandhausen. Trotz einer über weite Strecken spielbestimmenden Partie unterliegen die Blau-Weißen unglücklich mit 0:2.

Christian Eichners Taktik

KSC-Cheftrainer Christian Eichner, setzte knapp drei Tage nach der 1:2-Niederlage beim SV Werder Bremen in der englischen Woche auf eine Prise Rotation. Für den gesperrten Christoph Kobald (5. Gelbe Karte) rückte Routinier Daniel Gordon in die Innenverteidigung, für Fabian Schleusener und Tim Breithaupt starteten Benjamin Goller und Marc Lorenz. Weiterhin verletzt fehlten Lucas Cueto, Robin Bormuth, Leon Jensen, Sebastian Jung und Paul Löhr. Für Eichner war das Nachholspiel gegen den SV Sandhausen das erste Duell mit seinem ehemaligen Chef Alois Schwartz, welcher den KSC 2019 zum Zweitligaaufstieg geführt hatte, dann allerdings im Februar 2020 von seinen Aufgaben im Wildpark entbunden wurde. Auch Co-Trainer Dimitrious Moutas kehrte am Dienstagabend vor 6.532 Zuschauern an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Das Spiel in der Zusammenfassung:

Coronabedingt musste die Partie des 20. Spieltags, welche ursprünglich für den 22. Januar angesetzt war, verschoben werden, so dass sich die beiden Teams erst jetzt im Nachholspiel im BBBank Wildpark gegenüberstanden. Für die Blau-Weißen war die erste Heimpartie im Jahr 2022.

Sechs Minuten dauerte es in der ausgeglichenen Anfangsphase, bevor der KSC erstmals gefährlich vor dem Sandhäuser Tor auftauchte. Einen guten Ballgewinn von Rückkehrer Benjamin Goller spiele Kyoung-Rok Choi auf Philipp Hofmann weiter, der die Kugel jedoch nicht punktgenau traf. Auf der Gegenseite musste sich Marius Gersbeck das erste Mal in der 13. Spielminute beweisen: Hofmann ließ den Ball zum Gegenspieler abtropfen, der SVS schaltete schnell um und Testroet kam nach einem Haken um Gordon zum Abschluss. Die starke Reaktion vom KSC-Schlussmann verhinderte aber den Treffer. Auch beim Versuch von Zenga war der Keeper zur Stelle (19.).

Nach rund 25 Minuten legten die Karlsruher einen Gang zu und belagerten phasenweise die gegnerische Hälfte. Ein druckvoller Abschluss von Choi konnte allerdings von einem SVS-Verteidiger in letzter Sekunde abgeblockt werden (28.). Wenig später setze Hofmann einen Kopfball nach Heise-Ecke über die Querlatte (31.). Dann folgte die bis dato beste Gelegenheit: Eine Flanke von Heise kam punktgenau auf Lorenz, der mit seinem schwächeren rechten Fuß zur Volleyabnahme kam. Allerdings riss Keeper Drewes in höchster Not die Arme nach oben und lenkte das Leder an die Latte! Für Gefahr von Sandhausen sorgte dann wieder Berko in der 38. Minute, der aber zentral von der Strafraumkante knapp am KSC-Kasten vorbeizielte.

Bis zur Pause segelte Flanke um Flanke in den SVS-Strafraum, entscheidend zum Abschluss kamen die Blau-Weißen aber nicht. Stattdessen schlugen die Gäste aus der Kurpfalz Sekunden vor der Halbzeit eiskalt zu und stellten den bisherigen Verlauf gewissermaßen auf den Kopf: Nach einem Freistoß von Okoroji schraubte sich Pascal Testroet am höchsten und köpfte das Leder zur Führung in die Maschen (45.+2).

Die zweite Halbzeit eröffnete ein Foul an KSC-Kapitän Jerôme Gondorf. Der fällige Freistoß von Marvin Wanitzek aus 20 Metern zentral vor dem Tor wurde allerdings von der Mauer abgefälscht und so harmlos (47.). Große Gelegenheit auf 2:0 zu stellen hatten die Gäste in der 51. Minute: Berko hätte eine Testroet-Hereingabe nur über die Linie drücken müssen, rutschte aber zu ungenau ins Leder und bugsierte das Leder knapp links am KSC-Kasten vorbei. Mit einem Doppelwechsel reagierte Christian Eichner in der 58. Minute auf Rückstand und Spielgeschehen: Für Marc Lorenz und Marco Thiede kamen Fabian Schleusener und Ricardo van Rhijn in die Partie.

Auch in der Folge blieben die Blau-Weißen offensiv und tonangebend, die Angriffe verliefen sich jedoch spätestens im letzten Drittel, wie beispielsweise ein Konter über Hofmann und Schleusener (67.). Nah dran war der KSC wieder in der 73. Minute, als bei einen Einwurf auf Strafraumhöhe die komplette Mannschaft weit aufgerückt war. Die Flanke von Daniel O’Shaughnessy kam zielgenau auf Daniel Gordon, der das Leder aber an die Latte setzte. In der 78. Minute kamen mit Malik Batmaz für Kyoung-Rok Choi und Fabio Kaufmann für Benjamin Goller zwei weitere frische Kräfte. Die Hoffnung auf die ersten Heimpunkte im Jahr 2022 schwand aber in der 84. Minute: Eine Flanke von Zenga wurde von Jerôme Gondorf beim Klärungsversuch ins eigene Tor befördert, die Gäste jubelten über das 2:0.

Und das wars dann auch... wir verlieren unser erstes Heimspiel 2022.

Fazit und Ausblick:

Der Karlsruher SC bleibt damit wieder auf den 11. Tabellenplatz, während der SV Sandhausen im Tabellenkeller Punkte gutmacht. Schon am kommenden Samstag (13.30 Uhr) steht im BBBank Wildpark das nächste Heimspiel für die Blau-Weißen an. Gegner ist dann der Tabellensiebte 1. FC Nürnberg.

Die Übersicht:

Karlsruher SC: Gersbeck – Thiede (58. van Rhijn), Gordon, O’Shaughnessy, Heise (87. Jakob) – Gondorf, Wanitzek, Choi (78. Batmaz) – Goller (78. Kaufmann), Hofmann, Lorenz (58. Schleusener). Bank: Kuster (Tor), Irorere, Rabold, Breithaupt.
SV Sandhausen: Drewes - Ajdini, Dumic, Zhirov, Okoroji - Trybull, Bachmann, Zenga - Soukou, Testroet (82. Deville), Berko (69. Sicker). Bank: Wiedwald (Tor), Diekmeier, Höhn, Ritzmaier, Seufert, Esswein, Kutucu.

Tore: 0:1 Testroet (45.+2), 0:2 Gondorf (82., Eigentor)
Gelbe Karten: Berko, Ajdini, Drewes, Schwartz
Ort: BBBank Wildpark
Zuschauer: 6.532 Zuschauer
Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)


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