Vier Tore bei verdientem Heimsieg
Zum letzten Mal in diesem Kalenderjahr fand ein Fußballfest in unserem Stadion statt. Im Spielbericht gibt es das Duell mit dem SSV Jahn Regensburg in der Zusammenfassung.

Christian Eichners Taktik
Auch am 16. Spieltag vertraute unser Cheftrainer auf sein bewährtes 4-4-2-System. In die Abwehrkette kehrte dabei Marcel Beifus zurück, der sich noch am vergangenen Wochenende während der Warmmachphase kurzfristig abmelden musste. Neben ihm sollte erneut sein Namensvetter Franke für Ordnung sorgen, eine Reihe weiter vorne bildete Leon Jensen gemeinsam mit Geburtstagskind Nicolai Rapp die Doppelsechs. Rechts außen durfte nach abgesessener Gelbsperre wieder Dzenis Burnic agieren, Kapitän Wanitzek war sein Pendant auf links. Die Stürmerpositionen besetzten wie gewohnt Fabian Schleusener und Budu Zivzivadze.
Im Spieltagskader von Tabellenschlusslicht Jahn Regensburg befanden sich zwei altbekannte Gesichter, Dominik Kother und Florian Ballas nehmen jedoch vorerst auf der Bank Platz. Die 3-4-3-Formation von Jahn-Coach Andreas Patz zeichnete sich durch die äußeren Mittelfeldspieler Hein und Pröger aus, die mit einem hohen Laufpensum an beiden Ende des Feldes unterstützen sollten.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Im ikonischen blau-weiß bekleidet spielte unser KSC im ersten Durchgang mit der lautstarken Gegengerade im Rücken. Die erste Torchance ließ dabei nicht lange auf sich warten, Sebastian Jungs Schuss von der Strafraumkante konnte Jahn-Keeper Gebhardt allerdings abwehren (5.). Wenig später zeichnete sich der junge Torhüter erneut aus, als er einen platzierten Versuch von Marvin Wanitzek per Hechtsprung parierte (10.). Aber auch Gebhardts Gegenüber Max Weiß musste sich bei einem Regensburger Kopfball lang machen (14.) – mit Erfolg!
Elfmeter-Drama in zwei Akten
Die zweite Torannäherung des Jahn erfolgte nach einer Flanke. Diese wurde zunächst geklärt, ein Nachschuss landete allerdings an der Hand von Marcel Franke. Schiedsrichter Felix Prigan zeigte ohne zu zögern auf den Punkt, wodurch sich das Duell Elias Huth gegen Max Weiß ergab. Nach einem herausgezögerten Anlauf zielte der Regensburger Angreifer in die rechte untere Ecke. Weiß hatte die Lunte gerochen und parierte den Stafstoß (16.). Inmitten des Jubels hob jedoch der Linienrichter seine Fahne und reklamierte auf Wiederholung, da der KSC-Keeper wohl nicht auf der Linie stand. Beim erneuten Versuch schnappte sich Christian Kühlwetter die Kugel, schoss den Ball stramm in die Mitte und verlud damit unsere Nummer 1 (19.) – der Rückstand.
Nach dem 0:1 schalteten die Oberpfälzer sofort in den Verwaltungsmodus. Das Ergebnis passte für sie, sodass sie sich bei Karlsruher Ballbesitz gerne mit bis zu acht Mann am eigenen Strafraum postierten. Blau-Weiß machte das Spiel, hinderte sich selbst allerdings mehrfach durch kleine Fehler an Chancen auf den Ausgleich. So standen bei Herolds Flanken wiederholt keine Abnehmer parat und wenn doch, wurde die Kugel am Tor vorbei geköpft.
Belohnung durch Budu
Wenige Sekunden vor Ablauf der zweiminütigen Nachspielzeit war endlich die Zeit gekommen, sich zu belohnen. Im Spielaufbau unterlief Regensburg ein bitterböser Fehlpass, den Jensen abfing und direkt auf den durchstartenden Zivzivadze weiterleitete. Vor dem Tor legte der Fan-Liebling auf seinen Sturmpartner Fabian Schleusener ab. Den Schuss unserer Nummer 24 konnte Gebhardt im Jahn-Tor zwar noch abwehren, den Abpraller köpfte Zivzivadze dann aber in den leeren Kasten ein (45.+2). Zum sogenannten psychologisch wichtigen Zeitpunkt gelang Blau-Weiß somit der Treffer und es ging beim Stand von 1:1 in die Halbzeitpause.
Elfmeter-Drama: Dritter Akt
Nach dem Wiederanpfiff legte unser KSC los wie die Feuerwehr! Direkt vom Anstoß weg tauchte Budu Zivzivadze im Regensburger Strafraum auf. Der Georgier entwischte dort seinen Gegenspielern und war nur noch durch ein Foul zu stoppen. Referee Prigan entschied wie auch schon in der ersten Hälfte auf Elfmeter. Der Gefoulte trat selbst an, fand ihn Felix Gebhardt allerdings seinen Meister (47.). Bittere Pille, das war aber noch nicht alles! Knapp 100 Sekunden später ließ die blau-weiße Defensive den aufgerückten Bryan Hein bis an die Grundlinie gewähren. Von dort aus bediente die Regensburger Nummer drei im Zentrum Eric Hottmann. Der Stürmer ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und traf zur erneuten Führung (49.).
Vierter Akt: Einer geht noch!
Karlsruhe ließ sich von dem Gegentreffer nicht beirren, sondern stürmte weiter munter auf das Jahn-Tor. Nach 55 Minuten wurde Fabian Schleusener mit einem Steckpass bedient, den unsere Nummer 24 geschickt mitnahm. Im Sechzehner agierte Verteidger Rasim Bulic im Zweikampf zu ungestüm, sodass der nächste Strafstoß folgte. Diesmal war der Elfmeter Chefsache: Ohne mit der Wimper zu zucken, versenkte Marvin Wanitzek vom Punkt zum 2:2 (56.)!
Doppelpack zur Führung
Einmal Blut geleckt, spielte Blau-Weiß offensiv wie entfesselt! Nur etwa fünf Minuten nach dem Ausgleich eroberte Eichners Mannschaft im Mittelkreise den Ball. Der Blick ging direkt nach vorne auf den lauernden Zivzivadze, der in der Folge mit einem Pass in die Spitze geschickt wurde. Im Eins-gegen-Eins blieb unsere Nummer elf bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt eiskalt und schob das Kunstleder zum 3:2 ins Netz (62.).
Die Führung war für den KSC aber kein Anlass, von nun an defensiver zu stehen. Stattdessen kam mit Luca Pfeiffer ein zusätzlicher Angreifer in die Partie. Regensburg war nun offensiv gefordert, hatte gegen die kompakte KSC-Abwehr aber kein leichtes Spiel. Auf der anderen Seite erarbeite sich Blau-Weiß Angriff um Angriff, der bärenstarke Gebhardt konnte seine Leistung allerdings aufrechterhalten.
Schleusener setzt den Deckel drauf
In den Schlussminuten musste sich der gebürtige Badener im Jahn-Kasten dennoch zum vierten Mal an diesem Abend geschlagen geben. Der nimmermüde Fabian Schleusener setzte die Kugel nach einer grandiosen Vorarbeit von Luca Pfeiffer platziert zur Entscheidung flach in die Ecke (84.). Das Spiel war durch, die vorweihnachtlichen Feierlichkeiten auf der Gegengerade durften starten!
Fazit & Ausblick
Zurück auf der Siegerstraße! In einem phasenweise wilden Schlagabtausch holt unser KSC verdientermaßen die nächsten drei Punkte. Das Heimspieljahr ist damit vorüber, nächsten Woche steht in Paderborn aber noch das finale Hinrundenspiel auf der Agenda!
Die Daten zur Partie
KSC: Weiß – Jung, Franke, Beifus, Herold – Burnic, Rapp (56. Pfeiffer), Jensen (77. Heußer), Wanitzek – Zivzivadze, Schleusener
SSV Jahn Regensburg: Gebhardt – Ziegele, Bulic, Breunig – Pröger, Viet, Geipl (85. Kother), Hein – Hottmann (76. Ganaus), Kühlwetter, Huth (76. Ouro-Tagba)
Tore: Zivzivadze (45.+2 & 62.), Wanitzek (56.), Schleusener (84.) | Kühlwetter (19.), Hottmann (49.)
Ergebnis: 4:2
Schiedsrichter: Felix Prigan
Gelbe Karten: Jensen (3.), Bajramovic (21.), Schleusener (68.) | Bulic (55.), Geipl (59.)
Ort: BBBank Wildpark
Zuschauende: 24.158











