Gegner im Detail: Hannover 96

Trotz Offensivproblemen: Spektakel im Stadion

Vorberichte

Am Freitagabend treffen unsere Jungs mit Hannover 96 auf einen weiteren großen Namen in der 2. Fußball-Bundesliga. Alle wichtigen Infos zum Kader der 96er und zum Austragungsort der Partie lest ihr hier bei „Gegner im Detail“. 

Hohe Erwartungen und die bittere Realität

Nachdem die Hannoveraner 16 der letzten 20 Saisons im deutschen Fußballoberhaus verbracht haben, fällt es einigen Anhängern noch schwer, den Zweitligaalltag anzunehmen. Aktuell sollten sie sich mit diesem allerdings glücklich schätzen, denn in dieser Spielzeit droht sogar noch am 32. Spieltag der Abstieg die 3. Liga! Als Fünfzehnter der zweiten Liga empfangen die Niedersachsen den KSC. Drei Spieltage vor Schluss trennen die Gastgeber sechs Punkte vom Relegationsplatz. Für unseren Gegner ist es am Wochenende also möglich, den Nichtabstieg endgültig einzutüten. Dafür müssen die Hannoveraner mehr Punkte sammeln als Verfolger Dynamo Dresden. Zwar haben die Niedersachsen nach wie vor alles selbst in der Hand, realistisch ist ein Klassenverbleib allerdings eher wegen der schwächelnden Konkurrenz. Der Verfolger aus Dresden konnte keines seiner letzten 14 Spiele gewinnen und ist in diesem Kalenderjahr 2022 noch sieglos. Somit scheinen wir im nächsten Jahr erneut auf Hannover 96 zu treffen. Schon im letzten Jahr beendeten die Hannoveraner die Spielzeit „nur“ auf dem 13. Platz, womit die Mannschaft den hohen Erwartungen des Umfeldes nicht gerecht werden konnte. 

Offensivprobleme und Treffen mit dem Ex-Club

Defensiv haben die 96er keine großen Probleme. Mit 45 Gegentoren haben die Niedersachsen gerade einmal fünf Treffer mehr kassiert als beispielsweise Bremen oder Schalke, welche aktuell die direkten Aufstiegsränge belegen. Teil der guten Defensive sind unter anderem Weltmeister Ron-Robert Zieler im Tor und Kapitän Marcel Franke in der Innenverteidigung. Das Problem liegt also eher in der Offensive. Hier machen sich die Abgänge von Genki Haraguchi (neun Tore, sechs Vorlagen) und Marvin Ducksch (16 Tore, acht Vorlagen) weiterhin bemerkbar. 29 Tore konnte die Mannschaft von Trainer Christoph Dabrowski bislang erzielen. Nur Tabellenschlusslicht Ingolstadt traf seltener. Es ist ein treffsicherer Mittelstürmer wie eben Ducksch, der den Hannover in dieser Saison vermisst. Mit Lukas Hinterseer, Hendrik Weydandt, Cedric Teuchert und Maximilian Beier haben die 96er zwar vier nominelle Mittelstürmer im Kader, bislang allerdings konnte allerdings keiner von ihnen mehr als zwei Mal treffen. Achtgeben sollte unsere Defensive in jedem Fall auf Sebastian Kerk. Der offensive Mittelfeldspieler wechselte im Sommer von Osnabrück nach Hannover, wo er in 28 Spielen auf 13 Scorer-Punkte kommt. Mit dieser starken Quote ist er momentan die Lebensversicherung unserer kommenden Gastgeber. 
Bei einem genaueren Blick auf den Hannover-Kader sticht den KSC-Fans mit Sicherheit Jannik Dehm ins Auge. Einige Jahre lang durchlief er die Jugendmannschaften im Wildpark. Bei den 96ern kommt Dehm auf etwa 50% der möglichen Spielzeit, in den letzten sechs Partien stand er allerdings ohne Einsatz im Kader. Auch für unseren Torwarttrainer Markus „Killer“ Miller ist es ein Wiedersehen mit alten Kollegen. Nach seinen sieben Saisons beim KSC stand er auch fünf Jahre lang bei Hannover 96 zwischen den Pfosten. 

Die HDI-Arena: Standort für Spektakel

Der Austragungsort der Zweitligapartie zwischen Hannover und unserem KSC ist weit mehr als nur das Stadion der 96er. Das liegt schon daran, dass hier regelmäßig zwei Mannschaften ihre Heimspiele austragen. Bislang veranstaltete der TSV Havelse seine Heimspiele im Wilhelm-Langrehr-Stadion. Dieses wurde nach dem Aufstieg aus der Regionalliga allerdings als nicht drittligatauglich anerkannt. Darum trägt der TSV Havelse seine Heimspiele aktuell in der HDI-Arena aus. Auch in der Vergangenheit wurde die Arena schon sportlich genutzt. Regelmäßig zählte Hannover zu den Austragungsorten vom WM- und EM-Partien. Zusätzlich wurde insgesamt neunmal das DFB-Pokalfinale in der HDI-Arena ausgetragen.
Die Arena steht aber auch unabhängig vom Fußball für Spektakel. Regelmäßig finden hier große Konzerte mit bis zu 100.000 Zuschauern statt. So kommt es, dass dort, wo unsere Jungs am Freitagabend kicken werden, früher einmal die Rolling Stones und AC/DC die Massen begeisterten.


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