Torloses Unentschieden gegen Erzgebirge Aue
Bei strahlendem Sonnenschein empfingen die Badener am heutigen Montagabend den Kumpelverein aus Sachsen. In einer Partie ohne viele Torraumszenen trennten sich die beiden Mannschaften mit einer gerechten Punkteteilung.

Christian Eichners Taktik:
Nach Tim Breithaupt im letzten Heimspiel gegen Würzburg, kam nun Sebastian Jung zu seinem Startelfdebüt im KSC-Dress. Er vertrat heute Marco Thiede auf der Rechtsverteidiger-Position. Eine weitere Änderung in der Anfangsformation im Vergleich zu Freitag war Malik Batmaz im offensiven Mittelfeld. Dieser rückte für Breithaupt in die erste Elf, wodurch Marvin Wanitzek auf die Sechserposition neben Kapitän Jerôme Gondorf verschoben wurde. Eichners Mannschaft spielte wie auch schon zuletzt in einer 4-2-3-1-Taktik.
Unsere Personalie des Spiels:
Unsere beiden Spieler des Spiels sind Sebastian Jung und Dejan Galjen. Der Routinier Jung zeigte ein solides Startelfdebüt in seinem zweiten Pflichtspiel für den KSC, während der Youngster aus Pforzheim sein Profi-Debüt feierte und dabei bereits sein Talent aufblitzen ließ.
Das Spiel in der Zusammenfassung:
Besserer Start der Sachsen
Die Auer starteten im Wildpark als das wachere Team in die Partie: In der dritten Minute schlug Philipp Riese die erste Ecke des Spiels von der rechten Seite. Der Ball flog aber über Freund und Feind hinweg ins Seitenaus. Bereits zwei Minuten später testete Florian Krüger den Karlsruher Schlussmann, Marius Gersbeck konnte aber problemlos parieren. Kurz darauf war er direkt erneut gefordert, als Pascal Testroet aus fünf Metern Entfernung mit dem Kopf abschloss. Der KSC zeigte sich in der Anfangsphase etwas zu unsortiert.
Früher erster Wechsel bei Aue
In der siebten Spielminute kam es bereits früh zum ersten Wechsel in der Partie. Ognjen Gnjatic verließ mit einer Verletzung am Ellenbogen das Grün. Für ihn kam Louis Samson ins Spiel. In der nächsten nennenswerten Szene brachte Dominik Kother Philip Heise mit einem langen Pass auf der linken Seite in Aktion. Heise legte ab auf Kyoung-Rok Choi, der Außenspieler legte mit der Hacke erneut zurück auf Heise, welcher am Sechzehner-Rand nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Der daraus entstandene Freistoß blieb allerdings ohne Torabschluss (11.).
Der KSC nun besser im Spiel
Erzgebirge Aue leistete sich in dieser Phase des Spiels mehrere aufeinanderfolgende Ballverluste, die den KSC ins Spiel kommen ließen. Durch eben so einen Ballverlust kam Choi nach Zuspiel von Gondorf zu einem Torschuss, den der Auer Schlussmann Philipp Klewin mit einer Flugparade zur Ecke lenkte (13.) Die nächste gefährliche Aktion ließ danach nicht lange auf sich warten. Erneut war es Gondorf, der einen Auer Pass abfing. Der Kapitän schickte Hofmann mit einem hohen Ball in die Spitze, sein Abschluss verfehlte das Tor allerdings (15.). In der 19. Minute starteten die Auer einen Angriff über die rechte Außenbahn. Die Karlsruher fingen die Flanke ins Zentrum zwar ab, konnten das Spielgerät aber nicht entscheidend klären, wodurch die Veilchen zu einer guten Abschlussposition kamen - Christoph Kobald konnte den Schussversuch letztendlich erfolgreich abwehren. Ein paar Minuten später dribbelte sich Choi elegant durch die Auer Abwehrreihe. Im Sechzehner war für ihn aber Endstation (27.). Im direkten Anschluss musste Choi mit einer Fußverletzung ausgewechselt werden, für ihn kam Benjamin Goller auf die rechte offensive Außenbahn.
Verletzungspech auch bei den Karlsruhern
Nur drei Minuten später verletzte sich bereits der nächste Karlsruher Spieler. Phillip Hofmann rauschte mit einem Auer Defensivmann unschön zusammen und hielt sich das rechte Knie. Er blieb allerdings nach kurzer Behandlung im Spiel. Danach konnte sich Testroet im Mittelfeld geschickt gegen Kobald behaupten und brachte daraufhin Ben Zolinski auf rechts in Szene. Dessen Querpass fing der Karlsruher Defensivverbund ab (35.). Doch vor allem die Karlsruher hatten weiterhin ihre Chancen: So startete Benjamin Goller einen wunderschönen Solo-Lauf nach Zuspiel von Hofmann, bei Philipp Klewin war allerdings Schluss (38.). Der KSC agierte vor der Pause als spielbestimmende Mannschaft. Kaum ein Pass der Auer konnte mehr die Mittellinie überqueren. Kurz vor der Pause stoppte Innenverteidiger Kevin Wimmer dann aber eine Konter-Chance der Sachsen mit einem Foulspiel und sah dafür die erste gelbe Karte der Begegnung (41.).
Gutes Spiel von Jung
Beim Wiederanpfiff suchte man Philipp Hofmann vergebens auf dem Platz, für den angeschlagenen KSC-Toptorschütze kam Babacar Gueye in die Partie. Die Sachsen starteten so in die zweite Hälfte, wie sie die erste beendeten: Mit einem Fehlpass. Diesen schnappte sich Goller, der vor dem Tor an Klewin scheiterte (48.). Goller agierte seit seiner Auswechslung sehr aufmerksam und aktiv. In der 53. Spielminute setzte sich Jung gut auf der rechten Seite durch und spielte in die Mitte auf Batmaz. Dieser legte ab auf Gondorf, der Schuss des KSC-Kapitäns ging allerdings am linken Pfosten vorbei ins Aus. Erneut war es nun Jung, der diesmal in der Defensive überzeugen konnte, indem er den Ball clever ablief und zu Gersbeck zurückspielte (60.).
Wenig Chancen, aber eine interessante Einwechslung
Die zweite Halbzeit war zu diesem Zeitpunkt eher chancenarm. Bei hochstehender Sonne bewegte sich der Ball überwiegend in der Nähe des Mittelpunktes. Spannend wurde es dann wieder mit Wanitzek, der einen Querpass von rechts in den Fünf-Meter-Raum spielte, Gueye verpasste aber im Zentrum um zwei Fußlängen (67.). In der 69. Spielminute offenbarte sich dann der Name des nächsten Eigengewächses, das für den KSC einen Profi-Einsatz hinlegte: Dejan Galjen. Er kam für ein weiteres KSC-Talent in Person von Malik Batmaz in die Partie.
Schlussphase im Wildparkstadion
Noch knappe 20 Minuten waren zu spielen, als nach einer Heise-Ecke der Ball zum im Rückraum postierten Marvin Wanitzek sprang, dessen Schuss aber an Klewins Kasten vorbeiflog (74.). In der 81. Minute legte Krüger mit einem hohen Ball quer auf den heranspringenden Philipp Zulechner. Sein Abschluss verfehlte aber das Gehäuse. Auch Krüger sorgte vor dem Karlsruher Tor für Gefahr, als er sich gegen Heise durchsetzen konnte und einen Schuss abfeuerte. Sein Abschluss wurde aber noch zur Ecke abgefälscht (85.). In der 90. Spielminute war es dann erneut U21-Nationalspieler Krüger, der die Karlsruher Defensive in Bredouille brachte. Aber Gersbeck, der eine starke Leistung zeigte, parierte den Ball. Die Auer spielten in den Schlussminuten aggressiv nach vorne. So auch in der zweiten Minute der Nachspielzeit, als Marius Gersbeck ein Freistoß von Riese aus etwa 20 Metern stark aus dem rechten Winkel fischte. Dieser Schuss war dann auch die letzte gefährliche Aktion der Begegnung, bevor der Unparteiische Dr. Martin Thomsen seine Pfeife benutzte und das Spiel beendete.
Fazit und Ausblick:
Zum Start in die Fußballwoche trennten sich der KSC und Erzgebirge Aue mit einem torlosen Unentschieden. Die eher chancenarme Partie bot wenig große Höhepunkte. Beide Mannschaften hatten zwar ihre Druckphasen, konnten diese aber nicht entscheidend nutzen, so dass die Punkteteilung aus Sicht beider Teams in Ordnung geht. Für die Blau-Weißen geht es nach dem heutigen Spiel bereits in drei Tagen wieder weiter in der 2. Bundesliga. Dann empfängt der Hamburger SV den KSC am Donnerstag um 18:30 Uhr im Volksparkstadion zur Nachholbegegnung des 30. Spieltages.
Die Übersicht:
Karlsruher SC: Gersbeck – Heise, Wimmer, Kobald, Jung – Kother, Gondorf, Wanitzek, Batmaz (69. Galjen), Choi (27. Goller) – Hofmann (46. Gueye)
FC Erzgebirge Aue: Klewin – Bussmann, Ballas, Gonther, Strauß (75. S. Breitkreuz) – Zolinski (75. Baumgart), Riese, Gnjatic (7. Samson), Nazarov (61. Fandrich), Krüger – Testroet (75. Zulechner)
Tore: -
Gelbe Karten: Wimmer (41.) | Strauß (48.)
Ort: Wildparkstadion Karlsruhe
Zuschauer: -
Schiedsrichter: Dr. Martin Thomsen












