Tolle Moral: KSC erkämpft Remis gegen Braunschweig
Der KSC hat am 22. Spieltag gegen Eintracht Braunschweig vor heimischer Kulisse im Wildparkstadion große Moral bewiesen, gleich zweimal einen Rückstand ausgeglichen und sich so einen wichtigen Punkt erarbeitet. 12746 Zuschauer sahen eine umkämpfte Zweitligabegegnung zweier Mannschaften, die sich über weite Strecken neutralisierten und am Ende zu einem leistungsgerechten 2:2-Unentschieden kamen.

Aus dem Wildpark berichtet Matthias Hahn
In der Startelf des KSC gab es nur eine Änderung: Erwin Hoffer durfte im Angriff ran, Dimitris Diamantakos musste zunächst auf der Bank Platz nehmen.
KSC mit besserem Auftakt
Der KSC erwischte einen guten Start und wäre wie in Duisburg beinahe durch Manuel Torres zu einem frühen Tor gekommen. Nach einem Zuspiel von Hiroki Yamada kam Torres aus halbrechter Position zum Torabschluss, Rafael Gikiewicz konnte diesen aber parieren (3.). Die Hausherren trotzten auch im weiteren Spielverlauf den widrigen Platzverhältnissen und kamen immer wieder zu guten Spielzügen. So auch in der 12. Minute, in der Enrico Valentini den Ball in die Mitte brachte und Yamadas Abnahme gerade noch geblockt werden konnte.
Boland bringt Hausherren aus der Distanz ins Hintertreffen
Nach der Anfangsviertelstunde meldete sich dann auch die Elf von Torsten Lieberknecht im offensiven Bereich zu Wort und wurde zunehmend gefährlicher. In der 22. Minute mussten die Blau-Weißen dann das 0:1 hinnehmen. Mirko Boland hatte sich den Ball aus 18 Metern Entfernung zurechtgelegt und diesen mit einem satten Schuss ins linke obere Eck befördert.
Torres aus elf Metern mit dem Ausgleich
Die Antwort des KSC ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Gerade einmal sieben Minuten nach der Braunschweiger Führung gelang dem KSC durch Manuel Torres der 1:1-Ausgleich. Nach einer Valentini-Flanke von der rechten Außenbahn spielte Phil Ofosu-Ayeh den Ball im Strafraum klar mit der Hand, sodass der Unparteiische Dr. Robert Kampka auf Strafstoß entschied. Torres übernahm die Verantwortung vom Punkt; Gikiewicz konnte den halbhoch geschossenen Ball zwar noch mit der Hand berühren, das Tor aber nicht mehr verhindern.
Gäste mit Auftakt nach Maß
Die zweite Halbzeit war noch keine zwei Minuten alt, da sahen sich die Hausherren erneut einem Rückstand hinterherrennen. Nach einer kurz ausgeführten Ecke landete der Ball schließlich bei Saulo Decarli, der den Ball im Fünfmeterraum unbedrängt annehmen konnte, um diesen dann mit einem Drehschuss zum 1:2 im rechten Toreck zu platzieren.
In der 60. Minute musste der KSC einen weiteren Tiefschlag hinnehmen. Nach einem Zweikampf zwischen Sallahi und Ofosu-Ayeh sah dieser die gelb-rote Karte, da er den Braunschweiger im Laufduell festgehalten hatte.
Joker-Diamantakos besorgt den Ausgleich
Doch der KSC bewies erneut große Moral, kämpfte sich mit zehn Mann zurück ins Spiel und wurde in der 65. Minute mit dem 2:2-Ausgleich belohnt. Der in der 56. Minute gerade erst eingewechselte Diamantakos erwies sich als Joker und versenkte eine Flanke von Valentini am zweiten Pfosten stehend in den Maschen der Braunschweiger. In der Schlussviertelstunde versuchten die Hausherren trotz Unterzahl noch einmal alles, um vielleicht doch noch den Siegtreffer zu erzielen. So hätte Diamantakos in der 81. Minute beinahe noch den Führungstreffer erzielt, nachdem ihn Torres aus 18 Metern gut in Szene gesetzt hatte. Und auch der Spanier selbst hatte in der 87. Minute den Siegtreffer auf dem Fuß, vergab aber aus aussichtsreicher Position etwas zu leichtfertig, sodass es beim insgesamt leistungsgerechten 2:2-Unentschieden blieb.











