Test im Trainingslager: KSC unterliegt MSV Duisburg knapp

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Im zwölf Kilometer entfernten Angerberg stand für den KSC am heutigen Samstag der erste Härtestest im österreichischen Trainingslager auf dem Programm. Zweitligaaufsteiger MSV Duisburg, in dessen Reihen mit Simon Brandstetter und Moritz Stoppelkamp zwei ehemalige Karlsruher standen, sollte nach dem FC Ingolstadt der nächste echte Prüfstein sein. Am Ende der Partie vor rund 400 Zuschauern und bei permanent wechselnden Wetterbedingungen sowie einer schwülen Hitze und einem am Ende nahenden Gewitter unterlag der KSC dem MSV Duisburg mit 2:3 (1:2).

KSC-Coach Marc-Patrick Meister verzichtete dabei aus Krankheitsgründen auf Stürmer Oskar Zawada und auf die bereits wieder im Training befindlichen Fabian Schleusener, Marcel Mehlem und Alexander Siebeck, die behutsam wieder an die Spielbelastung herangeführt werden.

Die ganz in schwarz angetretenen Duisburger waren es auch, die mit Brandstetter den ersten Torabschluss hatten – doch dessen Direktabnahme einer Rechtsflanke ging weit am Tor von Dirk Orlishausen vorbei (02.). Drei Minuten später machte es der MSV besser und ging nach einer Schnellhardt-Vorbereitung durch Kingsley Onuegbo mit 1:0 in Führung (05.).
Der MSV Duisburg war in der Folge weiter besser im Spiel und münzte diese Überlegenheit auch in ein weiteres Tor um. Dieses Mal war es der frühere KSC-Akteur Simon Brandstetter, der von der rechten Seite aus zum Abschluss kam und unter Mithilfe des Pfostens auf 2:0 für die Zebras stellte (17.).  

Und auch die nächste Großchance erspielte sich der Zweitligaaufsteiger: Kingsley Onuegbu konnte seinen Kopfball nach Flanke von rechts aber nicht mehr richtig drücken, so dass der Ball über das KSC-Tor flog (24.).

Der KSC bemühte sich weiter, besser ins Spiel zu finden, sah sich aber immer wieder schnell vorgetragenen Duisburger Angriffen gegenüber. Unter anderem versuchte sich auch Moritz Stoppelkamp aus der Distanz (33.).

Die erste Großchance für den KSC erspielte sich dieser dann sehenswert in der 38. Minute über die rechte Seite. Andreas Hofmann hatte sich dort in Position gebracht, und dessen überlegte Hereingabe ins Zentrum nahm Anton Fink ebenso sehenswert aus 18 Metern direkt ab und zwang MSV-Keeper Mark Flekken zu einem beherzten Eingreifen.

Diese Chance schien den KSC nun richtig wachzuküssen, denn nur zwei Minuten später erzielte dieser den Anschlusstreffer: Zunächst hatte sich Dominik Stroh-Engel nach einer Lorenz-Hereingabe den Ball erobert – sein Abschluss klatsche aber noch gegen das MSV-Gebälk – doch der KSC in Person von Anton Fink war zur Stelle und beförderte den Ball über die Linie zum 1:2 (41.). So ging es auch in die Halbzeit.  

KSC-Coach Marc Meister wechselte auf einer Position – Wanitzek kam für Stroh-Engel – sein Gegenüber Ilja Gruev dagegen brachte gleich  neun neue Akteure in die Partie. Der KSC begann, wie er kurz vor der Halbzeit aufgehört hatte und kam zur ersten Chance des zweiten Durchgangs, als Kai Bülow den Ball aufgelegt bekam, sein Flachsschuss aber knapp am MSV-Tor vorbeistrich.

In der 53. war es dann aber erneut der MSV, der nachlegen konnte: Nach einem Freistoß von Kevin Wolze von der rechten Seite köpfte Enis Hajri aus sieben Metern ins KSC-Tor zum 1:3 ein.

Fast wäre dem KSC postwendend der erneute Anschlusstreffer gelungen, doch Wanitzeks schön in Richtung langes Eck gezirkelter Schuss konnte Flekken im MSV-Tor per Glanzparade gerade noch um den Pfosten lenken. Das Spiel ging nun hin und her. Der KSC seinerseits  - genauer Kai Bülow – hatte den Anschluss dann nur Minuten später auch auf dem Fuß beziehungsweise kurz darauf auf dem Kopf.  

Der KSC bekam nun immer besseren Zugriff auf die Partie und belohnte sich in der 65. Minute dann auch mit dem 2:3-Anschlusstreffer. Innenverteidiger Martin Stoll setzte den Ball beherzt in die MSV-Maschen. Über selbiges strich in der 74. Minuten dann ein beherzter Schuss von Malik Karaahmet – nur wenige Zentimeter fehlten.

Duisburg tauchte nun praktisch nicht mehr vor dem KSC-Tor auf – bis zur 78. Minute, als die Zebras über rechts durchbrachen und Martin Stoll sich in letzter Sekunde in den Abschluss werfen konnte und so Schlimmeres verhinderte. Nun war Duisburg wieder da – auch in Form eines Freistoßes von Kevin Wolze, den Orlishausen reaktionsschnell aus dem unteren kurzen Eck fischen konnte und zur Ecke klärte (81.).

Doch auch der KSC wollte sich noch nicht mit der Niederlage abfinden: Malik Karaamhet bediente in der 85. Minute Marvin Wanitzek per Flanke von rechts, doch dessen Kopfball landete direkt in den Armen von Mark Flekken.  

Der KSC spielte: Orlishausen (C) – Föhrenbach (64. Buchta), Gordon, Pisot, Bader (64. Luibrand) – Lorenz (69. Muslija), Hofmann (69. Amamoo), Bülow (64. Stoll), Camoglu (75. Vujinovic) – Fink (69. Karaahmet), Stroh-Engel (46. Wanitzek)


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