Spielbericht

Punkteteilung im Nachbarschaftsduell

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Bei strahlendem Sonnenschein trat der KSC bei seinen Hardtwald-Nachbarn in Sandhausen zum dritten Spiel der aktuellen Zweitligasaison an. Nach kräftezehrenden 90 Minuten kamen die Karlsruher nicht über ein torloses Remis hinaus.

Christian Eichners Taktik

Nach dem erfolgreichen Saisonstart mit drei Siegen in den ersten drei Pflichtspielen gab es für den Cheftrainer des KSC keinen Grund, die taktische Ausrichtung zu ändern. Daher starteten die Karlsruher auch im Nachbarschaftsduell in einer 4-3-3-Formation mit Doppelsechs. Die sich im DFB-Pokal bewährte Flügelzange Schleusener/Kaufmann durfte auch am 3. Spieltag von Beginn an ran. Auf der Linksverteidigerposition kehrte Philip Heise nach seiner Magen-Darm-Erkrankung in die Startelf zurück.

Das Spiel in der Zusammenfassung 

Von der grandiosen Stimmung der vielen mitgereisten KSC-Fans angepeitscht startete die Gast-mannschaft mit einem hohen Offensivdrang in die Partie. Bereits nach 90 Sekunden kamen die Karlsruher durch Rechtsaußen Fabio Kaufmann zum ersten gefährlichen Torabschluss. Patrick Drewes im SVS-Kasten war aber zur Stelle und klärte ins Toraus. Auch in den Folgeminuten eröffneten die Kreativköpfe Gondorf und Wanitzek im Zentrum das Spiel über Kaufmann. Die Sandhäuser ließen sich jedoch tief fallen, wodurch sie Kaufmanns Dribblings zu Beginn abstoppen konnten. 
Die nächste heikle Offensivaktion erspielte sich der KSC in der zwölften Spielminute, als Jung von rechts in den gegnerischen Strafraum auf Wanitzek flankte. Die Nummer Zehn des KSC feuerte einen präzisen Schuss in die linke untere Ecke ab, ein weiß-schwarzer Defensivmann brachte allerdings noch in letzter Sekunde seinen Fuß zwischen Torlinie und Spielgerät.  
Nach zwanzig gespielten Minuten versuchte sich Christian Eichners Mannschaft an einer neuen Eckballvariante. Wanitzek spielte von der Eckfahne aus einen Doppelpass mit Heise. Im Anschluss schlug der gebürtige Bruchsaler eine Flanke auf den langen Pfosten, diese war dann allerdings etwas zu weit für Robin Bormuth.  
Der KSC blieb weiterhin am Drücker. Erneut war es Wanitzek, der in der 32. Minute einen Karlsruher Angriff initiierte. An der linken Sechzehnerkante hatte der Mittelfeldmann mit dem feinen Fuß genug Platz, um auf seinen kongenialen Partner Gondorf am Halbkreis abzulegen. Der Kapitän hielt voll drauf, sein Abschluss kam aber etwas zu hoch. 
Der Wille war da, der Ball wollte aber nicht im Sandhäuser Tor landen. Auch nicht in der 39. Minute, als Hofmann auf den mitgelaufenen Kyoung-Rok Choi an der Strafraumkante ablegte. Der Schuss des Südkoreaners kam platziert auf das rechte untere Eck, Drewes machte sich jedoch wieder einmal lang und lenkte die Kugel mit den Fingerspitzen am Pfosten vorbei ins Aus. 
Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam die Heimmannschaft durch Marcel Ritzmaier zu ihrer ersten brandgefährlichen Gelegenheit. KSC-Schlussmann Gersbeck war jedoch zur Stelle und fing den Querpass gekonnt ab. 
Danach ging es für die beiden Hardtwald-Clubs in die Kabine zur Ansprache ihrer Trainer.  

Dort fanden Gerhard Kleppinger und Stefan Kulovits wohl die richtigen Worte, denn der SV Sandhausen kam wacher und konzentrierter aus der Halbzeitpause. Erst Ritzmaier (47.), dann Sicker (49.) testeten Gersbeck im Karlsruher Tor mit positivem Ausgang für den Mann mit den Handschuhen. Die nächste Chance gehörte dann aber wieder den Karlsruhern. Fabian Schleusener wurde mit einem schönen Schnittstellenpass rechts vor das Sandhäuser Tor bedient. Bei seinem wuchtigen Abschluss zeichnete sich SVS-Keeper Drewes aufs Neue aus (57.). 
Von dort an gewann die Partie zunehmend an Feuer. Sowohl die 22 Mann auf dem Grün als auch die Zuschauer auf den Rängen wurden lauter und zeigten einen größeren Siegeswillen.  
Nach 71 Minuten entschied der Unparteiische Arne Aarnink auf Freistoß für die Sandhäuser an der rechten Strafraumkante des KSC. Aus dem ruhenden Ball konnte die Heimmannschaft aber kein Kapital schlagen. Stattdessen machten die Karlsruher das Spiel schnell, indem ein langer Ball auf Lucas Cueto geschlagen wurde. Der wieselflinke Flügelspieler konnte den Konter allerdings nicht zu Ende spielen, da er nach Kontakt mit der Abwehr des SVS zu Boden ging. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. 
Der frisch in die Partie gekommene Cueto ließ sich von der missglückten Konteraktion nicht demotivieren, sondern machte weiter Alarm auf der rechten Spielfeldseite. 
Die Schlussminuten brachen an und noch immer stand ein 0:0 auf der Anzeigetafel. Der eingewechselte Ouahim wollte das tunlichst ändern, Gersbeck konnte jedoch zur Ecke abwehren. Diese klärte die KSC-Defensive resolut aus der eigenen Gefahrenzone (84.). 
Auch die Karlsruher wollten sich mit dem Remis nicht zufriedengeben. In der zweiten Minute der Nachspielzeit kam Wanitzek vor dem gegnerischen Tor an den Ball und bewies ein Auge für den aufgerückten Sebastian Jung. Aus dem Rückraum schoss der Außenverteidiger auf die Kiste, sein Abschluss verfehlte das Ziel allerdings denkbar knapp.  
Das war die letzte Aktion der Partie, wodurch die Begegnung in einem torlosen Unentschieden endete. 

Fazit und Ausblick 

Der KSC holt im BWT-Stadion am Hardtwald einen Punkt, der, wenn man das Chancenverhältnis betrachtet, gut und gerne auch in einem Dreier hätte enden dürfen. Die bisher so überzeugende Durchschlagskraft ließ an dem heißen Samstagmittag etwas zu wünschen übrig. Nichtdestotrotz findet man sich mit sieben Zählern nach den ersten drei Ligapartien in einer ordentlichen Position wieder und bleibt weiter ungeschlagen. 
Christian Eichner und sein Trainerteam haben nun einige Tage Zeit das Spiel aufzuarbeiten, bis es in einer Woche zur gleichen Zeit im heimischen BBBank Wildpark gegen den Absteiger aus Bremen geht. 

Aufstellung

SV Sandhausen: Drewes – Ajdini, Zhirov, Höhn, Sicker, Okoroji (65. Gaudino) – Zenga (65. Kinsombi), Bachmann, Esswein (81. Ouahim), Ritzmaier (88. Sickinger) – Keita-Ruel  

KSC: Gersbeck – Heise, Koabald, Bormuth, Jung – Gondorf, Wanitzek, Choi (84. Kother) – Schleusener (65. Lorenz), Hofmann, Kaufmann (65. Cueto), 


Gelbe Karten: Keita-Ruel (45.), Ritzmaier (75.), Ouahim (90.) | Kobald (69.) 

Schiedsrichter: Arne Aarnink 

Stadion: BWT-Stadion am Hardtwald, Sandhausen 

Zuschauer: 4.908 

Tore: - 

Ergebnis: 0:0 


Match
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