Daten & Fakten: Sandhausen seit 26 Jahren ohne Abstieg
Nach dem Pokal ist vor der Liga. Am 3. Spieltag der laufenden Zweitliga-Saison geht es morgen ab 13:30 Uhr für den KSC im BWT-Stadion am Hardtwald wieder um drei Punkte. Vorab haben wir für euch die "Daten & Fakten" zum Nachbarschaftsduell parat.

Dauerbrenner in Liga 2:
Der SV Sandhausen ist von allen 18 Teams die zweitlängste Zeit am Stück in der 2. Bundesliga. Einzig der FC St. Pauli übertrumpft die Weiß-Schwarzen mit ihrer elfjährigen Ligazugehörigkeit um eine Saison.
Trotz der zehn Spielzeiten im Unterhaus des deutschen Fußballs sind die Sandhäuser in der ewigen Zweitligatabelle lediglich auf Platz 49 und somit noch hinter den schon lange nicht mehr existenten Clubs Blau-Weiß 90 Berlin und SG Union Solingen.
Bemerkenswert: der letzte Abstieg des SVS liegt schon 26 Jahre zurück. Damals stieg man von der Regionalliga Süd in die Oberliga Baden-Württemberg ab. Cheftrainer der Nordbadener war damals übrigens Hans-Jürgen Boysen, der in den frühen 1980ern 115-mal für den KSC auflief.
Zahlen sprechen für den KSC:
Das Nachbarschaftsduell wurde in der Geschichte beider Clubs bereits 13-mal ausgetragen. In sieben Spielen ging der KSC als Sieger vom Platz, dreimal kam es bisher zur Punkteteilung und wiederum dreimal hatten die Blau-Weißen das Nachsehen. Das erste Aufeinandertreffen ereignete sich im August 1993 in der 1. Runde des DFB-Pokals. Durch Doppelpacks von Manfred Bender und Sergei Kirjakow ging der KSC damals mit 4:1 als Sieger aus der Partie. Das nächste Mal begegneten sich die beiden nordbadischen Teams erst 20 Jahre später ebenfalls im August in der 2. Bundesliga.
Treffsicherheit vs. Torflaute:
Sechs Tore aus den ersten beiden Spieltagen. Keine Mannschaft in Liga zwei erzielte bisher mehr Treffer als der Karlsruher SC. Hinzukommen noch die vier Buden aus dem Pokalspiel gegen Lotte. Bei Sandhausen steht hingegen noch kein einziger Treffer auf der Haben-Seite. In den drei bisher absolvierten Pflichtspielen musste SVS-Schlussmann Drewes dafür aber schon neunmal hinter sich greifen.
Viele Abgänge, viele Neuzugänge:
Zum Ende der letzten Spielzeit verabschiedete der SV Sandhausen 14 Spieler aus ihren Reihen. Nur der FC Schalke 04 hatte mehr Abgänge zu verzeichnen, nämlich 23. Unter den Fortgehenden befand sich mit Kevin Behrens der Topstürmer der Weiß-Schwarzen. In der abgelaufenen Saison erzielte dieser 13 Treffer für den SVS. Im Juli verließ der 30-jährige die Kleinstadt Sandhausen für die Millionen-Metropole Berlin, um künftig für den 1. FC Union zu stürmen.
Wenn viele gehen, müssen logischerweise auch wieder viele kommen. Sandhausens sportlicher Leiter Mikayil Kabaca wurde auf dem Transfermarkt aktiv und verpflichtete zwölf neue Akteure für den Kader der Profimannschaft. Die bekanntesten Neuen beim SVS sind Innenverteidiger Immanuel Höhn, Mittelfeldmann Gianluca Gaudino und Angreifer Pascal Testroet. Höhn ist mit 29 Jahren im sagenumwobenen „besten Fußballeralter“, hat in seiner bisherigen Karriere aber schon so einiges erlebt. 54 Bundesligaspiele und 124 weitere in der 2. Bundesliga machen den Defensivspezialisten zum Routinier in der Sandhäuser Abwehr.
Gianluca Gaudino kommt vom Schweizer Serienmeister Young Boys Bern in den Hardtwald. Der Sohn des ehemaligen deutschen Nationalspieler Maurizio, entstammt der Jugendabteilung des FC Bayern München und stand für diesen auch schon in der Champions League auf dem Rasen. Der Dritte im Bunde ist mit Pascal Testroet kein Unbekannter beim KSC. Dem ehemaligen Aue-Angreifer gelangen in der vergangenen Saison am zwölften Spieltag zwei Treffer und zwei weitere Vorlagen beim 4:1-Sieg gegen Christian Eichners Mannschaft. Ob der gebürtige Münsterländer in der morgigen Partie auf dem Platz stehen wird ist allerdings noch ungewiss. Zuletzt hatte der Angreifer mit Beschwerden an der Achillessehne zu kämpfen.












