KSC kassiert knappe Niederlage gegen Osnabrück
Eine wieder mal gute Moral und eine große Offensive zum Ende hin reichten heute für den KSC nicht zum Punktgewinn gegen den VfL Osnabrück. Aus den allgemein eher wenigen Torchancen machten nur die Niedersachsen in Person von Christian Santos etwas und schnappen sich so drei Punkte im Wildparkstadion.

Christian Eichners Taktik:
Durch die Corona-Infektion von Philip Heise bot sich heute die Chance für Kevin Wimmer in der Startelf. Weitere Wechsel im Vergleich zum vergangenen Spiel in Paderborn vor zwei Wochen nahm Christian Eichner nicht vor. Damit ging sein Team wieder im 4-3-3-System zu Werke.
Unsere Zahlen des Spiels:
Erneut mehr Ballbesitz, mehr Torschüsse, mehr gespielte Pässe - jedoch keine Tore für die Karlsruher. Zahlen, mit denen KSC-Fans nicht unbedingt leben können.
Unsere Szene des Spiels:
Ein gehaltener Elfmeter der Gäste in der 2. Spielminute? Wir kommen nicht drum herum, diese Aktion zur Szene des Spiels zu küren. Auch wenn der Schuss von Sebastian Kerk nicht perfekt platziert war, hielt Marius Gersbeck dennoch wieder überragend und den KSC damit im Spiel.
Das Spiel in der Zusammenfassung:
Spektakel am Anfang
Wie beim KSC beinahe schon üblich, bot auch diese Partie direkt am Anfang einiges: Nach einer Ecke foulte Christoph Kobald in der Box Ulrich Bapoh – Elfmeter für Osnabrück! Doch der gewohnt starke Marius Gersbeck parierte den etwas zu unplatzierten Schuss von Sebastian Kerk und verhinderte somit die extrem frühe Führung der Osnabrücker (2.).
Gefahr nur aus der Distanz
Nach der Aufregung in den Anfangsminuten beruhigte sich das Spiel in der Folge etwas. Bis zur nächsten größeren Gelegenheit verging mehr als eine Viertelstunde. Dann prüfte Marvin Wanitzek Philipp Kühn im Tor der Niedersachsen mit einem Abschluss aus etwa 18 Metern. Der Keeper des VfL lenkte das Leder aus dem rechten unteren Eck noch zur Ecke (21.). Danach versuchte es auch Marc Lorenz aus einer ähnlichen Distanz wie zuvor sein Kollege, allerdings von der linken Seite aus. Bei dem Schuss der Nummer 7 musste Kühn nicht eingreifen, der Ball ging einen guten Meter am linken Pfosten vorbei (28.).
Wenig Chancen – keine Tore
Eine Flut an Chancen bot sich an diesem Samstag zunächst nicht, Strafraumszenen blieben in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten weitgehend aus. Etwas fehlte es den Teams an Mut, aber auch an Genauigkeit in der Offensive. So auch in der 41. Minute, als nach einigen Kombinationen im Strafraum am Ende Wanitzek aus etwa 15 Metern abschloss – Kühn lenkte das Leder links vorbei. Der KSC war zu diesem Zeitpunkt das spielbestimmende Team, konnte die Dominanz jedoch nicht in Tore ummünzen.
Erneut der frühe Schock
Aus der Halbzeitpause kamen die Blau-Weißen aktiv und störten den Gegner früh – kassierten jedoch nach einem Konter der Gäste das 0:1. Kerk hätte im Strafraum bereits selbst abschließen können, legte jedoch noch einmal quer auf Christian Santos, der aus etwa sechs Metern vollendete (48.). Der KSC reagierte direkt mit einem Doppelwechsel: Für Benjamin Goller und Marc Lorenz besetzten nun Dominik Kother und Xavier Amaechi die Flügel.
Mehr Möglichkeiten in der letzten halben Stunde
Eine halbe Stunde vor Schluss waren jedoch erneut die Osnabrücker dem Tor näher – nach einem Fehler von Kobald im Strafraum landete das Leder über Umwege bei Kerk, dessen Abschluss flog aber weit über die Latte (60.). Chancen für die Karlsruher ergaben sich nun aber auch: Erst scheiterte Wanitzek aus halbrechter Position mit dem Abschluss (62.), dann lief Kother alleine auf Kühn zu, brachte das Leder allerdings direkt auf den VfL-Torhüter (64.).
Blau-weiße Schlussoffensive
Der KSC war nun aktiv und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Auch der eingewechselte Amaechi sorgte auf der rechten Seite für Wirbel, jedoch für noch nichts Zählbares. Genauso erging es auch Wimmer, der in der 78. Minute den Ausgleich auf dem Fuß hatte. Sein Abschluss mit dem schwächeren rechten Fuß landete aber am Außennetz. Die Osnabrücker zogen sich in dieser Phase extrem in die eigene Hälfte zurück und setzten alles auf Verteidigung. Die Blau-Weißen wollten naturgemäß mehr und brachten für die letzten Minuten auch noch Daniel Gordon ins Spiel (84.).
Fazit und Ausblick:
Die Karlsruher zeigten sich in einer durchschnittlichen Partie aktiv und motiviert, erspielten sich allerdings vor allem in der ersten Hälfte zu wenig Torchancen und kamen auch im weiteren Spielverlauf nicht gefährlich genug vor das Osnabrücker Tor. Die Niedersachsen dagegen nutzten eine ihrer wenigen Möglichkeiten und gehen so mit einem knappen 1:0 als Sieger vom Platz. Für die Blau-Weißen steht in der nächsten Woche die Partie gegen Fortuna Düsseldorf an, Anpfiff am Samstag ist um 13.00 Uhr.
Die Übersicht:
Karlsruher SC: Gersbeck – Wimmer, Kobald, Bormuth (71. Batmaz), Thiede – Wanitzek, Gondorf, Choi (84. Gordon) – Lorenz (52. Kother), Hofmann, Goller (52. Amaechi)
VfL Osnabrück: Kühn – Trapp, Beermann, Gugganig – Wolze (69. Heider), Bapoh (59. Henning), Taffertshofer, Reis (69. Blacha), Ajdini – Santos (83. Multhaup), Kerk
Tore: 0:1 Santos (48.)
Gelbe Karten: Wimmer (42.)
Ort: Wildparkstadion Karlsruhe
Zuschauer: -
Schiedsrichter: Florian Lechner












