KSC kämpft sich zu einem Punkt gegen Paderborn

Spielberichte

Der KSC zeigte am heutigen Abend gegen den SC Paderborn eine starke erste Halbzeit, kassierte jedoch in der zweiten Hälfte zwei unglückliche Gegentore. Eine gute Moral und ein Jokertor von Babacar Gueye kurz vor Schluss sorgen für den 2:2-Endstand.

Christian Eichners Taktik:
Beim Aufeinandertreffen mit dem SC Paderborn rotierte Christian Eichner wieder zurück zur Startelf der vorletzten Partie gegen den FC St. Pauli. Damit nahmen die gegen Braunschweig zum Einsatz gekommenen Lukas Fröde, Xavier Amaechi und Malik Batmaz zunächst wieder auf der Bank Platz. Der KSC agierte mit der gewohnten Viererkette in der Abwehr, im Mittelfeld fand sich der nach seiner Gelbsperre zurückgekehrte Jerôme Gondorf neben Marvin Wanitzek und Kyoung-Rok Choi. Marc Lorenz, Philipp Hofmann und Benjamin Goller stellten die Offensive.

Unsere Zahl des Spiels:
112 Sekunden dauerte es vom Anpfiff ab bis zum Torjubel der Badener am heutigen Abend. Damit gelang der Eichner-Elf wieder einmal in dieser Saison ein waschechter Blitzstart. Bereits zum elften Mal trafen sie in der Anfangsviertelstunde und damit häufiger als jedes andere Zweitligateam.

Unsere Personalie des Spiels:
Babacar Gueye. Bei unserer Nummer 24 platzte heute der Knoten und der ehemalige Paderborner netzte zum ersten Mal in dieser Saison. Ein klassisches Jokertor, das heute besonders wichtig war.

Das Spiel in der Zusammenfassung:

KSC startet hellwach
Bereits kurz nach dem Anpfiff gab es in der Benteler-Arena gleich zwei Höhepunkte innerhalb kürzester Zeit zu sehen. Zuerst versuchte es Marvin Wanitzek mit einem Hammer aus gut 20 Metern und zwang damit Leopold Zingerle im Tor des SCP direkt zur ersten guten Parade. Doch aus der folgerichtigen Ecke entstand dann das schnelle 1:0 für den KSC. Philip Heise trat den Eckstoß von links zielgenau auf Hofmann, der am höchsten stieg und das Leder zur Karlsruher Führung im Tor unterbrachte (2.)

Starke erste Halbzeit
Die Blau-Weißen blieben in der Folge aktiv und suchten immer wieder ihre Chancen in der Offensive. Noch bevor zehn Minuten gespielt waren, versuchte es Wanitzek erneut aus der Distanz, Zingerle war jedoch wieder zur Stelle (8.). Etwas später schnupperte dann auch der SC Paderborn am ersten Treffer, doch Marius Gersbeck parierte den Abschluss ins lange Eck nach Zuspiel von Dennis Srbeny souverän. Im Allgemeinen präsentierte sich die Partie als eine der besseren in der 2. Bundesliga, besonders die Badener zeigten eine starke Leistung. Zum Abschluss der ersten Halbzeit setzte Choi noch einmal zum Dropkick an, setzte das Leder jedoch über das Tor (45.).

Unglückliche Gegentore in Halbzeit Zwei
Zur zweiten Halbzeit zeigten sich dann die Ostwestfalen stärker und belohnten sich in der 54. Minute mit dem Ausgleichstreffer. Einen Abschluss von Srbeny fälschte Robin Bormuth mit der Hacke unglücklich ab und ließ Gersbeck im KSC-Tor damit keine Möglichkeit, den Treffer zu verhindern. Zwanzig Minuten vor Schluss wurde es für den Innenverteidiger dann noch bitterer: Erneut fälschte er einen Schuss des Gegners ab, diesmal einen Führich-Schuss aus knapp 20 Metern mit dem Rücken und begünstigte so die Führung für den Gastgeber des heutigen Abends (69.).

Wilde Schlussphase
Die Karlsruher taten sich weiterhin schwer, der SCP war nun die bessere Mannschaft. Dennoch hatten die Blau-Weißen kurz vor Ende der regulären Spielzeit die gute Möglichkeit zum Ausgleichstreffer: Hofmann kam im Strafraum der Ostwestfalen zu Fall, Schiedsrichter Harm Osmers zeigte auf den Punkt. Doch der Gefoulte trat selbst an und verlor das Duell gegen Zingerle im Tor der Paderborner (88.). Allerdings gab sich der KSC nicht auf und rannte weiter an, um in der Benteler-Arena doch noch Punkte mitzunehmen. Und so schlug die Stunde des Babacar Gueye: Der eingewechselte 26-Jährige schob den Ball in der Nachspielzeit nach einer guten Aktion von Wanitzek aus kurzer Distanz über die Linie (90.+2). Das erste Saisontor der Nummer 24 sorgte so für die leistungsgerechte Punkteteilung gegen das Team von Steffen Baumgart.

Fazit und Ausblick:
Der KSC startete wieder einmal hellwach in die Partie und sorgte früh für die Führung, kassierte jedoch in der Folge von einem immer stärker werdenden SC Paderborn zwei unglückliche Gegentore. Die Blau-Weißen zeigten jedoch wieder einmal große Moral und glichen so verdientermaßen kurz vor dem Abpfiff aus. Damit stehen die Karlsruher bei 26 Punkten aus 13 Auswärtsspielen in dieser Saison - Ligabestwert. Nach der Länderspielpause geht es für die Karlsruher am Samstag, den 03. April, gegen den VfL Osnabrück weiter (Anpfiff: 13:00 Uhr).

Die Übersicht:
Karlsruher SC:
Gersbeck – Heise (89. Gordon), Kobald, Bormuth, Thiede (82. Gueye) –Wanitzek, Gondorf, Choi (89. Wimmer) – Lorenz (73. Kother), Hofmann, Goller (73. Batmaz)
SC Paderborn: Zingerle – Collins, Schonlau, Correia, Ananou – Antwi-Adjei, Schallenberg, Srbeny (77. Ingelsson), Justvan (64. Vasiliadis) – Führich, Michel (64. Thalhammer)

Tore: 0:1 Hofmann (2.), 1:1 Srbeny (54.), 2:1 Führich (69.)
Gelbe Karten: Schallenberg (39.), Collins (44.) | Bormuth (51.)
Gelb-Rote Karte: Collins (89.)
Ort: Benteler-Arena Paderborn
Zuschauer: -
Schiedsrichter: Harm Osmers


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