KSC gelingt Auswärtssieg in Duisburg
Der Karlsruher SC hat sein erstes Auswärtsspiel im neuen Jahr beim MSV Duisburg mit 1:0 gewonnen. Den Treffer des Tages erzielte Manuel Torres nach gerade einmal 49 Sekunden. Für die Badener war es der insgesamt vierte Saisonsieg in der Fremde.

Aus der Schauinsland-Reisen-Arena berichtet Amin Mir Falah
Im Vergleich zum Auftaktspiel gegen den FSV Frankfurt nahm Trainer Markus Kauczinski gleich drei personelle Änderungen vor. Der Torschütze der Vorwoche, Ylli Sallahi, ersetzte auf der linken Abwehrseite den verletzten Dennis Kempe, der sich in der Partie gegen den FSV eine Risswunde am linken Knie zugezogen hatte. Für Sascha Traut kehrte Enrico Valentini als Rechtsverteidiger in die Startformation zurück. Darüber hinaus sollte Hiroki Yamada auf der Zehnerposition von Beginn an die Fäden ziehen - Boubacar Barry saß zunächst auf der Bank. Das Tor hütete erneut René Vollath, der wieder die Kapitänsbinde trug.
Blitzstart dank Torres
Die Blau-Weißen erwischten einen Blitzstart, wie er im Buche steht. Gerade einmal 49 Sekunden waren gespielt, als der Ball im Duisburger Netz zappelte. Gaétan Krebs bediente mit einer schönen Seitenverlagerung Enrico Valentini auf rechts, der den Ball perfekt in den Lauf von Manuel Torres spielte. Mit einem gefühlvollen Heber überwand der Spanier MSV-Schlussmann Ratajczak, der etwas zu weit vor seinem Kasten stand. Für Torres war es das dritte Saisontor.
Die Gäste beherrschten daraufhin das Spielgeschehen in der ersten Viertelstunde, jedoch ohne zwingende Chancen herauszuspielen, um frühzeitig nachzulegen. Die Hausherren näherten sich in der 15. Spielminute zum ersten Mal dem Kasten der Gäste. Nach einer Freistoßflanke von Janjic aus halbrechter Position kam Tomané zum Kopfball, der jedoch gefahrlos am Tor vorbeiflog. Der KSC zeigte sich in der ersten halben Stunde defensiv stabil und ließ bei den Duisburger Freistößen keine ernsthafte Gefahr zu.
Diamantakos im Mittelpunkt
In der 28. Minute machte KSC-Stürmer Dimitris Diamantakos das erste Mal auf sich aufmerksam. Nach einer Hereingabe von Valentini nahm der Grieche, aus Sicht von Schiedsrichter Storks, im Zweikampf gegen Bohl das Bein zu hoch, was die erste Verwarnung der Partie zur Folge hatte. Sechs Minuten später stand Diamantakos erneut im Zentrum des Geschehens. Diesmal war es Torres, der den Ball von der rechten Seite in den Strafraum flankte, wo Duisburgs Bohl im Zweikampf gegen Diamantakos jedoch erneut Sieger blieb.
Grote erzeugt Gefahr
Die erste größere Chance für die Gastgeber in Halbzeit eins hatte Dennis Grote, als ihm der Ball nach einer Abwehraktion von Martin Stoll vor die Füße fiel, sein Schuss flog aber rechts am Tor vorbei (37.). Nur drei Minuten später kam Grote im Karlsruher Strafraum erneut zum Torschuss, der - zum Glück für den KSC - aber eher einem Rückpass glich, sodass Vollath problemlos zugreifen konnte. Unmittelbar darauf ergab sich für den KSC die nächste Chance. Manuel Torres setzte sich an der Strafraumgrenze schön durch und zog mit dem rechten Vollspann ab - das Leder flog jedoch denkbar knapp über die Latte.
MSV-Trainer Ilia Gruev zeigte sich mit dem Offensivspiel seiner Mannen nicht zufrieden und reagierte deshalb noch vor der Pause mit dem ersten Wechsel der Partie. Für Kevin Scheidhauer betrat Giorgi Chanturia den Platz (41.). Bis zum Pausenpfiff sollte sich nichts mehr Nennenswertes ereignen, sodass der KSC mit einer nicht unverdienten 1:0-Führung in die Halbzeit ging.
KSC erneut mit gutem Start
Die Badener fanden zu Beginn des zweiten Durchgangs erneut gut in die Partie. Keine zwei Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, als Mohamed Gouaida 20 Meter vor dem Tor zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Freistoß aus zentraler Position übernahm Enrico Valentini, der den Ball nur knapp über den Querbalken schoss.
Die Duisburger bewiesen in der 49. Minute ihre Nervosität: Nach einem Rückpass von Bohl schlug Ratajczak ein Luftloch. Der fällige Eckball für den KSC brachte aber nichts ein. Es dauerte bis zur 54. Minute, ehe die Hausherren mit ihrem ersten Eckball im Spiel das erste Mal in Halbzeit zwei vor dem KSC-Gehäuse auftauchten. Der Schuss von Bajic ging aber rechts am Tor vorbei.
In der 60. Minute hatten die Blau-Weißen die große Chance, auf 2:0 zu erhöhen und damit für die Vorentscheidung zu sorgen. Yllli Sallahi lief einen guten Konter über die linke Seite und spielte den Ball flach nach innen, wo Dimitris Diamantakos beim Torschuss vom herauseilenden Ratajczak noch entscheidend gestört wurde. Die anschließende Ecke erzeugte keinerlei Gefahr.
Kauczinski reagiert
Trainer Markus Kauczinski reagierte daraufhin mit dem ersten Wechsel auf Seiten des KSC: Hiroki Yamada verließ das Feld und machte Platz für Dimitrij Nazarov (61.). Der Wechsel änderte jedoch nicht viel am Spielgeschehen, das sich in den Folgeminuten vor allem durch Foulspiele und Gelbe Karten auszeichnete. Eine knappe Viertelstunde nach dem ersten Wechsel legte Kauczinski nach und tauschte in der Sturmspitze aus: Jimmy Hoffer kam für Dimitris Diamantakos (75.). Aber auch Hoffer sollte das Offensivspiel der Blau-Weißen nicht entscheidend beleben können, sodass es weiterhin bei der knappen 1:0-Führung für den KSC blieb.
Vollath glänzt
KSC-Keeper René Vollath konnte sich in der 78. Minute erstmals im Spiel auszeichnen. Nach einer Hereingabe von Wolze kam Iljutcenko im Sechzehner zum Kopfball, den Vollath mit einer überragenden Parade noch an die Latte lenkte. Allerdings hätte ein möglicher Treffer aufgrund einer Abseitsposition von Iljutcenko ohnehin nicht gezählt.
In der 82. Minute folgte der dritte und letzte Wechsel bei den Blau-Weißen: Für Mohamed Gouaida schickte Markus Kauczinski Dominic Peitz auf den Platz, der dabei mithelfen sollte, die knappe Führung über die Zeit zu bringen. Keine zwei Minuten nach seiner Einwechslung zeigte Peitz, dass er dazu mehr als gewillt war und sah für ein Foul gegen Chanturia seine siebte Gelbe Karte der Saison.
In den letzten Minuten der Partie sollte für den KSC keine ernsthafte Gefahr mehr aufkommen, sodass es letztlich beim knappen Auswärtserfolg gegen den Tabellenletzten blieb. Durch ihren insgesamt vierten Auswärtssieg der Saison belegen die Badener vorübergehend den neunten Tabellenplatz.











